Imperium Investments: So holen Betroffene ihr Geld zurück

21.04.2026 24 Mal gelesen
Warnung vor imperiuminvestments(.)net: AFM stuft Angebot als Betrug ein. Täuschung und Druck zur Geldabschöpfung. Wir helfen Betrogenen, Geld zu retten.

Wer via imperiuminvestments(.)net oder platform.imperiuminvestments(.)net investiert hat, ist mitunter auf ein betrügerisches Trading-Konstrukt gestoßen. Die niederländische Aufsicht AFM warnt ausdrücklich vor Imperium Investments und ordnet das Angebot als klassischen „Boiler Room“ ein – ein System, das auf Täuschung, Druck und gezielte Abschöpfung von Anlegergeldern setzt. Wichtig: Die Gelder sind nicht „einfach weg“, sondern wurden planvoll weitergeleitet. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie vorgehen können, um Rückforderungen durchzusetzen.

Existiert Imperium Investments tatsächlich?

Der Auftritt wirkt professionell, doch die Substanz fehlt. Zwar gibt es die angegebene Adresse in der Strawinskylaan 4117 in Amsterdam, vor Ort lässt sich jedoch kein Bezug zu den Betreibern feststellen. Gleichzeitig wird Vertrauen konstruiert, indem die Firmennummer 11999667 einer realen Gesellschaft aus dem Vereinigten Königreich (Imperium Finance LTD) übernommen wird – ohne jede echte Verbindung. Auch die behauptete Aufsicht durch FINTRAC in Kanada passt nicht zu einem angeblich niederländischen Anbieter. Die präsentierten Personen, etwa „Jan de Vries“ oder „Maria Papadopoulos“, sind nicht nachweisbar. All das dient einem Zweck: Glaubwürdigkeit erzeugen, um Einzahlungen auszulösen. Berichte Geschädigter zeigen dabei ein wiederkehrendes Muster.

Einordnung durch die AFM: Warnung vor Anlagebetrug

Die niederländische Finanzaufsicht hat eine klare Position bezogen und Imperium Investments als „Boiler Room“ eingestuft. Hinter diesem Begriff verbirgt sich organisierter Anlagebetrug. Typisch ist, dass Finanzdienstleistungen ohne erforderliche Erlaubnis angeboten werden – ein Vorgehen, das regelmäßig gegen § 32 KWG verstößt. Die Erfahrungen vieler Anleger decken sich mit diesem Schema, und auch externe Bewertungen solcher Plattformen fallen eindeutig negativ aus.

Warum Auszahlungen ausbleiben

Charakteristisch für solche Konstrukte ist, dass angezeigte Gewinne nicht ausgezahlt werden. Stattdessen werden immer neue Hürden aufgebaut: angebliche Steuern, Gebühren oder „Sicherheitsleistungen“. Jede dieser Forderungen zielt darauf ab, weitere Zahlungen zu erzwingen. Im Kern handelt es sich um eine bewusst falsche Darstellung der tatsächlichen Verhältnisse, mit der Absicht, Vermögen zu entziehen – genau das zeigt sich auch hier.

Die Rolle von Bankkonten und Geldflüssen

Damit das System funktioniert, werden reale Konten eingesetzt, häufig über Strohleute oder Geldwäschestrukturen. Ohne diese Infrastruktur könnten die Transaktionen nicht abgewickelt werden. Hier setzt die rechtliche Aufarbeitung an: Kontoinhaber werden identifiziert und Zahlungswege nachvollzogen. Darauf aufbauend lassen sich Ansprüche etwa aus § 812 BGB sowie § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 263 StGB geltend machen. Zudem kann der Verdacht der Geldwäsche nach § 261 StGB im Raum stehen.

Hintermänner und Organisation

Es handelt sich nicht um Einzeltäter, sondern um arbeitsteilig organisierte Netzwerke. Callcenter, technische Plattformen und Zahlungsstrukturen greifen ineinander. Verwendete Kontaktdaten wie die Telefonnummern +32 2 586 71 77 und +31 20 808 6444 oder die Adresse support@imperiuminvestments.net sind Teil dieser Täuschungsarchitektur. Die Domain imperiuminvestments.net wurde am 11.03.2026 bei der Nicenic International Group Co., LTD registriert – kurzfristige Registrierungen dieser Art sind bei betrügerischen Angeboten häufig zu beobachten.

Welche Ansprüche bestehen?

Betroffene können sowohl strafrechtliche Schritte wegen Betrugs (§ 263 StGB) anstoßen als auch zivilrechtlich vorgehen. Ziel ist neben der Aufklärung vor allem die Rückführung der Gelder. Zu beachten ist: Wer selbst Zahlungen aus solchen Strukturen erhalten hat, kann unter Umständen in den Fokus von Geldwäschevorwürfen geraten. Eine rechtliche Prüfung ist daher dringend zu empfehlen.

Was jetzt zu tun ist

Keine weiteren Überweisungen vornehmen. Sämtliche Unterlagen sichern, insbesondere Kommunikation und Zahlungsnachweise. Angebote vermeintlicher „Recovery-Dienste“ kritisch betrachten und nicht vorschnell akzeptieren. Strafanzeige erstatten und frühzeitig spezialisierten Rechtsrat im Bank- und Kapitalmarktrecht einholen.

Zusammenfassung

Die Gesamtschau der Indizien weist klar auf ein organisiertes Betrugssystem hin, was durch die Bewertung der AFM zusätzlich untermauert wird. Entscheidend ist zügiges Handeln, um Zahlungsströme nachzuverfolgen und Ansprüche konsequent durchzusetzen.

RESCH Rechtsanwälte ist auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisiert und verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit Anlagebetrug und Geldwäsche. Betroffene sollten nicht abwarten, sondern ihren Fall prüfen lassen und aktiv Schritte zur Rückholung der Gelder einleiten.

 

Resch Rechtsanwälte - Erfahrung im Anlegerschutz seit 1986

Resch Rechtsanwälte GmbH

Kurfürstendamm 129 e

10711 Berlin

Telefon: +49 30 8859770

mail@resch-rechtsanwaelte.de

zum Kontaktformular