Abmahnung redtube.com - Wie kommen U + C an die Adressen?

Abmahnung redtube.com - Wie kommen U + C an die Adressen?
11.12.20131611 Mal gelesen
Opfer sind völlig überrumpelt: Wie kommen U + C an meine Postadresse? Abmahnhilfe24.de: "Verschiedene Szenarien möglich!"

Weit über 10.000 User der Porno-Plattform redtube.com haben in diesen Tagen Post von den Abmahnanwälten U + C aus Regensburg erhalten. Die Angeschriebenen wundern sich nun: "Wie konnte die Kanzlei Urmann + Collegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH an meine Adresse herankommen?" abmahnhilfe24.de  versucht an dieser Stelle einmal, die verschiedenen im Internet kursierenden Meinungen zu einem einheitlichen Bild zusammen zu fassen. Wurden die IP Adressen von RedTube selbst herausgegeben oder wurden die Daten auf andere Weise erlangt?

Derzeit scheinen ausschließlich Kunden der Telekom betroffen zu sein. In diesem Zusammenhang wird berichtet, dass diverse Kunden jüngst von der Telekom angeschrieben worden sind. In den jeweiligen Anschreiben wies die Telekom ihre Kunden darauf hin, dass über den Anschluss „unerwünschte Zugriffe auf fremde Computer erfolgt sind“ bzw., dass sie Opfer eines Malware-Angriffs wurden. Mitunter fanden die Betroffenen Viren auf ihren Rechnern, so dass vermutet wird, dass ein Zusammenhang zwischen den Viren und den Abmahnungen bestehen könnte.  

Ferner wurde offenbar kurzfristig ein Homepageangebot mit einer Tippfehlerdomain  eingerichtet, das auf das eigentliche Portal  redtube.com weiterleitete. Über diese Möglichkeit mutmaßt z.b. der STERN. In diesem Zusammenhang wird vermutet, dass dem User eine Art "Begleiter" mit auf den Weg gegeben wurde, der dessen Bewegungen auf Redtube.com verfolgen und dokumentieren konnte. Die IP des Users und der dazu passende Zeitstempel wurde dem Kölner Landgericht im Rahmen eines Auskunftsersuchens und begleitet von diversen Gutachten über die Zuverlässigkeit der Software übermittelt. Die Richter gaben diesem Auskunftsersuchen statt - offensichtlich im Bewusstsein, die Software würde erfolgte Downloads protokollieren und kein Streaming. Diesen Eindruck soll der vorliegende Schriftverkehr aber auch intensiv gefördert haben. Folge war, dass die Kölner Richter dem Auskunftsersuchen entsprachen und den vorgelegten IPs die Postadressen zuordneten. Damit konnten U + C die Streamer identifizieren und anschreiben.

Wie die Kanzlei Urmann + Collegen an die erforderlichen Daten gelangt sind, ist nach wie vor ungeklärt. Es fällt an dieser Stelle leicht zu sagen, dass das alles nicht mit rechten Mitteln abgelaufen ist.  Aber: Das hilft den Betroffenen nicht weiter. Vielfach wurden sie durch die Anschreiben in peinliche Situationen gebracht. Einige werden die vergleichsweise geringe Summe vor diesem Hintergrund einfach zahlen. Ebenfalls nicht empfehlenswert ist es, gar nicht auf die Abmahnung zu reagieren. Rechtsanwalt Lüdecke von www.abmahnhilfe24.de: "Wenn eine Abmahnung ignoriert wird, kann die abmahnende Kanzlei nach Ablauf der gesetzten Frist ein einstweiliges Verfügungsverfahren bei Gericht einleiten. In der Regel wird der beantragte Beschluss ohne die vorherige Anhörung des Antragsgegners durch das Gericht erlassen. Es besteht dann nur noch die Möglichkeit, sich im Rahmen des gerichtlichen Verfahrens zu verteidigen."

Rechtsanwalt Lüdecke rät, der Abmahnung durch ein rechtlich fundiertes anwaltliches Abwehrschreiben zu begegnen. Und weiter: "Die Rechtslage zum Streaming ist bisweilen ungeklärt und umstritten." Knackpunkt ist also noch immer die Frage: Gibt es für die ausgesprochenen Abmahnungen eine rechtliche Grundlage? Lüdecke: "Nach unserer Auffassung ist das lediglich kurzfristige Zwischenspeichern, was beim Streaming der Fall ist, vom Urhebergesetz nicht verboten

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