Hinweise zur Entwicklung einer Marke

18.04.20061365 Mal gelesen

Die Zeit zur Wahl einer Marke ist gut investierte Zeit. Eine Vielzahl von Aspekten sollten beachtet werden. Z.B. sollte anfangs geklärt werden, was mit dem Produkt, zu dem die Marke gehört, erreicht werden soll. Häufig wird für ein Produkt oder ein Unternehmen eine Markenbezeichnung gewählt, die in gewissem Umfang beschreibend für das Produkt oder die vom Unternehmen vertriebenen Produkte oder geleisteten Dienstleistungen sind. Dies kann unter Umständen dazu führen, dass eine Bezeichnung nicht als Marke bei dem jeweiligen Markenamt eingetragen wird. Beschreibende Marken sind auch in einer Vielzahl von Fällen weniger geeignet, unterscheidungskräftig und kennzeichnend zu wirken. Von der eigentlichen Produktgattung losgelöste Bezeichnungen bleiben dem Verkehr häufig besser in Erinnerung.  

 

In jedem Fall muss der Markenname bei der gewünschten Zielgruppe einprägsam sein und dort die Assoziationen wecken, die vom Markeninhaber gewollt sind.  

 

Letztendlich ist darauf zu achten, dass die Marke noch nicht belegt ist. Im Rahmen eingetragener Marken kann dies beispielsweise für Deutschland auf der Website des Deutschen Patent- und Markenamtes recherchiert werden. Darüber hinaus sollte auch nach internationalen Registrierungen recherchiert werden. Neben den einfach durchführbaren Recherchen nach identischen Marken, wird dringend empfohlen, auch Ähnlichkeitsrecherchen durchzuführen bzw. durchführen zu lassen. Durch Ähnlichkeitsrecherchen soll weitestgehend ausgeschlossen werden, dass mit der gewählten Marke gegen bestehende Rechte verstoßen wird. Sie dient damit der Vermeidung von Streitigkeiten mit Wettbewerbern zu einem Zeitpunkt, zu dem dieser möglicherweise von der geplanten Einführung des neuen Produktes noch keine Kenntnis besitzt.  

 

Marken können u.a. auf folgende Arten gebildet werden:  

 

·        Umkehrung der Wort- oder Buchstabenfolgen  

·        Einfügung von Sonderzeichen in bekannte Worte, wie z.B. R€[email protected]!t  

·        Wiederholen von Worten / Bildern  

·        „Lautschrift“ von Fremdwörtern, wie z.B. Liwwerpuhl statt Liverpool  

·        Bildliche Umkehrung von Buchstaben in Worten  

·        Kombination von nicht zusammengehörigen Wortbestandteilen  

·        Verdopplung von Worten oder Bildbestandteilen  

 

Die obigen Möglichkeiten zur Markenfindung sind nur Beispiele, wie Marken gebildet werden können. Sie sind sowohl auf Worte als auch auf Bilder anwendbar.