Muss ich mir das als Arzt gefallen lassen, dass meine Daten auf einem Bewertungsportal im Internet gespeichert werden?

Muss ich mir das als Arzt gefallen lassen, dass meine Daten auf einem Bewertungsportal im Internet gespeichert werden?
20.10.2014231 Mal gelesen
Grundsätzlich ja, das hat der Bundesgerichtshof vor Kurzem entschieden. Der BGH meint dazu, dass das Interesse der Öffentlichkeit an Informationen über ärztliche Leistungen vor dem Hintergrund der freien Arztwahl ganz erheblich ist.

Bewertungsportale könnten dazu beitragen, "einem Patienten die aus seiner Sicht erforderlichen Informationen zur Verfügung zu stellen.", Urteil vom 23. September 2014 - VI ZR 358/13.

Immerhin erklärt der BGH in seiner Pressemitteilung zu dem Urteil: "Abgegebene Bewertungen können – neben den Auswirkungen für den sozialen und beruflichen Geltungsanspruch des Arztes – die Arztwahl behandlungsbedürftiger Personen beeinflussen, so dass er im Falle negativer Bewertungen wirtschaftliche Nachteile zu gewärtigen hat. Auch besteht eine gewisse Gefahr des Missbrauchs des Portals."

Der bewertete Arzt ist aber nach Ansicht des BGHs Missbrauchsgefahren nicht schutzlos ausgeliefert. Denn er könne die Löschung unwahrer Tatsachenbehauptungen sowie beleidigender oder sonst unzulässiger Bewertungen verlangen.

Dazu könnte Sie die Pressemitteilung des BGH zu dem Urteil vom 23. September 2014 interessieren.

Weitere Informationen über Ihr Recht rund um Bewertungsportale finden Sie hier.

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