Wirtschaftskriminalität: Denkmodell Wirtschaftsmeditation – Prävention, Opferschutz und Resozialisierung

Wirtschaftskriminalität: Denkmodell Wirtschaftsmeditation – Prävention, Opferschutz und Resozialisierung
13.01.2015556 Mal gelesen
Diskussionsbeitrag über das sozialschädliche Verhalten, Identifikation und die Frage nach der Rehabilitation, Opferschutz und Prävention bei Wirtschaftskriminalität.

Urzeitiger: Überlebenstrieb zum wirtschaftlichen Erfolg  „Survival of the fittest“ – der Stärkere überlebt als Motivation? - Seminarbeitrag Peter Restle FX-Beraternetzwerk und Arbeitskreis Kreditgewährung Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte mbB

Die Beobachtungen bestätigen, dass Wirtschaftskriminalität massiv zu Lasten von Verbraucher und Anleger geht. Warum ist das so? Die Wirtschaftskriminalität ist kein neues Phänomen, sondern passte sich in der Vergangenheit wie auch in neuen Zeiten den Moden perfekt an. Der Arbeitskreis Kreditgewährung, ein praxisorientierter Zusammenschluss mit Juristen, Fachanwälten, Strafrechtlern, Finanzexperten, Bankkaufleuten und Netzwerkern,  führt regelmäßig Inhouse-Veranstaltungen in den Berliner Räumlichkeiten Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte mbB durch. Schwerpunkt dieser Diskussionsrunde beinhaltet das sozialschädliche Verhalten zu identifizieren und die Frage nach der Rehabilitation, Opferschutz und Prävention bei Wirtschaftskriminalität. Vortragender war Peter Restle, der mit dem bundesweit agierenden FX Beraternetzwerk Dritten in Fragen von Krediten zur Seite steht.

Motivation der Täter – Entstehung von Wirtschaftskriminalität

Strafrechtler Dr. Kraatz, Rechtsanwalt bei Dr. Schulte und Partner mbB gibt zu bedenken, dass die Wirtschaftskriminalität von zahlreichen Motiven der Täter genährt wird. Die Bandbreite reicht von Minderwertigkeitskomplexen bis hin zu einem schlechten sozialen Umfeld. Das größte Problem besteht aber darin, dass der Täter zu seinen Opfern oftmals keine persönliche und emotionale Bindung aufgebaut hat und damit für den Täter es kein Opfer gibt. Peter Restle, unabhängiger Finanzberater vom FX-Beraternetzwerk aus Pfullingen und Reutlingen, Baden-Württemberg, stellt die Frage nach der Bekämpfung zur Verhinderung. „Die ganzheitliche Betrachtungsweise ist hierbei gefragt. Analysiert werden sollte die Straftat selbst bis hin zur Entstehung. Das Hineinversetzen in den Täter ist hierbei genauso gefragt, wie ob es sich um eine interne oder externe Problemstellung handelt. Darunter fallen Drogenprobleme, die neuen Designerdrogen wirken sich fatal in allen Gesellschaftsschichten aus, Geldsorgen, Anerkennung, Leistungsdruck, Erfolgsmacht. Weiterhin sollte ganzheitlich das Umfeld des Täters mit einbezogen und analysiert werden“, so Strafrechtler Dr. Erik Kraatz.

Prävention und Opferhilfe?

Die Ökonomie setzt vor allem auf eine bestmögliche Erfüllung des Eigennutzes, hieraus ergeben ständige Konflikte. Zur Prävention sollte erreicht werden, dass nicht nur Ergebnisse zählen, Unternehmer und Mitarbeiter über Leichen gehen sollen, sondern ethisch-moralisch gegenüber allen Beteiligten und Mitstreitern gehandelt wird, dann kann sozialschädliches Verhalten identifiziert und den Opfern effektiv geholfen werden. FX-Beraternetzwerk Gründer Peter Restle zusammenfassend: „Es gilt die Erfahrungen und die kriminelle Vergangenheit der Täter bspw. aus deren Betrugsfirmen, Firmeninsolvenzen und Steuervergehen zu nutzen, um mittels dieser den Opfern zu helfen. Das Opfer wird dabei selbstverständlich nicht vernachlässigt. Es wird ihm durch die Mobilisierung des Täters sogar effektiver geholfen als wenn man den Täter aus den Augen verliert und dem Opfer finanziell nicht geholfen ist. Gerade bei Wirtschaftsstraftaten ist es oft problematisch, dem Opfer effektiv zu helfen, denn mit Nächstenliebe alleine wird das finanzielle Loch, das der Täter beim Opfer verursacht hat, nicht gestopft. Durch täterspezifische Ausrichtung des Opferschutzes kann ein solches Unterfangen leichter funktionieren. Und letztendlich ist der Täter Helfer und Geholfenem zugleich.“

Versagen des Staates hinsichtlich der positiven Spezialprävention und Resozialisierung

Rechtsanwalt Dr. Thomas Schulte weist darauf hin, dass wichtige Denkmodelle wie zum Beispiel die der Wirtschaftsmeditation und des Vergleiches für nachhaltigen Opferschutz realisiert werden sollten. Erfahrungen bestätigen, dass die Wirtschaftsmeditation hierbei große Erfolge aufweist. „Der Gedanke der positiven Spezialprävention, also dem Täter erziehend gegenüber zu treten, ist in der Theorie ein genialer Gedanke. Allerdings bleibt diese Genialität des Gedanken zumeist in der Theorie, denn praktisch ist es eine schwierige Angelegenheit, die aufgrund der Hohen Zahl der Wiederholungstäter zumeist versagt. Der Begriff der Resozialisierung ist allerdings außerordentlich unscharf und mehrdeutig und verliert dadurch an Wirkung. Hierin hat der Staat nicht hinreichend genug geklärt, wie der Täter effektiv resozialisiert wird. Beispielsweise ist die Arbeitslosigkeit in vielen Gefängnissen extrem hoch. Und dieses traurige Phänomen liegt nicht einmal an den Insassen, denn die sind vom Gefängnis verpflichtet, einer Tätigkeit während des Vollzugs nachzugehen. Doch wenn nicht genug Arbeitsplätze vorhanden sind und diese übrigen dann zumeist auf unterstem Niveau stattfinden, nimmt man einem Täter jegliche Resozialisierungsmöglichkeiten“, sind sich die Arbeitsgemeinschaft Kreditgewährung, Juristen und FX-Beraternetzwerk Finanzexperten einig.

Fazit: Wirtschaftsmeditation als strukturiertes Verfahren zur konstruktiven Beilegung des Konfliktes  - Prävention Opferschutz und Resozialisierung der Täter

Inmitten dieser komplexen Strukturen der Wirtschaftskriminalität und des Opferschutzes muss es eine Brücke zwischen beiden geben, die auf eine interessengerechte Vermittlung mit Menschlichkeit, Ethik und Moral abzielt. Peter Restle, unabhängiger Finanzberater zur Dramatik der Wirtschaftskriminalität: „Denn die meisten Täter sind zugleich auch Opfer eines knallharten, kapitalistischen Systems, welches einzig und allein darauf abgerichtet ist, das Geld anderer Marktteilnehmer entreißen zu müssen, um das eigene Überleben zu sichern. Wünschenswert ist, dass Wirtschaftskritiker und Unternehmergemeinschaften weitere Veranstaltungen zum Thema realisieren und dadurch die erforderliche Sensibilisierung umgesetzt werden kann.“

In einer nächsten Veröffentlichung soll noch einmal gesondert - unter anderen auf die destruktive und zerstörerische Dynamik unseres westlichen, verzinsten  Schuldgeldsystems sowie dem Tabuthema Giralgeldschöpfung – eingegangen werden.

 

V.i.S.d.P.:

Dr. Thomas Schulte
Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte mbB
vertreten durch die Partner
Dr. Thomas Schulte, Dr. Sven Tintemann, Kim Oliver Klevenhagen

Malteserstraße 170/172
12277 Berlin

Sofortkontakt unter 030 – 22 19 22 010 und [email protected]