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Bundesverfassungsgericht
Beschl. v. 19.09.2022, Az.: 1 BvQ 45/22

Rechtsschutzbedürfnis für eine gerichtliche Festsetzung des Gegenstandswerts

Bibliographie

Gericht
BVerfG
Datum
19.09.2022
Aktenzeichen
1 BvQ 45/22
Entscheidungsform
Beschluss
Referenz
WKRS 2022, 41851
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
ECLI:DE:BVerfG:2022:qk20220919.1bvq004522

Tenor:

Der Antrag auf Gegenstandswertfestsetzung wird verworfen.

[Gründe]

1

Der Antrag auf Gegenstandswertfestsetzung wird verworfen, weil für eine gerichtliche Festsetzung des Gegenstandswertes kein Rechtsschutzbedürfnis besteht.

2

Gemäß § 37 Abs. 2 Satz 2 RVG beträgt der Mindestgegenstandswert im eigenständigen Verfahren der einstweiligen Anordnung (vgl. BVerfGE 89, 91 [BVerfG 06.07.1993 - 1 BvR 1174/90] <94>) 5.000 Euro. Ein höherer Gegenstandswert kommt in Fällen, in denen ein Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung abgelehnt oder zurückgenommen worden ist, regelmäßig nicht in Betracht (vgl. zur insoweit vergleichbaren Rechtslage bei einer Verfassungsbeschwerde BVerfGE 79, 365 [BVerfG 28.02.1989 - 1 BvR 1291/85] <369>). Umstände, die hier ausnahmsweise einen höheren Gegenstandswert rechtfertigen könnten, sind nicht ersichtlich. Ist deshalb vom Mindestgegenstandswert auszugehen, so besteht für die gerichtliche Festsetzung des Gegenstandswertes kein Rechtsschutzbedürfnis (vgl. BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 8. Februar 2021 - 1 BvQ 135/20 -; Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom 9. September 2021 - 2 BvR 1427/21 -; Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 29. Oktober 2021 - 1 BvQ 147/20 -).

3

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.