Pro & Contra Internationale Schiedsverfahren

Pro & Contra Internationale Schiedsverfahren
08.10.2014366 Mal gelesen
Bei internationalen Verträgen wird die Gerichtsstandvereinbarung häufig bis zuletzt offengelassen, weil die Parteien sich nicht auf ein Gericht in dem einen oder anderen Land einigen. Als Alternative kommt die Vereinbarung eines internationalen Schiedsverfahrens in Betracht.

Fehlende Kenntnisse über diese Verfahrensart und Vorurteile – z.B. angeblich höhere Kosten – führen dazu, dass Schiedsverfahren immer noch eine relativ geringe Verbreitung haben und hauptsächlich von Großunternehmen verwendet werden. Schiedsvereinbarungen bieten aber auch für mittelständische Unternehmen eine Reihe klarer Vorteile.

Auf den ersten Blick erscheinen Schiedsverfahren deshalb teurer als Verfahren vor den staatlichen Gerichten, weil häufig außer Acht gelassen wird, dass es vor staatlichen Gerichten bis zu drei Instanzen geben kann, während ein Schiedsverfahren in einer einzigen Instanz abgeschlossen wird. Schiedsverfahren bieten zudem den Vorteil, dass die Schiedsverfahrensordnung, die Verfahrenssprache und der Schiedsort frei gewählt werden können. Wenn die Vertrags- und die Verfahrenssprache identisch sind, lassen sich z.T. hohe Übersetzungskosten vermeiden. Schiedsverfahren bieten einen höheren Grad an Vertraulichkeit, weil sie nicht öffentlich sind. Wichtig ist, dass die Schiedsvereinbarung sorgfältig formuliert wird, damit nicht später Streit über ihre Wirksamkeit entstehen kann.

Mehr Informationen: http://dr-thomas-rinne.de/category/deutsches-wirtschaftsrecht/

  

Dr. Thomas Rinne, Rechtsanwalt und Abogado

v. Einem & Partner

Goethestraße 7

60313 Frankfurt am Main (Deutschland)

Tel: +49 69 9203479-0

Fax: +49 69 9203479-15

Email: [email protected]

www.einem.de

 

Member of Eurojuris International. National and european lawyers net.