DB ImmoFlex DWS geschlossen, Öffnung? Schadensersatzansprüche jetzt überprüfen lassen

DB ImmoFlex DWS geschlossen, Öffnung? Schadensersatzansprüche jetzt überprüfen lassen
21.10.2011422 Mal gelesen
Wie gehts weiter mit dem DWS db ImmoFlex? Wann öffnet er. Anleger sollten handeln, bevor die Abwicklung wie beim dem Premium Management droht.

Am 16. Mai 2011 setzte der DWS db ImmoFlex die Rücknahme der Anteilscheine aus, sodass Anleger seit diesem Zeitpunkt an den offenen Immobilien-Dachfonds gebunden sind. Auch der DWS db ImmoFlex litt zuletzt vor der Schließung unter den erheblichen Mittelabflüssen, die das Fondsvermögen des DWS db ImmoFlex von rund 800 Mio. € auf nur noch ca. 259 Mio. € schrumpfen ließen.

Zum Verhängnis wurde dem DWS db ImmoFlex auch, dass er in viele offene Immobilienfonds investiert hatte, die derzeit ebenfalls geschlossen sind oder sogar bereits abgewickelt werden müssen. Hierunter zählen vor allem der AXA Immoselect, der CS Euroreal und der SEB Immoinvest, an denen der DWS db ImmoFlex insgesamt 42 % hielt. Sogar mit einem Anteil von 23,5 % war der DWS db ImmoFlex an offenen Immobilienfonds beteiligt, die nun abgewickelt werden müssen, worunter der TMW Immobilien Weltfonds und der Morgan Stanley P2 Value zu fassen sind.

Die von Scope Analysis herausgebrachte Halbjahresstudie „Offene Immobilienfonds 2011“ kam zu dem Ergebnis, dass offene Immobilienfonds, die keine Anteile mehr zurücknehmen, Immobilien-Dachfonds in große Liquiditätsnot bringen können. Dies hat der DWS db ImmoFlex in der Vergangenheit selbst erfahren müssen. Scope stellte weiterhin fest, dass von 3,1 Mrd. € Fondsvermögen der Immobilien-Dachfonds derzeit knapp 60 % in offenen Immobilienfonds steck, bei anderen Dachfonds betragen die Anteile sogar noch mehr.

Vor allem aber wählen Dachfonds (z.B. DWS db ImmoFlex) besonders riskante Produkte aus, so Scope Analysis. Die Zielobjekte sind besonders renditestark, haben ein kleineres Volumen und die Dachfonds gehen beim Ankauf dieser Immobilien mehr Risiken ein. Hierbei investieren Dachfonds, wie der DWS db ImmoFlex, meist nur in sechs offene Immobilienfonds ein Vermögen von mehr als 15 %, wobei fünf dieser sechs Produkte bereits eingefroren oder aber schon abgewickelt werden.

Scope berichtet weiterhin, dass auch die Wertentwicklung der Dachfonds unter der Immobilienfonds-Krise leidet, da sämtliche Dachfonds, die von Scope untersucht wurden, auf Jahressicht im Minus liegen. Auch bei dem DWS db ImmoFlex ist diese Wertentwicklung zu beobachten, die per Ende August 2011 eine negative Entwicklung von -4,46 % bezogen auf die vergangenen 12 Monate aufwies. 

Anleger, die die Risiken bezüglich ihres Dachfonds wie z.B. dem DWS db ImmoFlex nicht weiter tragen wollen, sollten sich an einen im Kapitalanlagerecht tätigen Rechtsanwalt wenden, welcher überprüfen wird, ob dem Anleger gegenüber den Anlageberatern ein Schadensersatzanspruch zusteht. Im Falle des Bestehens solcher Ansprüche sind die Banken und Berater verpflichtet, die Anlage rückabzuwickeln.

Ein Schadensersatzanspruch der Anleger besteht, wenn diese beim Erwerb der Anlage an dem Dachfonds (DWS db ImmoFlex) falsch beraten wurden. Wurde ihnen die Anlage an einem Dachfonds wie dem DWS db ImmoFlex als besonders sicher angepriesen, da dieser aufgrund der breiten Streuung weniger Risiken unterliegen würde, so ist diese Aussage falsch, da auch Dachfonds aufgrund ihrer Investitionen riskante Produkte sind. So wie sich in letzter Zeit gezeigt hat, sind auch Immobilien-Dachfonds vor einer Schließung nicht sicher. Zu beachten ist hier weiterhin, dass die gesetzliche Maximalfrist für eine Schließung nicht wie bei normalen offenen Immobilienfonds auf 2 Jahre beschränkt ist, diese vielmehr den Anleger noch länger an den Fonds binden können.

Es wird derzeit schon der Premium Management Immobilien Anlagen Dachfonds, der von der Commerzbank vertrieben wurde, abgewickelt. Hier haben Anleger bereits Verluste erleiden müssen.

Ein Schadensersatzanspruch der Anleger lässt sich weiterhin auch damit begründen, dass die Banken und Berater dem Anleger Provisionen (Kick-Backs) verschwiegen haben, die sie für die Vermittlung der Anteile von den Fondsgesellschaften erhalten haben.

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