§ 61a ThürSchulG
Thüringer Schulgesetz (ThürSchulG)
Landesrecht Thüringen
Titel: Thüringer Schulgesetz (ThürSchulG)
Normgeber: Thüringen
Amtliche Abkürzung: ThürSchulG
Referenz: 223-1
Abschnitt: Elfter Abschnitt – Ordnungswidrigkeiten und Schlussbestimmungen
 

§ 61a ThürSchulG – Übergangsbestimmung

(1) Für Schüler, die sich mit dem Schuljahr 2008/2009 bereits in der Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe befinden, wird der Unterricht weiter in Grund- und Leistungsfächern durchgeführt.

(2) Abweichend von § 20 Abs. 2 Satz 2 kann ein Schüler bis zum Ende des Schuljahrs 2012/2013 nach neun Schulbesuchsjahren auch ohne Hauptschulabschluss das zehnte Schulbesuchsjahr durch den Besuch der Fachklasse der Berufsschule erfüllen, wenn er ein Berufsausbildungsverhältnis nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung nachweist.

(3) Bei Errichtung einer Gemeinschaftsschule gelten für Schüler, die sich bereits in der Klassenstufe 6 und in höheren Klassenstufen einer durch Schulartänderung entstandenen Gemeinschaftsschule befinden, die Regelungen der jeweiligen Schulart fort, aus der sich die Gemeinschaftsschule entwickelt hat. Entscheiden sich an einer durch Schulartänderung entstandenen Gemeinschaftsschule zum Schuljahresbeginn die Eltern aller Schüler einer Klassenstufe dafür, in der Schulart Gemeinschaftsschule weiter zu lernen, wird auch diese Klassenstufe als Gemeinschaftsschule geführt; dies ist nur durchgehend aufsteigend von Klassenstufe 6 möglich. Für die Schüler, die im Jahr der Schulartänderung in den Klassenstufen 9 und 10 lernen, ist der Besuch der gymnasialen Oberstufe nur mit dem Erwerb des Realschulabschlusses in Klassenstufe 10 möglich.

(4) Den Schülern der doppelt qualifizierenden Bildungsgänge am beruflichen Gymnasium ist die Beendigung der spätestens im Schuljahr 2010/2011 begonnenen Bildungsgänge zu ermöglichen.