Online-Mobbing: Hass-Attacken im Internet – Die Westdeutsche Zeitung im Interview mit Rechtsanwalt Gulden, LL.M. (Medienrecht)

08.07.20091190 Mal gelesen

Cyber-Mobbing, Internet-Mobbing sind Begriffe der Neuzeit, hinter denen sich oftmals Straftatbestände verwirklichen. Es kommt immer wieder zu Beleidigungen, Verunglimpfungen und geschäftsschädigenden Äußerungen über das Medium Internet.

Die Betroffenen sind dabei nicht hilflos, wie viele Opfer zunächst meinen. Das Gesetz bietet einige Möglichkeiten, gegen die Täter vorzugehen. Zu diesem Thema folgend das Interview der Westdeutschen Zeitung mit dem Medienrechtler Rechtsanwalt K.Gulden, LL.M.(Medienrecht).

„Megan Meier war ein schüchternes Mädchen. Modelmaße hatte die amerikanische Schülerin nicht, dafür eine Zahnspange. Umso glücklicher war sie, als Josh in ihr Leben trat. Der attraktive Junge flirtete die 13-Jährige via Internet an, über ihre MySpace-Seite. Er machte Komplimente, war einfach nett – Megan verliebte sich in den 16-Jährigen, ohne ihn je getroffen zu haben. Als er sie plötzlich online verschmähte und beschimpfte, erhängte sich das Mädchen. Das war 2006. Jetzt ist Megans Tod ein Fall für die US-Justiz – denn Josh gab es gar nicht.

Hinter dem angeblichen Jugendlichen steckte LoriD. (49), die Mutter einer Ex-Schulfreundin. Sie wollte Megan mittels der erfundenen Online-Identität gezielt demütigen. Weil sie die 13-Jährige in den Tod getrieben haben soll, drohen D. bis zu 20Jahre Haft. Der nun in Kalifornien begonnene Prozess erregt weltweit Aufsehen – weil der Fall Megan ein Extrem eines Phänomens ist, dass auch hierzulande Alltag ist: „Cybermobbing“ oder „Online-Mobbing“. Gemeint ist, mithilfe von SMS, E-Mail oder Internet-Chat einen Menschen systematisch zu beleidigen und zu demütigen. „Diese Diffamierungen geschehen täglich tausendfach“, sagt Karsten Gulden, Anwalt und Mobbing-Experte.“

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