Ärztliche Aufklärung

15.01.20161515 Mal gelesen
Inhalt und Umfang der äeztlichen Aufklärung, Beweiswert des Aufklärungsbogens

Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom 09.11.2016 
- 3 U 68/15 –

  

Aufklärungsgespräch zwischen Arzt und Patient ist für mögliche Haftungsansprüche entscheidend!

 

Eine Aufklärungsrüge ist nicht allein nach dem Inhalt eines vom Patienten unterzeichneten Aufklärungsbogens zu beurteilen. Das Gericht hat vielmehr den Inhalt des persönlichen Aufklärungs­gespräches zwischen Arzt und Patient aufzuklären, weil auf der Grundlage des tatsächlich geführten Gespräches und nicht allein anhand des Aufklärungsbogens zu entscheiden ist, ob der Patient vor einem ärztlichen Eingriff ordnungsgemäß aufgeklärt wurde. Dies entschied das Oberlandesgericht Hamm und bestätigte damit im Ergebnis das erstinstanzliche Urteil des Landgerichts Hagen.

In der Praxis bedeutet dies, dass beide Gesprächspartner – Arzt und Patient – diese Aufklärungsgespräche sehr gründlich führen und im Zweifel auch der Patient schriftlich festhalten sollte.

 

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