Poker um den SEB Immoinvest

02.07.2012437 Mal gelesen
Die Santander Bank soll mit dem offenen Immobilienfonds SEB Immoinvest, dessen Anteilsausgabe und -rücknahme seit nunmehr zwei Jahren ausgesetzt ist, den Versuch, die Anleger am 07. Mai nun selbst über das Schicksal des Fonds entscheiden zu lassen, vorbereiten.

Geplant sei, den Fonds für zunächst einen Handelstag, den genannten 07. Mai, wiederzueröffnen. Sollte sich bis mittags dieses Tages herausstellen, dass alle Rückgabewünsche der Anleger erfüllt werden könnten, solle der Fonds endgültig wieder geöffnet werden und die Rückgabewünsche tatsächlich erfüllt werden. Andernfalls soll er liquidiert werden, in diesem Falle sollen auch die bis zum Mittag des 07. Mai eingegangenen Rückgabewünsche nicht erfüllt werden, um den Fonds nicht zusätzlich zu schwächen.

Der momentan verfügbare Betrag soll bei etwa 30 % des Fondsvolumens liegen.

Sollte der Fall eintreten, dass der Immoinvest tatsächlich wieder geöffnet wird, soll er an die Maßgaben des neuen Investmentgesetzes angepasst werden. Das hieße für die Anleger, dass sie ihre Anteile mindestens zwei Jahre halten müssten und in dieser Zeit maximal 30.000,00 Euro pro Halbjahr aus dem Fonds herausziehen dürften.

Das Fondsmanagement des SEB Immonvest soll für den Fall einer Wiedereröffnung zudem geplant haben, dass die verbleibenden Fondsinvestoren bei Anteilsrückgabe nur noch jeweils einmal im Jahr tatsächlich ausgezahlt werden sollen. Tag dieser Auszahlungen solle der letzte Handelstag des März sein.

Diese Regelung würde den immer angepriesen Vorteil der offenen Immobilienfonds, nämlich die ständige Verfügbarkeit des angelegten Kapitals, konterkarieren.

Es bleibt spannend, was mit dem Fonds passiert. Das größte Risiko für den Fonds ist die Flucht der Anleger. Aus Angst vor weiteren Verlusten könnte es passieren, dass viele Anleger ihr Geld wieder abziehen werden, sobald sie nun die Möglichkeit bekommen. Wenn das passiert, hat ein Fonds nach der Wiedereröffnung keine Erhaltungsmöglichkeiten mehr. Es ist deshalb schwer einzuschätzen, welche Entscheidung die Fondsgesellschaften treffen werden.

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München, Stuttgart, www.grprainer.com, raten Betroffenen in dieser Situation: Geschädigte Anleger sollten jetzt nicht tatenlos zusehen. Sinnvoll ist es, sich an einen Rechtsanwalt zu wenden, um etwaige Schadensersatzansprüche gegen die Bank, die den Fonds vermittelt hat, prüfen zu lassen.

Die Kanzlei GRP Rainer LLP bietet Ihnen eine objektive und qualifizierte Beratung an. Der Schadensersatzanspruch könnte sich aus einer falschen Beratung ergeben. Die beratenden Banken sind verpflichtet, die Anleger über die bestehenden Risiken, wie das Schließungs- oder Abwertungsrisiko, zu informieren. Daneben sollte der Berater den Kunden ihre Rückvergütungen sog. „Kick-backs", die sie durch die Fondsvermittlung erhielt, offenlegen. In diesen Fällen können Pflichtverletzungen bestehen, die zu einem Schadensersatzanspruch führen könnten.

Weitere Informationen unter: http://www.grprainer.com/SEB-Immoinvest.html.