Corant Trading: So erkennen Sie den Betrug und holen Ihr Geld zurück

12.06.2026 6 Mal gelesen
Corant versucht eine Verbindung zu einer real existierenden, gleichnamigen Firma zu suggerieren, um Vertrauen aufzubauen und Zahlungen auf den Weg zu bringen.

Wer über die Webseiten crnt-ltd.pro oder my.crnt-ltd.pro investiert hat, ist sehr wahrscheinlich auf ein Täuschungssystem hereingefallen. Unter dem Namen Corant wird eine Verbindung zu einem real existierenden Unternehmen suggeriert, um Vertrauen aufzubauen und Zahlungen zu erhalten. Für Betroffene stellt sich vor allem eine Frage: Wie lässt sich das eingesetzte Kapital zurückholen? Im Folgenden erfahren Sie, worauf es ankommt und welche Schritte sinnvoll sind.

 

Existiert die Plattform Corant tatsächlich?

Bei genauer Betrachtung zeigt sich: Hinter „Corant“ verbirgt sich keine echte Handelsplattform, sondern eine gezielt aufgebaute Scheinstruktur. Die Internetadresse crnt-ltd.pro wurde erst am 04.06.2026 registriert, zusätzlich wird die Subdomain my.crnt-ltd.pro verwendet. Diese kurze Lebensdauer entspricht einem typischen Muster bei betrügerischen Online-Angeboten.

Als Firmensitz wird 05 Churchill Place in London angegeben – dort ist tatsächlich die Corant Global Limited (Registernummer 12980919) eingetragen. Allerdings steht dieses legitime Unternehmen in keinerlei Verbindung zu den angebotenen Trading-Diensten. Die Identität wird missbräuchlich verwendet, um Seriosität vorzutäuschen.

Auch die genannten Ansprechpartner, darunter Sebastian Wieland und Martin Gustavsson, sind Teil dieser Inszenierung. Die angegebene Berliner Adresse am Kurfürstendamm wirkt bewusst vertrauensbildend, lässt sich jedoch keiner realen Person zuordnen. Solche Details sind typisch für professionell organisierte Täuschungsversuche.

 

Warum Auszahlungen verweigert werden

Viele Geschädigte berichten von einem ähnlichen Ablauf: Zunächst erscheinen Gewinne im Benutzerkonto, die Vertrauen schaffen sollen. Sobald jedoch eine Auszahlung angefordert wird, entstehen plötzlich neue Hürden. Es werden zusätzliche Zahlungen verlangt, etwa für angebliche Steuern oder Bearbeitungsgebühren.

Diese Forderungen sind kein legitimer Bestandteil eines Investments, sondern ein zentraler Mechanismus des Betrugs. Ziel ist es, Anleger zu weiteren Einzahlungen zu bewegen, ohne dass jemals eine Auszahlung erfolgt.

 

Die Rolle von Bankkonten im Betrugssystem

Damit Gelder überhaupt transferiert werden können, greifen die Täter auf reale Konten zurück. Diese werden meist über sogenannte Geldwäschenetzwerke organisiert. Ohne solche Strukturen wäre die Durchführung derartiger Betrugsmodelle kaum möglich.

Ein entscheidender Ansatzpunkt für Betroffene besteht darin, diese Zahlungswege nachzuverfolgen. Wer Gelder entgegennimmt und weiterleitet, kann sich unter Umständen selbst strafbar machen, insbesondere im Hinblick auf Geldwäsche gemäß § 261 StGB. Daraus ergeben sich Ansatzpunkte für rechtliche Schritte.

 

Wer steckt hinter den Zahlungen?

Die Organisation hinter solchen Plattformen ist arbeitsteilig aufgebaut. Neben den Betreibern agieren Callcenter, die Anleger kontaktieren, sowie Zahlungsdienstleister, die Transaktionen abwickeln. Die bereitgestellten Kontaktdaten – etwa E-Mail-Adressen – dienen ausschließlich der Aufrechterhaltung der Täuschung.

Im Hintergrund stehen häufig wirtschaftlich leistungsfähige Personen oder Strukturen. Genau hier setzen mögliche Schadensersatzansprüche an, da diese Beteiligten rechtlich in Anspruch genommen werden können.

 

Rechtliche Bewertung des Vorgehens

Das geschilderte Verhalten erfüllt zentrale Straftatbestände. Wer falsche Tatsachen vorspiegelt, um Zahlungen zu erlangen, begeht Betrug im Sinne von § 263 StGB. Darüber hinaus kann ein Kapitalanlagebetrug (§ 264a StGB) vorliegen.

Da die Plattform ohne entsprechende Genehmigung Finanzdienstleistungen anbietet, liegt zudem ein Verstoß gegen § 32 KWG vor. Ergänzend werden gesetzliche Informationspflichten, etwa nach § 5 DDG, nicht eingehalten.

Für Geschädigte ergeben sich daraus zivilrechtliche Ansprüche. Rückforderungen können unter anderem auf § 812 BGB sowie auf § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB gestützt werden.

 

Konkrete Schritte für Betroffene

Wer betroffen ist, sollte schnell und strukturiert handeln:

- Keine weiteren Überweisungen leisten

- Sämtliche Belege, Transaktionen und Kommunikationsverläufe sichern

- Anzeige bei den Strafverfolgungsbehörden erstatten

- Einen auf Anlagebetrug spezialisierten Rechtsanwalt einschalten

 

Wie Sie Ihr Geld etwaig zurückfordern können

RESCH Rechtsanwälte ist seit vier Jahrzehnten im Bereich Bank- und Kapitalmarktrecht tätig und auf Fälle von Anlagebetrug spezialisiert. Der Fokus liegt darauf, Geldflüsse zu analysieren und die verantwortlichen Kontoinhaber zu identifizieren.

Wenn Sie Verluste über Corant erlitten haben, ist schnelles Handeln entscheidend. Eine Kontaktaufnahme ermöglicht die Prüfung Ihres Falls sowie eine Einschätzung der nächsten Schritte.

 

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