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Bundessozialgericht
Beschl. v. 13.01.2025, Az.: B 5 R 143/24 B

Verwerfung der Nichtzulassungsbeschwerde

Bibliographie

Gericht
BSG
Datum
13.01.2025
Aktenzeichen
B 5 R 143/24 B
Entscheidungsform
Beschluss
Referenz
WKRS 2025, 11924
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
ECLI:DE:BSG:2025:130125BB5R14324B0

Verfahrensgang

vorgehend
SG Augsburg - 10.08.2023 - AZ: S 17 R 442/21
LSG Bayern - 16.09.2024 - AZ: L 14 R 431/23

Der 5. Senat des Bundessozialgerichts hat am 13. Januar 2025 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Kaltenstein sowie die Richterin Prof. Dr. Körner und den Richter Dr. Uyanik
beschlossen:

Tenor:

Der Antrag der Klägerin, ihr für das Verfahren der Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision im Beschluss des Bayerischen Landessozialgerichts vom 16. September 2024 Prozesskostenhilfe unter Beiordnung ihrer Prozessbevollmächtigten zu bewilligen, wird abgelehnt.

Die Beschwerde der Klägerin gegen die Nichtzulassung der Revision im vorgenannten Beschluss wird als unzulässig verworfen.

Die Beteiligten haben einander für das Beschwerdeverfahren keine außergerichtlichen Kosten zu erstatten.

Gründe

I

1

Zwischen den Beteiligten ist in der Hauptsache die Höhe der seit Juni 2020 gewährten Altersrente streitig.

2

Die in Italien wohnende Klägerin hat durch ihre Prozessbevollmächtigte, eine in Deutschland zugelassene Rechtsanwältin, gegen die Nichtzulassung der Revision in dem ihrer Prozessbevollmächtigten am 9.10.2024 zugestellten Beschluss des LSG mit einem am 8.11.2024 beim BSG eingegangenen Schriftsatz vom selben Tag Beschwerde eingelegt und Prozesskostenhilfe (PKH) beantragt. Mit Schreiben vom 12.12.2024 hat der Berichterstatter auf den Ablauf der Frist zur Begründung der Nichtzulassungsbeschwerde am 9.12.2024 hingewiesen. Mit einem am 7.1.2025 beim BSG eingegangenen Schriftsatz vom 6.1.2025 hat die Prozessbevollmächtigte die Beschwerde begründet.

II

3

1. Der PKH-Antrag der Klägerin ist abzulehnen, weil die beabsichtigte Rechtsverfolgung keine hinreichende Aussicht auf Erfolg hat (vgl § 73a Abs 1 Satz 1 SGG i.V.m. § 114 Abs 1 Satz 1 SGG; dazu sogleich unter 2.). Damit entfällt zugleich die Beiordnung ihrer Prozessbevollmächtigen im Rahmen der PKH (vgl § 73a Abs 1 Satz 1 i.V.m. § 114 Abs 1 Satz 1 SGG).

4

2. Die Beschwerde der Klägerin ist unzulässig. Sie ist nicht innerhalb von zwei Monaten nach Zustellung der angegriffenen LSG-Entscheidung begründet worden (§ 160a Abs 2 Satz 1 SGG). Bis zum Fristablauf am 9.12.2024 ist keine Beschwerdebegründung beim BSG eingegangen. Die Beschwerdebegründungsfrist hat sich trotz des Auslandswohnsitzes der Klägerin nicht verlängert (zur Fristverlängerung bei Zustellungen im Ausland auf vier Monate vgl BSG Beschluss vom 4.6.1975 - 11 BA 4/75 - BSGE 40, 40 = SozR 1500 § 160a Nr 4 - juris RdNr 3). Bei der Zustellung eines Urteils oder eines Beschlusses an einen inländischen Prozessbevollmächtigten (vgl § 73 Abs 6 Satz 6 SGG) handelt es sich um eine Zustellung im Inland, selbst wenn die Klägerin - wie hier - ihren Wohnsitz im Ausland hat (vgl BSG Urteil vom 6.10.1977 - 9 RV 22/77 - SozR 1500 § 151 Nr 4 - juris RdNr 11). Der Schriftsatz der Prozessbevollmächtigten der Klägerin vom 6.1.2025 ist außerhalb der Beschwerdebegründungsfrist beim BSG eingegangen und deshalb im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren nicht mehr zu berücksichtigen gewesen.

5

Die Verwerfung der unzulässigen Beschwerde erfolgt gemäß § 160a Abs 4 Satz 1 Halbsatz 2 i.V.m. § 169 Satz 2 und 3 SGG durch Beschluss ohne Zuziehung der ehrenamtlichen Richter.

6

3. Die Kostenentscheidung beruht auf § 183 Satz 1 SGG und einer entsprechenden Anwendung von § 193 Abs 1 und 4 SGG.