Bundesarbeitsgericht
Beschl. v. 02.11.1983, Az.: GS - 1/82
Anrufung des Gerichts; Mündliche Verhandlung
Bibliographie
- Gericht
- BAG
- Datum
- 02.11.1983
- Aktenzeichen
- GS - 1/82
- Entscheidungsform
- Beschluss
- Referenz
- WKRS 1983, 10022
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- ArbG Aachen 15.01.1981 - 5 Ca 1252/80
- LAG Düsseldorf - 08.05.1981 - AZ: 17 Sa 262/81
- BAG - 08.12.1982 - AZ: 5 AZR 316/81
- nachfolgend
- BAG - 16.09.1986 - AZ: GS 1/82
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- BAGE 44, 211 - 223
- DB 1984, 881
- JR 1986, 44
- MDR 1984, 522-523 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1984, 1990 (amtl. Leitsatz)
- ZIP 1984, 352-356
Amtlicher Leitsatz
1. Der Große Senat des Bundesarbeitsgerichts kann unter entsprechender Anwendung von § 280, § 303 ZPO vorab gesondert über die Zulässigkeit einer Anrufung entscheiden.
2. Entscheidungen des Großen Senats des Bundesarbeitsgerichts bedürfen nicht zwingend einer vorangegangenen mündlichen Verhandlung. Fakultative mündliche Verhandlung ist möglich (Aufgabe von BAG 22, 311 = AP Nr. 1 zu § 45 ArbGG 1953).
3. Der Große Senat kann die geschäftsplanmäßige Zuständigkeit des vorlegenden Senats nicht überprüfen. Er hat jedoch von Amts wegen zu überprüfen, ob der vorlegende Senat "gesetzlicher Richter" im Sinne von Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG ist. Dabei sind die vom Bundesverfassungsgericht entwickelten Rechtsgrundsätze anzuwenden.