Abrechnung der Wasserkosten nach Wohnfläche zulässig- auch wenn nur eine Wohnung eines Gebäudes nicht mit einem Wasserzähler ausgestattet ist

22.07.20081345 Mal gelesen
Der BGH ent­schied am 12.03.2008, dass der Ver­mie­ter nicht ver­pflich­tet ist die Was­ser­kos­ten nach Ver­brauch ab­zurechnen, so­lan­ge nicht al­le Miet­woh­nun­gen ei­nes Ge­bäu­des mit Was­ser­zäh­lern aus­ge­stat­tet sind.
 
Im zu­grun­de­lie­gen­den Fall wa­ren al­le Woh­nun­gen des Ge­bäu­des - mit ei­ner Aus­nah­me - mit ei­nem Was­ser­zäh­ler aus­ge­stat­tet. Der Ver­mie­ter rech­ne­te die Was­ser­kos­ten ge­gen­über den Be­klag­ten, de­ren Woh­nung selbst über ei­nen Was­ser­zäh­ler ver­füg­te, nicht nach Ver­brauch, son­dern nach Wohn­flä­che ab.
Der BGH gab dem Ver­mie­ter Recht. So­weit nichts an­de­res ver­ein­bart sei, sind die Kos­ten der Was­ser­ver­sor­gung und Ent­wäs­se­rung ge­mäß § 556a Abs. 1 Satz 1 BGB nach Wohn­flä­che um­zu­le­gen.
Zu ei­ner Ab­rech­nung nach dem er­fass­ten Was­ser­ver­brauch wä­re die Klä­ge­rin nach § 556 Abs. 1 Satz 2 BGB nur ver­pflich­tet, wenn al­le Miet­woh­nun­gen mit ei­nem Was­ser­zäh­ler aus­ge­stat­tet wä­ren.
 
BGH, Ur­teil vom 12.03.2008 - VI­II ZR 188/07