Sepa-Swift LTD – Warnung vor support@sepaswift.net

18.06.2026 1 Mal gelesen
Wer von support@sepaswift.net eine angebliche Auszahlungsbestätigung mit der Aufforderung erhält, sollte den Kontakt abbrechen!

Geschädigte von Online-Trading- oder Krypto-Anlagebetrug berichten immer wieder von E-Mails, in denen ihnen eine unmittelbar bevorstehende Auszahlung ihres Guthabens zugesichert wird. Gleichzeitig wird jedoch behauptet, dass zuvor noch eine Gebühr, Steuer oder sonstige Zahlung erforderlich sei. Genau dieses Vorgehen findet sich auch in einer E-Mail von support@sepaswift.net, die angeblich von einer „Sepa-Swift LTD“ stammt.

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Hanauer Landstraße 328–330
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Sepa-Swift LTD verspricht eine Auszahlung nach Vorabzahlung

In der vorliegenden E-Mail wird mitgeteilt, dass eine Auszahlungsanforderung bereits erfolgreich geprüft worden sei und sich in der finalen Bearbeitung befinde. Gleichzeitig heißt es jedoch, dass vor der Auszahlung zunächst eine sogenannte „Aufbewahrungsgebühr“ bezahlt werden müsse.

Hierfür werden unter anderem folgende Zahlungsdaten angegeben:

Empfänger: EX GROUP s.r.o.
IBAN: MT05 PELD 4935 3000 0000 0000 0009 934
BIC: PELDMTM2

Nach der Überweisung soll der Geschädigte einen Zahlungsnachweis übersenden. Erst danach werde die Auszahlung angeblich innerhalb von 24 Stunden erfolgen.

Gerade diese Vorgehensweise entspricht einem seit Jahren bekannten Betrugsschema. Seriöse Banken, regulierte Broker oder Finanzdienstleister verlangen regelmäßig keine Vorabüberweisung, damit vorhandenes Guthaben ausgezahlt werden kann.

Typisches Vorgehen bei Recovery-Scams

Viele Betroffene glauben zunächst, ihr ursprünglich verlorenes Geld könne nun doch noch zurückerlangt werden. Tatsächlich nutzen Täter häufig die Daten früherer Betrugsopfer aus.

Oft behaupten sie beispielsweise,

  • eingefrorene Guthaben seien wieder verfügbar,
  • Vermögenswerte seien sichergestellt worden,
  • Kryptowährungen könnten nun ausgezahlt werden,
  • Behörden oder Zahlungsdienstleister hätten Gelder freigegeben,
  • lediglich eine letzte Gebühr müsse noch bezahlt werden.

Anschließend werden unterschiedlich bezeichnete Forderungen erhoben.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Aufbewahrungsgebühr,
  • Freigabegebühr,
  • Liquiditätsnachweis,
  • AML-Gebühr,
  • Steuerzahlung,
  • Sicherheitsleistung,
  • Compliance-Gebühr,
  • Wallet-Aktivierung,
  • Transferkosten.

Nach den Erfahrungen aus zahlreichen Betrugsfällen endet der Zahlungsfluss jedoch nicht mit der ersten Forderung. Vielmehr folgen häufig weitere angebliche Gebühren oder Nachforderungen.

Professionelle Gestaltung soll Vertrauen schaffen

Auffällig ist die professionelle Gestaltung der E-Mail. Die Formulierungen wirken sachlich und vermitteln den Eindruck einer offiziellen Zahlungsabwicklung.

Besonders irreführend erscheint die Verwendung der Bezeichnung „Sepa-Swift LTD“. Bereits der Name erinnert an die bekannten internationalen Zahlungssysteme SEPA und SWIFT und kann bei Empfängern den Eindruck erwecken, es handele sich um einen offiziellen Zahlungsdienst oder eine Bank.

Hinzu kommt die Aufforderung, den Verwendungszweck exakt zu übernehmen und anschließend einen Zahlungsnachweis einzureichen. Auch dieses Vorgehen findet sich regelmäßig bei betrügerischen Auszahlungsaufforderungen.

Warum die verlangte Gebühr kritisch zu bewerten ist

Seriöse Finanzdienstleister verrechnen Gebühren grundsätzlich mit vorhandenen Guthaben oder weisen sie transparent innerhalb bestehender Vertragsbeziehungen aus.

Demgegenüber verlangen betrügerische Plattformen häufig zusätzliche Überweisungen auf fremde Bankkonten. Als Empfänger treten dabei oftmals Unternehmen auf, die mit der ursprünglichen Handelsplattform nicht erkennbar in Verbindung stehen.

Auch die Verwendung eines ausländischen Bankkontos – hier eines maltesischen Kontos – ist bei internationalen Betrugsfällen keine Seltenheit.

Allein die Behauptung, eine Auszahlung werde erst nach Eingang einer zusätzlichen Zahlung freigegeben, sollte daher größte Skepsis hervorrufen.

Kryptowährungen und Blockchain-Analyse

Soweit Einzahlungen zuvor in Kryptowährungen erfolgt sind, lassen sich Blockchain-Transaktionen häufig nachvollziehen.

Wallet-Adressen, Hash-Werte und Transaktionshistorien können wichtige Anhaltspunkte für spätere Ermittlungen liefern. In zahlreichen Fällen zeigt sich, dass eingezahlte Kryptowährungen über verschiedene Wallets weitergeleitet und über internationale Börsen transferiert werden.

Eine frühzeitige Sicherung sämtlicher Wallet-Adressen, Zahlungsbelege und Kommunikationsverläufe kann daher von erheblicher Bedeutung sein.

Was Betroffene jetzt tun sollten

Wer eine solche E-Mail erhalten hat, sollte die verlangte Gebühr keinesfalls vorschnell bezahlen.

Empfehlenswert ist insbesondere,

  • keine weiteren Zahlungen vorzunehmen,
  • sämtliche E-Mails vollständig zu sichern,
  • die vollständigen E-Mail-Header aufzubewahren,
  • Zahlungsaufforderungen und Bankdaten zu dokumentieren,
  • Wallet-Adressen und Transaktionsdaten zu sichern,
  • Chatverläufe und Screenshots zu speichern,
  • bei bereits eingetretenen Vermögensschäden zeitnah Strafanzeige zu erstatten.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn nach Ablehnung der Zahlung weitere Personen Kontakt aufnehmen und behaupten, die Auszahlung doch noch ermöglichen zu können. Häufig handelt es sich dabei um denselben Täterkreis oder um einen weiteren sogenannten Recovery-Scam.

Fazit

Die E-Mail von support@sepaswift.net weist zahlreiche Merkmale auf, die aus bekannten Fällen des Online-Anlagebetrugs und des sogenannten Recovery-Scams bekannt sind. Besonders die Forderung nach einer angeblichen Aufbewahrungsgebühr vor Auszahlung eines Guthabens entspricht einem häufig verwendeten Betrugsmuster.

Wer bereits Geld an eine Trading-Plattform überwiesen hat und nun solche Zahlungsaufforderungen erhält, sollte die Situation sorgfältig prüfen und keinesfalls davon ausgehen, dass eine weitere Zahlung tatsächlich zur Freigabe des Guthabens führt.

FAQ

Ist eine Aufbewahrungsgebühr vor einer Auszahlung üblich?

Nein. Eine Vorabüberweisung als Voraussetzung für die Auszahlung vorhandener Guthaben entspricht nicht dem üblichen Vorgehen regulierter Finanzdienstleister.

Warum wird ein anderes Unternehmen als Zahlungsempfänger genannt?

Betrüger nutzen häufig unterschiedliche Firmen oder Kontoinhaber, um Zahlungsströme zu verschleiern und den Bezug zur eigentlichen Plattform zu erschweren.

Kann hinter einer solchen E-Mail ein Recovery-Scam stehen?

Ja. Die Kombination aus einer angeblich freigegebenen Auszahlung und einer zuvor zu zahlenden Gebühr entspricht einem typischen Muster von Recovery-Betrügern.

Welche Unterlagen sollten Betroffene sichern?

Empfohlen wird die Sicherung sämtlicher E-Mails einschließlich Header, Zahlungsbelege, Wallet-Adressen, Transaktionsdaten, Chatverläufe sowie Screenshots des angeblichen Kundenkontos.

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