Frankfurt am Main wird Handelsplatz für Renminbi

Frankfurt am Main wird Handelsplatz für Renminbi
28.10.2014190 Mal gelesen
Frankfurt am Main hat den Zuschlag für die Einrichtung des ersten Handelsplatzes für die chinesische Währung Renminbi erhalten.

Dies wurde anlässlich eines Staatsbesuchs des chinesischen Ministerpräsidenten in Berlin im März 2014 zwischen der Deutschen Bundesbank und der chinesischen Zentralbank im Sinne einer Absichtserklärung verlautbart.

Damit wird die chinesische Währung erstmals außerhalb Asiens handelbar (bisher gibt es außerhalb von China nur Handelsplätze in Singapur und Taiwan). Obwohl sich durch die Einrichtung einer Clearing Bank in Frankfurt nichts daran ändern wird, dass der Yuan nicht frei konvertierbar ist, wird sich der Geschäfts- und Zahlungsverkehr zwischen Europa und China hierdurch deutlich vereinfachen. Denn dann können Abrechnungen von deutschen und europäischen Importeuren ohne weiteres in chinesischer Währung akzeptiert werden; bisher musste der Umtausch stets über eine Drittwährung, meist den US-Dollar, erfolgen und zudem über Asien, was nicht nur zeitaufwendig, sondern auch kostenträchtig war.

Demnächst wird die chinesische Währung an jedem deutschen Bankarbeitstag handelbar sein, Zeitunterschiede werden keine Rolle mehr spielen; auch hierdurch werden Verzögerungen bei der Abwicklung vermieden.

Aber auch unternehmensintern kann die Neuerung das Cash-Management in der chinesischen Währung erheblich erleichtern. Insgesamt versprechen sich der deutsche und der chinesische Handel davon Auftrieb.

 

Mehr Informationen: http://dr-thomas-rinne.de/category/internationales-handels-und-wirtschaftsrecht/

 

Dr. Thomas Rinne, Rechtsanwalt und Abogado

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