Welorix: Krypto-Betrug erkennen und verlorenes Geld sichern

12.06.2026 4 Mal gelesen
Keine Auszahlung bei Welorix? Simulierte Gewinne und neue Zahlungsforderungen deuten auf Betrug hin. Prüfen Sie jetzt Ihre Rückforderungsansprüche.

Wer über die Seite welorix(.)com investiert hat, könnte Opfer eines gezielten Krypto-Scams geworden sein. Die dort angezeigten Profite sind kein reales Ergebnis von Handel, sondern Teil einer bewusst gestalteten Täuschung. Ziel dieses Systems ist es, Vertrauen aufzubauen und Betroffene zu weiteren Einzahlungen zu bewegen. Der folgende Text erläutert, wie diese Masche funktioniert und welche Möglichkeiten bestehen, verlorenes Kapital zurückzuerlangen.

 

Existiert Welorix als legitime Plattform?

Der Internetauftritt von Welorix wirkt auf den ersten Blick wie der eines professionellen Anbieters für Kryptowährungen. Bei genauerem Hinsehen zeigen sich jedoch klare Warnsignale. So wird die Seite durch technische Einstellungen wie „noindex“ und „nofollow“ gezielt aus Suchmaschinen herausgehalten – ein Vorgehen, das seriöse Unternehmen in der Regel vermeiden. Hinzu kommen vermeintliche Medienberichte und Logos, die Glaubwürdigkeit suggerieren sollen, tatsächlich aber auf künstlich erstellte Webseiten wie techdeutschland(.)de oder berlin-portal24(.)de führen. Auch die angegebene Adresse in der Londoner King William Street ist auffällig, da sie häufig als Briefkastenadresse für zweifelhafte Firmen dient.

 

Typische Erfahrungen von Anlegern mit Welorix

Berichte von Betroffenen zeigen ein wiederkehrendes Muster: Nach einer ersten Einzahlung erscheinen auf dem Nutzerkonto scheinbare Gewinne, die den Eindruck eines erfolgreichen Investments vermitteln. In der Folge nehmen angebliche Berater Kontakt auf und drängen zu weiteren Überweisungen. Sobald jedoch eine Auszahlung verlangt wird, treten Probleme auf – etwa Verzögerungen oder neue Bedingungen. Dieses Vorgehen verdeutlicht, dass es nicht um echte Finanzgeschäfte geht, sondern um die Generierung zusätzlicher Einzahlungen.

 

Warum Auszahlungen ausbleiben

Ein zentrales Kennzeichen des Systems ist die systematische Verweigerung von Auszahlungen. Stattdessen werden immer neue Gründe genannt, warum Gelder angeblich nicht freigegeben werden können. Häufig wird auf Steuern, Gebühren oder Sicherheitsleistungen verwiesen, die vorab zu zahlen seien. Diese Forderungen dienen jedoch ausschließlich dazu, weitere Zahlungen zu erzwingen. In der Praxis kommt es nahezu nie zu einer tatsächlichen Rücküberweisung.

 

Die Rolle von Bankkonten im Hintergrund

Damit Gelder überhaupt bewegt werden können, greifen die Hintermänner auf reale Konten zurück, die häufig von Dritten bereitgestellt werden. Diese Personen fungieren als Teil eines Geldwäschenetzwerks. Ohne diese Struktur wäre die Durchführung des Betrugs nicht möglich. Durch die Analyse von Zahlungswegen lassen sich die Empfänger identifizieren und unter Umständen zur Rückzahlung verpflichten. Wer solche Konten zur Verfügung stellt, riskiert zudem strafrechtliche Konsequenzen wegen Geldwäsche nach § 261 StGB.

 

Wer steckt hinter Welorix?

Die Organisation hinter der Plattform deutet auf ein arbeitsteiliges, international agierendes Netzwerk hin. Unterschiedliche Rollen – etwa Callcenter, technische Betreiber und Finanzabwicklung – greifen ineinander. Rechtlich betrachtet kommen insbesondere Betrug nach § 263 StGB sowie unter Umständen Kapitalanlagebetrug gemäß § 264a StGB in Betracht. Zusätzlich bestehen mögliche zivilrechtliche Ansprüche, etwa aus ungerechtfertigter Bereicherung (§ 812 BGB) oder aus Delikt (§ 823 Abs. 2 BGB).

 

Rechtliche Bewertung des Vorgehens

Wer durch falsche Angaben dazu gebracht wird, Geld zu investieren, wird Opfer eines klassischen Anlagebetrugs. Genau dieses Prinzip zeigt sich auch hier: Die dargestellten Handelsaktivitäten existieren lediglich als Simulation. Strafverfahren können zwar eingeleitet werden, führen aber nicht automatisch zur Rückerstattung der Verluste. Deshalb ist es entscheidend, parallel zivilrechtliche Schritte gegen die Empfänger der Gelder einzuleiten.

 

Konkrete Handlungsschritte für Betroffene

- Keine weiteren Überweisungen tätigen

- Alle Belege, Transaktionen und Kommunikationsverläufe sichern

- Anzeige bei den Strafverfolgungsbehörden erstatten

- Einen spezialisierten Anwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht konsultieren

 

Unterstützung bei der Rückforderung

RESCH Rechtsanwälte verfügen über langjährige Erfahrung im Bank- und Kapitalmarktrecht und unterstützen Geschädigte bei Fällen von Anlagebetrug und Geldwäsche. Ziel ist es, Zahlungswege nachzuvollziehen, Verantwortliche zu identifizieren und Ansprüche konsequent durchzusetzen.

 

Der erste Schritt besteht in einer rechtlichen Einschätzung des Einzelfalls. Interessierte können telefonisch unter +49 30 / 88 59 77 0 oder über das Kontaktformular der Kanzlei Kontakt aufnehmen, um die nächsten Schritte zu klären.

 

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