Bundesverwaltungsgericht
Beschl. v. 19.06.1957, Az.: BVerwG I C 75.57
Rechtsmittel
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 19.06.1957
- Aktenzeichen
- BVerwG I C 75.57
- Entscheidungsform
- Beschluss
- Referenz
- WKRS 1957, 11069
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- OVG Nordrhein-Westfalen - 27.02.1957 - AZ: IV A 395/56
Rechtsgrundlage
- § 57 Abs. 2 Satz 2 BVerwGG
Fundstellen
- BB 1957, 873
- MDR 1954, 308
- MDR 1957, 508 (amtl. Leitsatz)
Amtlicher Leitsatz
Die Bezugnahme auf das "bisherige Vorbringen" mit dem Vorbehalt weiterer Begründung reicht als Revisionsbegründung im Sinne des § 57 Abs. 2 Satz 2 BVerwGG nicht aus.
In der Verwaltungsstreitsache
hat das Bundesverwaltungsgericht, I. Senat,
am 19. Juni 1957
durch
die Bundesrichter Witten, Dr. Ritgen und Dr. Eue
beschlossen:
Tenor:
Die Revision gegen den Bescheid des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen vom 27. Februar 1957 - IV A 395/56 - wird verworfen.
Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Kläger zu tragen.
Der Wert des Streitgegenstandes wird auf 2.000 DM festgesetzt.
Gründe
Der Kläger hat gegen den ihm am 18. März 1957 zugestellten Bescheid des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen vom 27. Februar 1957 rechtzeitig Revision eingelegt. Er hat diese Revision jedoch nicht innerhalb der gesetzlichen Frist des § 57 Abs. 1 des Gesetzes über das Bundesverwaltungsgericht vom 23. September 1952 (BGBl. I S. 625) - BVerwGG - begründet. Die in der Revisionsschrift vom 15. April 1957 enthaltenen Ausführungen: "Das bisherige Vorbringen wird wiederholt. Weitere Begründung folgt" entsprechen nicht den in § 57 Abs. 2 Satz 2 BVerwGG zwingend vorgeschriebenen Anforderungen (vgl. die Entscheidungen des erkennenden Gerichtsvom 28. Dezember 1954 - BVerwG II C 46.54 - [MDR 1955 S. 203], vom 24. Oktober 1956 - BVerwG V C 46.55 - undvom 16. Januar 1957 - BVerwG VI C 30.56 -). Die ergänzende Revisionsbegründung im Schriftsatz vom 3. Juni 1957 ist erst nach Ablauf der Begründungsfrist eingegangen und konnte deshalb nicht mehr berücksichtigt werden.
Die Revision war daher gemäß §§ 62 Satz 2, 63 Abs. 3 BVerwGG als unzulässig zu verwerfen.
Die Kostenentscheidung beruht auf § 65 Abs. 1, [...].
Streitwertbeschluss:
Der Wert des Streitgegenstandes wird auf 2.000 DM festgesetzt. [...], die Festsetzung des Wertes des Streitgegenstandes [beruht] auf § 74 BVerwGG.
Dr. Ritgen
Dr. Eue