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Bundesgerichtshof
Beschl. v. 02.12.2015, Az.: I ZB 107/15

Statthaftigkeit einer Anhörungsrüge

Bibliographie

Gericht
BGH
Datum
02.12.2015
Aktenzeichen
I ZB 107/15
Entscheidungsform
Beschluss
Referenz
WKRS 2015, 32791
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

vorgehend
AG Überlingen - 17.07.2015 - AZ: 4 M 3733/15
LG Konstanz - 13.10.2015 - AZ: A 12 T 210/15

Der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 2. Dezember 2015 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Büscher, die Richter Prof. Dr. Schaffert, Dr. Kirchhoff, Dr. Löffler und Feddersen
beschlossen:

Tenor:

Die Anhörungsrüge und die Gegenvorstellung gegen den Senatsbeschluss vom 18. November 2015 werden auf Kosten des Schuldners als unzulässig verworfen.

Gründe

1

I. Die vom Schuldner erhobene Anhörungsrüge gemäß § 321a ZPO gegen den Senatsbeschluss vom 18. November 2015 ist unzulässig, weil sie nicht von einem beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt eingelegt worden ist. Im Rechtsbeschwerdeverfahren besteht Anwaltszwang (§ 78 Abs. 1 ZPO; vgl. BGH, Beschluss vom 21. März 2002 - IX ZB 18/02, NJW 2002, 2181). Das gilt auch für eine in diesem Verfahren erhobene Anhörungsrüge (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Beschluss vom 18. Mai 2005 - VIII ZB 3/05, NJW 2005, 2017; Beschluss vom 15. April 2015 - I ZB 16/15, mwN).

2

II. Die vom Schuldner weiterhin erhobene, gesetzlich nicht geregelte Gegenvorstellung gegen den Senatsbeschluss vom 18. November 2015 ist unstatthaft und damit unzulässig, weil dieser Beschluss als letztinstanzliche Entscheidung in materielle Rechtskraft erwachsen ist. Neben der Anhörungsrüge gemäß § 321a ZPO kommt eine in der Zivilprozessordnung nicht vorgesehene Durchbrechung der materiellen Rechtskraft im Wege einer Gegenvorstellung nicht in Betracht (BGH, Beschluss vom 22. Oktober 2015 - VI ZR 25/14 Rn. 2).

Büscher
Schaffert
Kirchhoff
Löffler
Feddersen