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Bundesgerichtshof
Urt. v. 24.04.2014, Az.: III ZR 156/13
Haftung einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bei Abgabe eines fehlerhaften Testats in einem Wertpapierprospekt betreffend die Prüfung der Gewinnprognosen
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 24.04.2014
Referenz: JurionRS 2014, 14183
Aktenzeichen: III ZR 156/13
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Duisburg - 11.11.2011 - AZ: 10 O 65/11

OLG Düsseldorf - 05.04.2013 - AZ: I-17 U 185/11

Fundstellen:

AG 2014, 710-714

AnwBl 2014, 654

BB 2014, 1217

DB 2014, 1126-1130

DB 2014, 6

DStR 2014, 1515-1516

DStRE 2014, 1466-1471

EWiR 2014, 483

GWR 2014, 242

JZ 2014, 397

KoR 2014, 403

MDR 2014, 653-654

NJW 2014, 2345-2348

NJW-Spezial 2014, 496-497

NWB 2014, 1560

NWB direkt 2014, 553

NZG 2014, 741-744

StuB 2014, 432

VersR 2015, 122

VuR 2014, 309-312

WM 2014, 935-939

WPg 2014, 920

WuB 2014, 373-374

ZBB 2014, 187

ZIP 2014, 972-977

BGH, 24.04.2014 - III ZR 156/13

Amtlicher Leitsatz:

BGB §§ 675, 328, 199 Abs. 1 Nr. 2; WpPG § 7

  1. a)

    Zur Haftung einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die in einem Wertpapierprospekt ein fehlerhaftes Testat betreffend die Prüfung der Gewinnprognosen nach § 7 des Wertpapierprospektgesetzes i.V.m. Art. 3 und Anhang I Nr. 13.2. der Verordnung (EG) Nr. 809/2004 abgegeben hat, gegenüber einem Kapitalanleger nach den Grundsätzen des Vertrags mit Schutzwirkung zugunsten Dritter

  2. b)

    Liegt der haftungsauslösende Fehler der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in einer falschen Rechtsanwendung, beginnt die regelmäßige Verjährungsfrist nach § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB nicht bereits mit dem Schluss des Jahres, in dem der Geschädigte Kenntnis von dieser Rechtsanwendung als solcher erlangt hat; vielmehr muss der Geschädigte Kenntnis oder grob fahrlässige Unkenntnis davon haben, dass die Rechtsanwendung fehlerhaft gewesen ist (im Anschluss an BGH, Urteil vom 6. Februar 2014 - IX ZR 245/12, WM 2014, 575).

Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 24. April 2014 durch den Vizepräsidenten Schlick sowie die Richter Dr. Herrmann, Wöstmann, Seiters und Reiter

für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision der Beklagten gegen das Urteil des 17. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 5. April 2013 wird zurückgewiesen.

Die Beklagte trägt die Kosten des Revisionsrechtszugs.