Centrosolar Group AG: Desaströse Geschäftszahlen 2012 - Verlust der Hälfte des Grundkapitals - Anleger sollten prüfen, Anleihe sofort zu kündigen.

Centrosolar Group AG: Desaströse Geschäftszahlen 2012 - Verlust der Hälfte des Grundkapitals - Anleger sollten prüfen, Anleihe sofort zu kündigen.
26.03.2013417 Mal gelesen
Centrosolar Group AG meldet desaströse Geschäftszahlen und den Verlust der Hälfte des Grundkapitals. Eine finanzielle Gesundung scheint aussichtlos. Anleihegläubiger sollten prüfen, die Anleihen zu kündigen, so Rechtsanwalt Dr. Liebscher von der bundesweit tätigen Anwaltskanzlei Dr. Späth & Partner.

In einer Ad-hoc-Meldung vom 25.03.2013 teilt die Centrosolar Group AG folgendes mit: Der Umsatz der gesamten CENTROSOLAR-Gruppe mit 227 Mio. EUR ist um rund 22 % hinter dem Vorjahreswert von 293 Mio. EUR zurückgeblieben. 

Die Veräußerung des Geschäftsbereichs Solarglas (Umsatzanteil 38,5 Mio. EUR) wird angestrebt.  Der auf den fortgeführten Geschäftsbereich entfallende Umsatz lag mit 188,9 Mio. EUR um 19,5 % hinter dem Vorjahreswert der betreffenden Einheiten (234,7 Mio. EUR). Der überwiegend preisbedingte Umsatzrückgang führte hier zu einer Reduzierung des Rohertrags, der maßgeblich für den Rückgang im operativen Ergebnis EBITDA von -10,4 Mio. EUR im Vorjahr auf -16,4 Mio. EUR in 2012 verantwortlich ist. Das Nettoergebnis lag mit -73,6 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahreswert von -16,8 Mio. EUR.

 Zum Stichtag standen dem Unternehmen liquide Mittel in Höhe von 18,3 Mio. EUR (Vorjahr 25,9 Mio. EUR) zur Verfügung. Das Konzerneigenkapital ist von 79,2 Mio. EUR auf 6,1 Mio. EUR gesunken.

Diese desaströsen Zahlen wirken sich auf das Grundkapital massiv aus. Die CENTROSOLAR Group AG gibt daher eine Verlustanzeige gem. § 92 Abs. 1 AktG bekannt und ruft die Hauptversammlung ein. Ferner soll eine entsprechende Gläubigerversammlung der im BondM notierten Anleihe ebenfalls in Kürze einberufen werden. Die Veröffentlichung des Geschäftsberichts wird weiter hinausgezögert.

Vor diesem Hintergrund sollten Anleihegläubiger dringend überlegen, ob sie ihre Anleihen nicht sofort aus besonderem Grund kündigen. Auf diesem Wege kann versucht werden, noch vor einer Insolvenz der Centrosolar den Anleihebetrag voll  zurückzuerhalten. Ein schlichtes passives Zuwarten ist den Anleihegläubigern nicht zu empfehlen. Schnelles Handeln ist gefragt, um selbst die Situation in die Hand zunehmen und um zu versuchen zu retten, was noch zu retten ist. Andernfalls droht ein Totalverlust mit der Centrosolar-Anleihe.

Es steht zwar zu erwarten, so Rechtsanwalt Dr. Liebscher, dass die Centrosolar die Kündigung zurückweist, aber dann ist zumindest der Klageweg eröffnet. Denn es gibt bereits Gerichtsurteile, die in einem vergleichbaren Fall (Deikon) die vorzeitige Anleihen-Kündigung durch Anleger als rechtmäßig erachtet haben. Folge ist, dass Anleihegläubiger noch vor einem Insolvenzverfahren den vollen Nominalbetrag der Anleihe von der Anleiheschuldnerin, hier also der Centrosolar, zurück verlangen können. Angesichts des von der Centrosolar selbst mitgeteilten Restrukturierungsbedarfs und der Finanzproblem des Unternehmens scheint  dieser Rettungsausgang für Anleihegläubiger unbedingt empfehlenswert. Anleiheanleger sollten nicht passiv auf eine Insolvenz oder Beschneidung ihrer Forderungen warten, sondern versuchen, aus der Anleihe rauszukommen. Wir haben für unsere Mandanten bereits Anleihen gekündigt und sind auch beauftragt, die Kündigung im Klagewege durchzusetzen, so Rechtsanwalt Dr. Liebscher weiter. Dies wird in den kommenden Tagen erfolgen. Andere Anleger sind also aufgerufen, sich diesem Vorgehen anzuschließen und ihre Ansprüche zu wahren.  

Anleihegläubiger können sich gerne an uns wenden: Die Kanzlei Dr. Späth & Partner ist bereits seit über 10 Jahren erfolgreich im Bank- und Kapitalmarktrecht tätig und insbesondere mit Schuldverschreibungen, wie im Fall Centrosolar vertraut (z.B. Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West, DM Beteiligungen AG, First Real Estate, Global Swiss Capital AG, Solar Millenium, BKN biostrom, DEIKON GmbH). Vertreten wurden hierbei bislang weit über 1.000 Anleger, die Verluste mit Anleihen erlitten haben. Es konnten bereits zahlreiche Erfolge für Anleger erzielt werden.

Kontakt:

Rechtsanwalt Dr. Marc Liebscher

Dr. Späth & Partner Rechtsanwälte

Kurfürstendamm 102, 10711 Berlin

www.dr-spaeth.com; [email protected]

Tel.: 0049 / (0) 30 88 70 16 17, Fax: 0049 / (0) 30 88 72 94 61