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Bundesgerichtshof
Urt. v. 20.11.2014, Az.: IX ZR 13/14
Geltendmachung eines zur Masse eines Sekundärinsolvenzverfahrens gehörenden Anspruchs aus Insolvenzanfechtung durch den Verwalter
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 20.11.2014
Referenz: JurionRS 2014, 27133
Aktenzeichen: IX ZR 13/14
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Limburg - 25.04.2012 - AZ: 1 O 449/09

OLG Frankfurt am Main - 19.12.2013 - AZ: 6 U 131/12

Rechtsgrundlagen:

Art. 3 Abs. 2 EuInsVO

Art. 13 EuInsVO

Art. 17 Abs. 1 EuInsVO

Art. 18 Abs. 1 S. 1 EuInsVO

Art. 27 Abs. 1 EGBGB a.F.

§ 631 Abs. 1 BGB

§ 129 Abs. 1 InsO

§ 131 Abs. 1 Nr. 1 InsO

§ 143 Abs. 1 InsO

Fundstellen:

BauR 2015, 483-488

BB 2014, 3073

BB 2015, 209-211

DB 2014, 2954-2957

DB 2014, 6

EWiR 2015, 83

InsbürO 2015, 245

IPRax 2016, 390-393

JZ 2015, 68

JZ 2015, 71

KTS 2015, 339-345

NJW-RR 2015, 302-306

NZI 2015, 183-186

RIW 2015, 227-230

WM 2015, 53-56

ZInsO 2014, 2568-2572

ZIP 2014, 97

ZIP 2015, 42-45

BGH, 20.11.2014 - IX ZR 13/14

Amtlicher Leitsatz:

EuInsVO Art. 3 Abs. 2, Art. 17 Abs. 1, Art. 18 Abs. 1 EGBGB Art. 27 Abs. 1 aF; BGB § 631 Abs. 1

Ein zur Masse eines Sekundärinsolvenzverfahrens gehörender Anspruch aus Insolvenzanfechtung kann vom Verwalter des Hauptinsolvenzverfahrens geltend gemacht werden, wenn das Sekundärverfahren abgeschlossen und der Anspruch vom Verwalter des Sekundärverfahrens nicht verfolgt worden ist.

Beurteilt sich das Rechtsverhältnis zwischen dem in Deutschland ansässigen Unternehmer und dem belgischen Subunternehmer nach deutschem Recht, steht dem Subunternehmer kein Direktanspruch gegen den Hauptauftraggeber nach Art. 1798 des belgischen Zivilgesetzbuchs zu.

Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 9. Oktober 2014 durch die Richter Vill, Prof. Dr. Gehrlein, die Richterin Lohmann, die Richter Dr. Fischer und Grupp

für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision des Klägers wird das Urteil des 6. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 19. Dezember 2013 aufgehoben.

Die Berufung des Beklagten gegen das Urteil der 1. Zivilkammer des Landgerichts Limburg an der Lahn vom 25. April 2012 wird zurückgewiesen.

Die Kosten der Rechtsmittelverfahren werden dem Beklagten auferlegt.