Bundesverwaltungsgericht
Beschl. v. 12.04.1962, Az.: BVerwG II B 33.61
Rechtsmittel
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 12.04.1962
- Aktenzeichen
- BVerwG II B 33.61
- Entscheidungsform
- Beschluss
- Referenz
- WKRS 1962, 11484
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- VG Berlin - 26.07.1956 - AZ: XII A 130.56
- OVG Berlin - 28.02.1961 - AZ: III B 21.58
- OVG Berlin - 28.02.1961 - AZ: III B 91.58
- nachfolgend
- BVerwG - 25.06.1963 - AZ: BVerwG II C 111.62
In der Verwaltungsstreitsache
hat der II. Senat des Bundesverwaltungsgerichts
am 12. April 1962
durch
die Senatspräsidentin Schmitt und
die Bundesrichter Dr. Meyer und Dr. de Chapeaurouge
beschlossen:
Tenor:
Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin über die Nichtzulassung der Revision gegen sein Urteil vom 28. Februar 1961 wird aufgehoben.
Die Revision wird zugelassen.
Die Entscheidung über die Kosten des Beschwerdeverfahrens folgt der Kostenentscheidung in der Hauptsache.
Gründe
Die Revision ist gemäß § 132 Abs. 2 Nr. 2 der Verwaltungsgerichtsordnung vom 21. Januar 1960 (BGBl. I S. 17) - VwGO - zuzulassen. Das Berufungsurteil weicht von der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ab, soweit es auf der Erwägung beruht, allein aus der Zugehörigkeit des Klägers zum Kreis der prominenten Nationalsozialisten sei eine die materielle Beweislast umkehrende tatsächliche Vermutung dafür herzuleiten, daß der Kläger am 11. Mai 1933 "wegen enger Verbindung zum Nationalsozialismus" im Sinne des § 7 Abs. 1 Satz 1 - zweite Alternative - G 131 in das Beamtenverhältnis berufen und zum Professor ernannt worden sei.
gez. Dr. Meyer
gez. Dr. de Chapeaurouge