Alvexo AI: Krypto-Betrug erkennen und Ansprüche prüfen

Kapitalanlagerecht
02.04.2026 187 Aufrufe
Alvexo AI steht unter Betrugsverdacht. Betroffene sollten keine Zahlungen mehr leisten, Beweise sichern, Anzeige erstatten und Ansprüche prüfen.

Wer über alvexo(.)io oder alvexo-beratung(.)com in vermeintliches Krypto-Trading investiert hat, ist sehr wahrscheinlich auf eine Täuschung hereingefallen. Hinter dem Angebot steckt kein seriöser Broker, sondern ein gezielt aufgebautes Szenario, das Professionalität vortäuscht und zu Einzahlungen verleiten soll. Im Folgenden wird erläutert, wie das System funktioniert und welche Schritte helfen können, Verluste zurückzuholen.

 

Existiert Alvexo als echte Handelsplattform?

Der Eindruck einer legitimen Trading-Umgebung entsteht hier bewusst. Tatsächlich handelt es sich bei „Alvexo“ bzw. „Alvexo AI“ um eine konstruierte Fassade. Die beteiligten Personen treten unter erfundenen Namen wie Kristoff Hartmann oder Richard Larsen auf und geben sich als Finanzexperten aus. In Wahrheit wird eine Identität missbräuchlich genutzt, die mit der in Zypern registrierten VPR SAFE FINANCIAL GROUP LIMITED verknüpft ist. Auch die angezeigten Gewinne auf den Benutzeroberflächen sind nicht real, sondern Teil einer Inszenierung, die Vertrauen erzeugen soll.

 

Erfahrungsberichte: Druck durch angebliche Berater

Betroffene schildern übereinstimmend, dass sie telefonisch kontaktiert und zu weiteren Einzahlungen gedrängt wurden. Die Kommunikation läuft unter anderem über kundenservice@alvexo-beratung.com sowie über die Rufnummern +41 32 711 5294 und +41 61 300 18 55. Dabei bauen die Ansprechpartner gezielt Druck auf und stellen hohe Renditen im Krypto-Handel in Aussicht. Diese Muster deuten darauf hin, dass es nicht um echte Investments geht, sondern um ein systematisches Täuschungskonzept.

 

Auszahlungen werden blockiert

Sobald Anleger ihr Guthaben auszahlen lassen möchten, ändern sich plötzlich die Spielregeln. Es werden angebliche Steuern, Gebühren oder zusätzliche Einzahlungen verlangt. Eine tatsächliche Rücküberweisung erfolgt jedoch nicht. Dieses Vorgehen ist typisch für Anlagebetrug, zumal keine reale Handelsleistung erbracht wird.

 

Die Rolle von Bankkonten

Um Gelder zu vereinnahmen, greifen die Täter auf reale Konten zurück, die ihnen selbst oder eingesetzten Helfern zugeordnet sind. Genau an diesem Punkt setzen rechtliche Maßnahmen an: Durch die Identifizierung der Kontoinhaber können Rückforderungsansprüche verfolgt werden. Ohne diese Zahlungswege wäre die Umsetzung des Betrugs nicht möglich.

 

Wer steckt hinter den Webseiten?

Ein Blick auf die Registrierungsdaten zeigt auffällige Muster: Die Domain alvexo-beratung(.)com wurde am 12.02.2026 bei NameCheap, Inc. registriert, während alvexo(.)io am 18.03.2026 über HOSTINGER operations, UAB angelegt wurde. Solch kurzfristige Registrierungen sind häufig bei betrügerischen Projekten zu beobachten. Zudem operieren die Verantwortlichen international und verschleiern ihre Identität gezielt.

 

Rechtliche Bewertung

Wer durch falsche Darstellungen gezielt Vermögenswerte erlangt, erfüllt den Tatbestand des Betrugs gemäß § 263 StGB. Darüber hinaus kann auch § 264a StGB einschlägig sein. Werden Konten genutzt, um Geldflüsse zu verschleiern, kommt regelmäßig Geldwäsche nach § 261 StGB in Betracht. Zivilrechtlich ergeben sich Ansprüche etwa aus § 812 BGB sowie aus § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB.
Wichtig: Selbst Rückflüsse von solchen Plattformen können rechtliche Risiken bergen, da unter Umständen strafrechtliche Konsequenzen drohen.

 

Was Betroffene jetzt tun sollten

Keine weiteren Überweisungen vornehmen. Alle Unterlagen, Kommunikationsverläufe und Zahlungsbelege sichern. Strafanzeige erstatten. Zudem empfiehlt sich die Einschaltung eines spezialisierten Rechtsanwalts.

 

Unterstützung durch Resch Rechtsanwälte

RESCH Rechtsanwälte ist auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisiert und verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit Anlagebetrug und Geldwäsche. Die Kanzlei verfolgt konsequent die Geldströme, identifiziert beteiligte Kontoinhaber und setzt Rückforderungen durch. Ziel ist es, investierte Beträge zurückzuholen.
Wer Ansprüche gegenüber der Plattform geltend machen möchte, sollte rechtliche Hilfe in Anspruch nehmen. Kontakt ist telefonisch unter +49 30 / 88 59 77 0 oder über das Online-Formular möglich. Eine Prüfung des Einzelfalls zeigt auf, welche nächsten Schritte sinnvoll sind.

 

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