Bundesgerichtshof
Beschl. v. 08.02.2022, Az.: IX ZB 59/21
Verwerfung der Rechtsbeschwerde als unzulässig
Bibliographie
- Gericht
- BGH
- Datum
- 08.02.2022
- Aktenzeichen
- IX ZB 59/21
- Entscheidungsform
- Beschluss
- Referenz
- WKRS 2022, 12287
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- ECLI:DE:BGH:2022:080222BIXZB59.21.0
Verfahrensgang
- vorgehend
- LG Ravensburg - 07.04.2021 - AZ: 5 T 5/21
- OLG Stuttgart - 30.08.2021 - AZ: 12 W 20/21
Rechtsgrundlage
Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Grupp,
die Richterin Lohmann, den Richter Dr. Schultz, die Richterin Dr. Selbmann und den
Richter Dr. Harms
am 8. Februar 2022 beschlossen:
Tenor:
Die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss des 12. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Stuttgart vom 30. August 2021 wird auf Kosten der Antragstellerin als unzulässig verworfen.
Gründe
Die Rechtsbeschwerde ist unzulässig. Ihr mangelt es bereits an der Statthaftigkeit. Die Rechtsbeschwerde ist weder nach dem Gesetz allgemein eröffnet (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO) noch hat das Beschwerdegericht die Rechtsbeschwerde zugelassen (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO). Diese Entscheidung ist nicht anfechtbar (vgl. BGH, Beschluss vom 16. November 2006 - IX ZA 26/06, WuM 2007, 41; vom 10. Januar 2008 - IX ZB 109/07, WuM 2008, 113; vom 22. November 2017 - IX ZB 70/17, BeckRS 2017, 136442). Der Gesetzgeber hat bewusst von der Möglichkeit einer Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Rechtsbeschwerde abgesehen (BT-Drucks. 14/4722, S. 69, 116). Der Weg der außerordentlichen Beschwerde ist nicht eröffnet (BGH, Beschluss vom 7. März 2002 - IX ZB 11/02, BGHZ 150, 133 ff) und verfassungsrechtlich auch nicht geboten (vgl. BVerfGE 107, 395 ff).
Überdies ist die Rechtsbeschwerde unzulässig, weil sie nicht durch einen bei dem Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt eingelegt worden ist (§ 78 Abs. 1 Satz 3, § 575 Abs. 1 Satz 1 ZPO).