FCM (Fondax)fordert ausstehende Zahlungen ein

FCM (Fondax)fordert ausstehende Zahlungen ein
04.09.2012532 Mal gelesen
Uns liegen mehrere Fälle vor, in denen die FCM Capital Management GmbH & Co. KG (ehemals FONDAX Capital-Mangement GmbH & Co. KG) ihre Anleger auffordert, vermeintlich rückständige Beiträge innerhalb einer kurzen Frist einzuzahlen.

In den uns vorliegenden Fällen hatten unsere Mandanten den Vertrag gekündigt und seit Jahren von der Fondax nichts mehr gehört. Wir halten diese Vorgehensweise für höchst fragwürdig.

In der Vergangenheit haben wir eine ganze Reihe von Urteilen gegen die Fondax erstritten. Hier war über die Risiken falsch aufgeklärt worden.

Das Anlageziel ist ausweislich des Verkaufsprospekts der Handel von Finanzinstrumenten und daneben Investitionen in Immobilien und Beteiligungen an anderen Unternehmen.

Die Einlage erfolgt zuzüglich 5% Agio. Die laufenden Kosten betragen pro Jahr 4,3%. Vom Platzierungsvolumen von € 20.000.000,00 entfallen € 5.640.000,00 auf Dienstleistungsgebühren, mithin 18,2% (Seite 21 des Prospekts). Bei einer Mindestlaufzeit von 84 Monaten (Seite 8 des Prospekts) betragen die laufenden Kosten 30,1%, zuzüglich des Agio von 5% und der Dienstleistungsgebühren von 18,2%. Die gesamten Aufwendungen betragen damit 53,3%, mithin 7,61% pro Jahr der Mindestbeteiligungsdauer von 7 Jahren.

Von den Erträgen werden 80% an die Fondszeichner ausgeschüttet und 20% der Komplementärin zugerechnet. Das bedeutet, dass der Fonds erst bei einem erwirtschafteten Ertrag von mindestens 9,51% bezogen auf die Nominaleinlage auch einen Ertrag für die Fondsgesellschafter abwerfen kann.

Auf Seite 7 des Prospekts prognostizieren die Initiatoren nach der Anlaufphase einen langfristig durchschnittlichen Jahresgewinn von 8% bis 14% der Nominaleinlage. Derartige Renditen sind allenfalls bei höchst spekulativen Kapitalanlagen möglich, mit Sicherheit aber nicht bei Produkten, die als Beitrag zur Altersvorsorge geeignet sind. Nach unseren Erfahrungen mit den uns vorliegenden Fällen ist in keinem Einzelfall auf den hochspekulativen Charakter der Beteiligung hingewiesen worden und auch der Prospekt suggeriert ein hohes Maß an Sicherheit, welches es bei den angestrebten Renditen nicht geben kann. Gleichzeitig bestehen erheblich Risiken aus der echten wirtschaftlichen Beteiligung an der Kommanditgesellschaft.

"Jeder, der eine solche Aufforderung zur Nachzahlung erhält, sollte seinen Fall genau prüfen lassen" sagt Rechtsanwalt Manfred Resch von der Anlegerschutzkanzlei resch Rechtsanwälte.