Eigentümer müssen nicht immer zustimmen

03.09.2009789 Mal gelesen

Die Er­rich­tung ei­ner Ver­bin­dungs­trep­pe zwi­schen Bal­kon und Gar­ten kann im Ein­zel­fall auch oh­ne Zu­stim­mung der Mit­ei­gen­tü­mer zu­läs­sig sein. Das ist vor al­lem dann der Fall, wenn der Ge­samt­ein­druck der An­la­ge un­ein­heit­lich ist, z. B. auch die Fas­sa­de in Ma­te­ri­al und Far­be auf­fal­lend un­ter­schied­lich aus­ge­führt sind. Ei­ne bau­li­che Maß­nah­me muss in die­sem Fall die Ei­gen­tü­mer über das nach § 14 WEG be­stimm­te Maß hi­naus be­ein­träch­ti­gen. Sonst ist kei­ne Zu­stim­mung der an­de­ren Ei­gen­tü­mer er­for­der­lich. Das war im vor­lie­gen­den Fall nicht der Fall, da die Frei­trep­pe, die der Woh­nungs­ei­gen­tü­mer zu­sätz­lich ge­baut hat­te, kei­ne nach­tei­li­ge Aus­wir­kung auf den op­ti­schen Ge­samt­ein­druck des An­we­sens ha­be. So wir­ke die Woh­nungs­an­la­ge auf­fal­lend un­ein­heit­lich, Bal­kon­ge­län­der sei­en in sehr un­ter­schied­li­chem Ma­te­ri­al (Glas, Holz, Me­tall) und Far­be (durch­sich­tig weiß, dun­kel) ge­stal­tet.

Kop­ins­ki-Tipp:

Man soll­te vor­her prü­fen, ob die zu­sätz­liche bau­li­che Ver­än­de­rung das Ge­samt­bild der Woh­nungs­an­la­ge nach­tei­lig ver­än­dert, u. a. auch das äs­the­ti­sche Bild oder der Stil des Ob­jek­tes ver­än­dert wird.

Sie­he auch Ent­schei­dung LG Han­no­ver vom 22.07.2008, 318 T 228/06

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Kop­ins­ki

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