Achtung! Den Ansprüchen von Kapitalanlegern droht Ende 2011 die absolute Verjährung!!!

01.06.2011821 Mal gelesen
Am Ende des Jahres 2011 werden infolge der absoluten Verjährung die meisten (Schadensersatz-) Ansprüche von Anlegern verjähren. Wer mit der Entwicklung seiner Kapitalanlage unzufrieden ist, sollte deshalb schon heute aktiv werden.

Schwerwiegende Änderungen des Verjährungsrechts durch die Schuldrechtsnovelle

Die letzte Schuldrechtsnovelle hat das Verjährungsrecht grundlegend geändert. Bis zum 31.12.2001 verjährten Schadensersatzansprüche wegen Verletzung von Aufklärungs- und Beratungspflichten erst nach 30 Jahren. Seit dem 01.01.2002 beträgt die Verjährungsfrist aber nur noch 3 Jahre.

Kenntnisabhängige Verjährung

Zum Nachteil der Anleger wurde die Verjährungsregelung auch noch komplizierter. Die Verjährungsfrist von 3 Jahren beginnt seit der Schuldrechtsnovelle mit dem Zeitpunkt, in welchem der Anleger Kenntnis von seinem Schadensersatzanspruch hat. Die Folge dieser schwierigen, weil subjektiven Verjährungsregelung, ist, dass Kapitalanleger extrem früh einen Rechtsanwalt einschalten müssen. Denn ohne anwaltliche Hilfe ist die zuverlässige Bestimmung der Verjährungsfrist nahezu unmöglich.

Absolute, kenntnisunabhängige Verjährung

Ende 2011 droht den deutschen Kapitalanlegern jetzt besonderes Ungemach: Dann verjähren ihre Schadensersatzansprüche auch kenntnisunabhängig infolge des Ablaufs einer Frist von 10 Jahren. Bislang konnten vor allem geschädigte Fondsanleger (z.B. Immobilien-, Medien-, Schiffsfonds) noch viele Jahre nach dem Erwerb der Kapitalanlage Schadensersatzklage bei Gericht einreichen. Am 01.01.2012 ist damit aber endgültig Schluss.

Negative Konsequenzen

Für zahlreiche Kapitalanleger wirkt sich diese Verjährungsregelung extrem negativ aus. Die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) hat sich in der letzten Zeit sehr anlegerfreundlich entwickelt. Vor allem wegen verheimlichter Kick-Back-Zahlungen stehen den geschädigten Fondsanlegern Schadensersatzansprüche zu. Diese Schadensersatzansprüche drohen zum 01.01.2012 verloren zu gehen, wenn die Anleger die Verjährung nicht unterbrechen.

Zuwarten ist kontraproduktiv

Geschädigte Kapitalanleger sollten deshalb schon heute aktiv werden. „Langes Zuwarten ist bei Kapitalanlagefällen regelmäßig kontraproduktiv“, so Rechtsanwalt Dr. Steinhübel von der renommierten Anlegerschutzkanzlei Dr. Steinhübel & Dr. Rötlich, „gute Arbeit können wir nur dann leisten, wenn wir rechtzeitig eingeschaltet werden. Zögern Sie also nicht, uns schon heute anzurufen, damit wir Ihren Fall in aller Ruhe besprechen können.“

Dr. Steinhübel & Dr. Rötlich, Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht, Sindelfingen