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Bundesarbeitsgericht
Urt. v. 18.02.2003, Az.: 1 AZR 148/02

Zulässigkeit einer Abmahnung wegen warnstreikbedingter Arbeitsniederlegung bei einem Aussenseiter-Arbeitgeber; Verstoß gegen Verhältnismässigkeitsgrundsatz, ultima-ratio-Prinzip, negative Koalitionsfreiheit und der aus einem Firmentarifvertrag folgenden Friedenspflicht; Dynamische Verweisung Firmentarifvertrag auf Verbandstarifvertrag

Bibliographie

Gericht
BAG
Datum
18.02.2003
Aktenzeichen
1 AZR 148/02
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 2003, 33574
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

nachfolgend
BAG - 18.02.2003 - AZ: 1 AZR 142/02
BAG - 18.02.2003 - AZ: 1 AZR 143/02
BAG - 18.02.2003 - AZ: 1 AZR 144/02
BAG - 18.02.2003 - AZ: 1 AZR 145/02
BAG - 18.02.2003 - AZ: 1 AZR 146/02
BAG - 18.02.2003 - AZ: 1 AZR 147/02
BAG - 18.02.2003 - AZ: 1 AZR 149/02
BAG - 18.02.2003 - AZ: 1 AZR 150/02
BAG - 18.02.2003 - AZ: 1 AZR 151/02
BAG - 18.02.2003 - AZ: 1 AZR 152/02
BAG - 18.02.2003 - AZ: 1 AZR 153/02
BAG - 18.02.2003 - AZ: 1 AZR 154/02
BVerfG - 10.09.2004 - AZ: 1 BvR 1191/03
Zusammenfassung

Tarifgebundene Arbeitnehmer können auch dann zum Streik um einen neuen Verbandstarifvertrag berechtigt sein, wenn ihr Arbeitgeber nicht dem Arbeitgeberverband angehört (Aussenseiter-Arbeitgeber). Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass der Arbeitgeber mit der Gewerkschaft einen Firmentarifvertrag abgeschlossen hat, nach dem die Regelungen des Verbandstarifvertrages entsprechend anwendbar sind. Die Arbeitnehmer streiken in diesem Fall für die Verbesserungen ihrer eigenen Arbeitsbedingungen, so dass auch kein Sympathie- oder Solidaritätsstreik vorliegt. Der betroffene Arbeitgeber ist daher nicht berechtigt, eine streikbedingte Arbeitsniederlegung durch Abmahnungen zu sanktionieren.

Gründe

1

Parallelentscheidung ohne Langtextwiedergabe zum Urteil des Gerichts vom 18.02.2003, 1 AZR 142/02.