Jameda-Bewertungen – aber richtig!

Jameda-Bewertungen – aber richtig!
14.03.2016188 Mal gelesen
Patienten bewerten gerne ihre Ärzte. Leider kommt es dabei sehr oft vor, dass die Schilderungen in den Bewertungen übertriebener Natur sind oder der Ablauf der Behandlung nicht ganz richtig dargestellt wird.

Das kann böse Folgen für den Arzt haben, aber auch für den Bewerter, wenn bspw. Lügen verbreitet werden. Dessen sind sich viele Bewerter vielleicht nicht bewusst. Daher ist es gut zu wissen, wie man richtig bewerten kann und darf.

Bewertungen – was ist erlaubt?

Zulässig sind Meinungen und Tatsachenäußerungen, die der Wahrheit entsprechen.

Beispiele:

  • „Ich fühlte mich schlecht behandelt“
  • „Ich hätte mir gewünscht, dass der Arzt sich mehr Zeit für mich nimmt“
  • „Ich fühlte mich nicht ganz ernst genommen“
 

Unzulässig sind hingegen Äußerungen, die nicht der Wahrheit entsprechen, sprich: Lügen.

 

Beispiele:

  • „Ich musste zwei Stunden im Wartezimmer verbringen“ (obwohl es nur 30 Minuten waren)
  • „Der Arzt hat mich nicht aufgeklärt“ (obwohl ein aufklärendes Gespräch stattgefunden hat)
  • „Der Arzt hat mich falsch behandelt“ (tatsächlich wurden die Regeln der ärztl. Kunst eingehalten)
 

Ebenso sollten Patienten keine unfairen Bewertungen abgeben, die nur darauf abzielen, „dem Arzt eins auszuwischen.“

Beispiele:

  • „Der Arzt ist ein Kurpfuscher“
  • „Der Arzt ist ein Schlächter“
  • „Dem Arzt geht es nur ums Geld“

Wie bewerte ich denn nun richtig?

 

Ganz einfach: Richtige Bewertungen sind immer wahr und respektvoll. Bleiben Sie bei der Wahrheit und schreiben Sie bitte nur Dinge, die Sie dem Arzt auch ins Gesicht sagen würden. Zudem sollten Patienten darauf achten, dass immer ein sachlicher Bezug zur jeweiligen Behandlung dargestellt wird. Wenn diese einfachen Regeln beachtet werden, können alle von den Bewertungen profitieren.