Bundesarbeitsgericht
Urt. v. 19.07.1983, Az.: 3 AZR 88/81
Betriebsrente; Schwerbehinderung
Bibliographie
- Gericht
- BAG
- Datum
- 19.07.1983
- Aktenzeichen
- 3 AZR 88/81
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1983, 10122
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- ArbG Düsseldorf 01.07.1980 - 1 Ca 5371/79
- nachfolgend
- BVerfG 09.02.1990 - 1 BvR 1349/83
Rechtsgrundlagen
- § 42 SchwbG 1974
- § 5 BetrAVG
- § 1 BetrAVG
- § 242 BGB
- § 560 RVO i.d.F. von § 21 Nr. 44 des Gesetzes über die Angleichung der Leistungen zur Rehabilitation 1974
- Art. 4 § 1 Nr. 7 Arbeitsförderungs-Konsolidierungsgesetz (AFKG) 1981
Fundstellen
- BAGE 43, 161 - 173
- JR 1985, 176
- NJW 1984, 2720 (amtl. Leitsatz)
- VersR 1983, 1086
- ZIP 1983, 1370-1374
Amtlicher Leitsatz
1. Die Zusage einer Betriebsrente auf der Grundlage eines Gesamtversorgungssystems kann die Anrechnung des Verletztengeldes der gesetzlichen Unfallversicherung vorsehen.
2. Das gilt auch bei Schwerbehinderten. § 42 SchwbG verbietet nicht die Anrechnung von sozialversicherungsrechtlichen Bezügen auf Betriebsrenten.
3. Hingegen dürfen Unfallrenten nur insoweit bei der Berechnung betrieblicher Versorgungsleistungen berücksichtigt werden, wie sie dem Ausgleich der unfallbedingten Verdienstminderung dienen (Urteil des Senats vom 19. Juli 1983 - 3 AZR 241 /82).
Unbillig und daher unwirksam ist eine betriebliche Versorgungsregelung, die sich darauf beschränkt, bei der Anrechnung von Unfallrenten die Höchstgrenze der Gesamtversorgung um 10% der ruhegeldfähigen Bezüge anzuheben.