Wer mit Credion Bank International in Kontakt stand oder Geld investiert hat, sollte äußerst vorsichtig sein. Hinter den Domains credionbankinternational.com und app.credionbankinternational.com verbirgt sich nach Einschätzung der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) kein reguliertes Bankinstitut. Stattdessen besteht der dringende Verdacht eines Kapitalanlagebetrugs. Es ist daher entscheidend, die Hintergründe zu verstehen und schnell zu reagieren, um mögliche Verluste weitestgehend zu begrenzen. Wir sind auf Fälle wie diesen spezialisiert und helfen Opfern, ihr Geld zurückzuerlangen.
Warnung der Finanzaufsicht: Keine Zulassung vorhanden
Die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) weist ausdrücklich darauf hin, dass Credion Bank International über keine Genehmigung verfügt und auch nicht im offiziellen Register geführt wird. Daraus folgt, dass die angebotenen Finanzdienstleistungen ohne rechtliche Grundlage erfolgen. Solche Strukturen sind typisch für betrügerische Anlageangebote. Berichte von Betroffenen deuten zudem darauf hin, dass gezielt Vertrauen aufgebaut wird, um Einzahlungen zu erreichen. Vor diesem Hintergrund lässt sich eine seriöse Bewertung der Plattform weder rechtlich noch faktisch begründen.
Existiert das angebliche Bankhaus überhaupt?
Bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass die dargestellte Bank nicht real existiert. Die angegebene Adresse in Schaan entpuppt sich als gewöhnliches Gebäude (ein Mehrparteienhaus) ohne Bankbetrieb. Auch die Nutzung eines Postfachs für etwaigen Schriftverkehr verstärkt den Eindruck einer bewusst konstruierten Täuschung. Zusätzlich wird ein LEI-Code verwendet, der tatsächlich einer anderen, sehr angesehenen Bank zugeordnet ist. Solche Identitäts- und Firmendatenübernahmen sind ein häufiges Merkmal betrügerischer Systeme. Insgesamt entsteht der Eindruck einer professionell inszenierten Fassade ohne tatsächliche Geschäftstätigkeit.
Typisches Muster: Keine Auszahlungen, nur Verluste
Ein wiederkehrendes Problem zeigt sich bei Auszahlungsversuchen. Diese werden entweder abgelehnt oder an neue Bedingungen geknüpft. Betroffene sollen angebliche Gebühren, Steuern oder Provisionen zahlen, die in Wahrheit nur dazu dienen, weitere Gelder zu erhalten. Besonders kritisch ist das sogenannte Recovery-Scam-Modell: Bereits finanziell Geschädigte werden erneut kontaktiert und zur Zahlung einer weiteren Gebühr aufgefordert, angeblich um verlorene Beträge zurückzuerhalten. Auch hier, im Rahmen dieses Follow-Up-Scams, erfolgt anschließend keine Auszahlung. Dieses Vorgehen erfüllt regelmäßig strafrechtliche Tatbestände wie Betrug und Kapitalanlagebetrug.
Rolle von Bankkonten im Betrugssystem
Damit Geldflüsse überhaupt möglich sind, greifen die Täter auf reale Konten zurück. Diese laufen häufig auf Namen Dritter oder Unternehmen, die nach außen legitim erscheinen. Genau an diesem Punkt setzen rechtliche Schritte an: Durch die Identifizierung dieser Kontoinhaber können Ansprüche geltend gemacht werden. Ohne solche Konten wäre das System nicht funktionsfähig. Gleichzeitig steht häufig auch der Verdacht der Geldwäsche im Raum.
Wer zur Verantwortung gezogen werden kann
Die Spur des überwiesenen Geldes führt regelmäßig zu den Kontoinhabern. Diese können zivilrechtlich auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden, etwa auf Grundlage ungerechtfertigter Bereicherung oder in Verbindung mit strafbaren Handlungen. In vielen Fällen handelt es sich um wirtschaftlich tätige Strukturen, wodurch reale Chancen bestehen, Verluste zumindest teilweise zurückzuerlangen. Entscheidend ist dabei ein zügiges und systematisches Vorgehen.
Verhaltensempfehlungen für Betroffene
- Keine weiteren Zahlungen veranlassen, Ihre Verluste werden nur weiter maximiert
- Sämtliche Belege zu Überweisungen und anderen Finanztransaktionen sichern
- Kommunikationen (E-Mail-Absender, Rufnummern…) vollständig dokumentieren
- Weitere Angebote zur Rückholung gegen Gebühr seitens der Fake-Bank ablehnen
- Rechtlichen Rat bei einem auf Anlagebetrug spezialisierten Juristen einholen
Seriosität der Plattform? Nicht vorhanden!
Die Kombination aus fehlender Regulierung, behördlicher Warnung und den geschilderten Erfahrungen spricht klar gegen die Vertrauenswürdigkeit von Credion Bank International. Hinweise auf Täuschung und falsche Angaben verdichten das Bild eines betrügerischen Konstrukts. Aussagen, die Seriosität nahelegen, sollten daher kritisch geprüft werden.
Nächste Schritte für Betrogene – jetzt Geld retten
RESCH Rechtsanwälte ist auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisiert und verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit Anlagebetrugsschemata und Geldwäschedelikten. Ziel ist es, Zahlungsströme nachzuverfolgen und Verantwortliche zu identifizieren.
Wenn Sie betroffen sind und Ihr Geld zurückfordern möchten, empfiehlt sich eine rechtliche Prüfung Ihres Falls. Kontaktmöglichkeiten bestehen telefonisch unter +49 30 / 88 59 77 0 oder über das Kontaktformular der Kanzlei-Website. Eine individuelle Einschätzung zeigt auf, welche Maßnahmen sinnvoll sind. Wir vertreten Geschädigte im In- und Ausland.
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