MakoTrade (makotrade.net) – Warnsignale

18.06.2026 3 Mal gelesen
Wer über makotrade.net investieren möchte, sollte äußerst vorsichtig sein. Gegen die Plattform wurden bereits behördliche Warnungen veröffentlicht.

 

Die Website makotrade.net wirbt mit Handelsmöglichkeiten im Bereich Kryptowährungen, Forex, CFDs und weiteren Finanzinstrumenten. Nach außen vermittelt die Plattform den Eindruck eines professionellen Investmentdienstleisters mit erfahrenen Beratern und attraktiven Renditechancen. Tatsächlich haben jedoch bereits mehrere Finanzaufsichtsbehörden vor Angeboten von MakoTrade gewarnt. So veröffentlichte die BaFin bereits im Jahr 2025 eine Warnung wegen Angeboten in WhatsApp-Gruppen. Am 17. Juni 2026 warnte zudem die Central Bank of Ireland, dass MakoTrade, angeblich Teil der „BlauStein Investitionen Gruppe“, nicht als Wertpapier- oder Investmentdienstleister in Irland zugelassen ist. BaFin+1

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MakoTrade – Welche Geldanlagen werden beworben?

Nach dem Internetauftritt sollen Anleger Zugang zu unterschiedlichen Finanzmärkten erhalten. Beworben werden unter anderem:

  • Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum
  • Forex-Handel
  • CFDs
  • Aktien und Indizes
  • Rohstoffe
  • automatisierte Handelsstrategien
  • professionell betreute Investmentkonten

Interessenten wird häufig vermittelt, dass bereits mit geringem Kapitaleinsatz erhebliche Gewinne erzielt werden könnten. Persönliche Ansprechpartner sollen dabei den Eindruck erwecken, sämtliche Handelsentscheidungen würden von erfahrenen Experten übernommen.

MakoTrade – Professioneller Internetauftritt soll Vertrauen schaffen

Wie viele vergleichbare Plattformen setzt auch makotrade.net auf eine moderne Gestaltung und eine professionelle Präsentation.

Typischerweise finden sich dort:

  • übersichtliche Handelsoberflächen,
  • angebliche Echtzeit-Kurse,
  • steigende Depotwerte,
  • persönliche Account-Manager,
  • professionelle Marktanalysen,
  • angebliche Erfahrungsberichte erfolgreicher Anleger.

Gerade diese professionelle Außendarstellung führt häufig dazu, dass Anleger die Seriosität des Angebots überschätzen. Ein hochwertiger Internetauftritt ersetzt jedoch weder eine behördliche Zulassung noch eine transparente Unternehmensstruktur.

MakoTrade – Typischer Ablauf eines Online-Anlagebetrugs

Die Erfahrungen aus zahlreichen Mandaten zeigen immer wieder vergleichbare Vorgehensweisen.

Der Erstkontakt erfolgt häufig über:

  • WhatsApp-Gruppen,
  • Telegram,
  • Facebook,
  • Instagram,
  • Online-Werbung oder
  • telefonische Kontaktaufnahme.

Bereits die BaFin wies darauf hin, dass Verbraucher über WhatsApp-Gruppen zu Investitionen über MakoTrade verleitet wurden. BaFin

Nach einer ersten Einzahlung erscheinen häufig erhebliche Buchgewinne auf dem Kundenkonto. Anschließend werden Anleger regelmäßig aufgefordert, weitere Beträge einzuzahlen.

Dabei werden häufig Aussagen verwendet wie:

  • jetzt sei der optimale Einstiegszeitpunkt,
  • höhere Investitionen führten zu deutlich größeren Gewinnen,
  • exklusive Handelsmöglichkeiten stünden nur kurzfristig zur Verfügung,
  • professionelle Analysten würden sämtliche Risiken übernehmen.

Durch die angezeigten Gewinne entsteht vielfach der Eindruck, tatsächlich erfolgreich investiert zu haben.

MakoTrade – Schwierigkeiten beginnen häufig bei der Auszahlung

Ein besonders typisches Warnsignal zeigt sich erst, wenn Anleger ihr Guthaben auszahlen lassen möchten.

Dann werden häufig weitere Zahlungen verlangt, etwa wegen:

  • angeblicher Steuerforderungen,
  • Provisionen,
  • Blockchain-Gebühren,
  • Liquiditätsnachweisen,
  • Sicherheitsleistungen,
  • Geldwäscheprüfungen,
  • Freischaltungsgebühren.

Selbst nach Zahlung dieser Beträge erfolgt die versprochene Auszahlung oftmals nicht. Stattdessen werden neue Forderungen erhoben oder der Kontakt wird vollständig eingestellt.

MakoTrade – Behördliche Warnungen sprechen für besondere Vorsicht

Besonders schwer wiegt, dass mehrere Finanzaufsichtsbehörden bereits Warnungen zu MakoTrade veröffentlicht haben.

Die BaFin warnte vor Angeboten von MakoTrade, die insbesondere über WhatsApp verbreitet wurden. BaFin

Die Central Bank of Ireland stellte am 17. Juni 2026 ausdrücklich klar, dass MakoTrade nicht berechtigt ist, Investmentdienstleistungen in Irland anzubieten. Nach den Angaben der Behörde gab sich die Plattform zudem als Teil der BlauStein Investitionen Gruppe aus, ohne hierfür autorisiert zu sein. Central Bank of Ireland - English

Derartige behördliche Warnungen stellen für Anleger ein erhebliches Warnsignal dar und sollten keinesfalls ignoriert werden.

MakoTrade – Blockchain-Analyse kann Zahlungswege nachvollziehen

Soweit Einzahlungen über Kryptowährungen erfolgt sind, können Blockchain-Analysen wichtige Erkenntnisse liefern.

Hierbei lassen sich unter anderem untersuchen:

  • Wallet-Adressen,
  • Transaktions-Hashes,
  • Zahlungsströme,
  • Empfänger-Wallets,
  • Verbindungen zwischen verschiedenen Wallets.

Diese Informationen können sowohl strafrechtliche Ermittlungen als auch zivilrechtliche Ansprüche unterstützen.

MakoTrade – Handlungsempfehlungen für Geschädigte

Wer bereits Geld an MakoTrade überwiesen hat oder Kryptowährungen transferiert hat, sollte möglichst zeitnah reagieren.

Empfehlenswert ist insbesondere:

  • keine weiteren Zahlungen leisten,
  • sämtliche Kontoauszüge sichern,
  • Wallet-Adressen dokumentieren,
  • Chatverläufe und E-Mails speichern,
  • Screenshots des Benutzerkontos anfertigen,
  • Strafanzeige erstatten,
  • den Sachverhalt anwaltlich prüfen lassen.

Besondere Vorsicht ist außerdem vor Recovery-Scams geboten. Immer häufiger melden sich angebliche Rückholunternehmen oder Ermittler und versprechen die Wiederbeschaffung der verlorenen Gelder gegen weitere Vorauszahlungen. Auch hierbei handelt es sich vielfach um eine weitere Betrugsmasche.

FAQ zu MakoTrade

Was ist makotrade.net?
Makotrade.net ist eine Internetplattform, über die Investitionen in Kryptowährungen und weitere Finanzprodukte beworben werden.

Gibt es behördliche Warnungen zu MakoTrade?
Ja. Sowohl die BaFin als auch die Central Bank of Ireland haben Warnungen zu MakoTrade veröffentlicht. BaFin+1

Warum sollten Anleger vorsichtig sein?
Behördliche Warnungen, hohe Gewinnversprechen, Kontaktaufnahme über Messenger-Dienste und Schwierigkeiten bei Auszahlungen gehören zu den typischen Warnsignalen.

Was tun, wenn keine Auszahlung erfolgt?
Geschädigte sollten sämtliche Unterlagen sichern, keine weiteren Zahlungen leisten, Strafanzeige erstatten und den Sachverhalt rechtlich prüfen lassen.

Kann verlorenes Geld zurückgeholt werden?
Ob Rückgewinnungsmaßnahmen möglich sind, hängt vom Einzelfall ab. Insbesondere Blockchain-forensische Analysen können wichtige Ermittlungsansätze liefern.

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Quellen