Fake-Trustis AG: Unseriöse Trades – Anlagebetrug dechiffriert!

14.04.2026 65 Aufrufe
Fake-Trustis AG: FINMA warnt vor Trading-Betrug. Achtung, Keine Verbindung zur echten Trustis AG. Hinweise und Hilfe zur Geldrückholung.

Wer über trustis-ag.com, trustisag.com oder web.trustisag.com investiert hat, ist sehr wahrscheinlich auf einen gezielten Trading-Betrug gestoßen. Die Schweizer Aufsicht FINMA warnt ausdrücklich und betont, dass keine Verbindung zur legitimen, schweizerischen Trustis AG in Zug besteht. Hier erfahren Sie, wie das System funktioniert und welche Schritte zur Rückholung Ihrer Gelder möglich sind.

Existiert das Unternehmen hinter trustis-ag.com überhaupt?

Kurz gesagt: nein. Hinter trustis-ag.com verbirgt sich ein künstlich aufgebautes Konstrukt. Der Name einer realen Firma aus der Schweiz (Baarerstrasse 12, 6300 Zug) wird missbraucht, um Glaubwürdigkeit zu simulieren. Laut FINMA gibt es keinerlei Zusammenhang zwischen der echten Trustis AG (CHE-470.062.988) und den Internetadressen trustisag.com bzw. trustis-ag.com. Die betrügerische Umgebung wurde erst kürzlich, vor ein paar Monaten, über diverse Registrare eingerichtet. Obwohl die Oberfläche professionell wirkt, sind angezeigte Handelserfolge erfunden – eine digitale Bühne, die Vertrauen erzeugen soll.

Typische Erfahrungen: systematischer Druck und Schein-Gewinne

Viele Betroffene berichten von einem ähnlichen Ablauf. Nach der Anmeldung melden sich vermeintliche Broker telefonisch – oft von wechselnden Nummern wie +49 157 78479995 oder +41 27 508 76 63. Parallel dazu gehen E-Mails etwa von support@trustisag.com oder buchhaltung@trustisag.cc ein. Ziel ist es, durch häufige Kontakte Druck aufzubauen und hohe Renditen in Aussicht zu stellen. Tatsächlich existieren diese Gewinne nicht; die Kommunikation dient ausschließlich dazu, weitere Einzahlungen zu veranlassen.

Bewertungen: Auszahlungen bleiben aus

In Berichten zeigt sich ein einheitliches Bild: Gelder werden nicht ausgezahlt. Stattdessen erfinden die Betreiber immer neue Vorwände – etwa angebliche Steuern, Gebühren oder Sicherheitsleistungen. Solange noch Geld fließt, wird das Spiel fortgesetzt. Bleiben weitere Überweisungen aus, endet der Kontakt abrupt.

Warum Bankkonten eine Schlüsselrolle spielen

Um Einzahlungen zu vereinnahmen, nutzen die Täter reale Konten, häufig auf Namen von sogenannten Finanzagenten. Genau hier setzen rechtliche Schritte an: Über diese Konten lassen sich Zahlungsströme nachverfolgen. Kontoinhaber können unter Umständen für Schäden haften. Ziel ist es, diese Strukturen offenzulegen und Ansprüche durchzusetzen.

Wer steckt dahinter?

Die Hintermänner agieren arbeitsteilig: Callcenter, technische Betreiber und Zahlungsnetzwerke greifen ineinander. Die Nutzung ständig wechselnder Rufnummern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz deutet auf eine internationale Organisation hin. Solche Gefüge können rechtlich als kriminelle Vereinigung im Sinne von § 129 StGB bewertet werden.

Rechtliche Einordnung

Wer bewusst falsche Tatsachen vorspiegelt, um Vermögen zu erlangen, erfüllt den Tatbestand des Betrugs (§ 263 StGB); im Kapitalanlagebereich kommt § 264a StGB hinzu. Häufig liegt zudem ein Verstoß gegen § 32 KWG vor, da unerlaubte Finanzdienstleistungen angeboten werden. Die Verschleierung der Geldflüsse erfüllt regelmäßig Kriterien der Geldwäsche (§ 261 StGB).

Zivilrechtlich kommen Schadensersatzansprüche in Betracht, insbesondere aus § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB sowie aus § 812 BGB. Diese können sich nicht nur gegen die unmittelbaren Täter richten, sondern auch gegen eingebundene Kontoinhaber.

Vorsicht bei angeblichen Rückzahlungen

Gelegentlich werden kleine Beträge erstattet, um Vertrauen zu erzeugen. Das kann als Köder dienen. Wer Gelder aus solchen Quellen annimmt, kann sich – je nach Umständen – selbst Risiken im Zusammenhang mit Geldwäsche (§ 261 StGB) aussetzen.

Was Betroffene jetzt tun sollten

  • Keine weiteren Überweisungen tätigen 
  • Sämtliche E-Mails, Chatverläufe und Zahlungsbelege sichern 
  • Unverzüglich Bank bzw. Zahlungsdienstleister informieren 
  • Strafanzeige erstatten 
  • Einen auf Anlagebetrug spezialisierten Anwalt einschalten 

Wie Sie Ihr Geld zurückerlangen können

RESCH Rechtsanwälte ist auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisiert und verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit Anlagebetrug und Geldwäsche. Die Vorgehensweise umfasst die Nachverfolgung von Zahlungswegen, die Identifizierung beteiligter Kontoinhaber und die Durchsetzung von Ansprüchen.

Wenn Sie betroffen sind und Ihr investiertes Kapital zurückverlangen möchten, ist juristische Unterstützung der nächste sinnvolle Schritt. Kontaktmöglichkeiten: +49 30 / 88 59 77 0 oder über das Formular auf der Website. Eine Prüfung Ihres Falls zeigt, welche Maßnahmen jetzt greifen.

 

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