Bundesarbeitsgericht
Urt. v. 23.06.1966, Az.: 5 AZR 541/65
Inkrafttreten des Bundesurlaubsgesetzes; Urlaubsverlangen; Urlaubsabgeltungsverlangen; Einwand des Rechtsmißbrauchs; Wehrdienstbedingte Abwesenheit
Bibliographie
- Gericht
- BAG
- Datum
- 23.06.1966
- Aktenzeichen
- 5 AZR 541/65
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1966, 10108
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- LAG Hamburg 18.11.1965 - 2 Sa 136/65
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- DB 1966, 1523 (Volltext mit amtl. LS)
- DB 1966, 1320 (Volltext mit amtl. LS)
Amtlicher Leitsatz
1. Der Senat hält auch nach dem Inkrafttreten des Bundesurlaubsgesetzes an den bisherigen Rechtsgrundsätzen für die Beurteilung der Frage fest, ob einem Urlaubs- bzw Urlaubsabgeltungsverlangen der Einwand des Rechtsmißbrauchs entgegensteht (vgl. BAG 02.05.1961 5 AZR 478/60 = AP Nr. 82 zu § 611 BGB Urlaubsrecht; BAG 27.09.1962 5 AZR 561/61 = AP Nr. 87 zu § 611 BGB Urlaubsrecht; BAG 18.02.1963 5 AZR 357/62 = AP Nr. 88 zu § 611 BGB Urlaubsrecht).
2. Aus ArbplSchG § 6 Abs. 1 läßt sich nicht als allgemeiner Rechtsgrundsatz ableiten, daß der Arbeitnehmer während der wehrdienstbedingten Abwesenheit rechtlich in jeder Beziehung so zu stellen sei, als ob er weitergearbeitet hätte.