185.193.125.45 (Tradixvest) – FCA warnt vor dieser Investmentplattform

22.07.2026 5 Aufrufe
Die britische Finanzaufsicht FCA hat eine offizielle Warnung zu der unter der IP-Adresse 185.193.125.45 erreichbaren Website veröffentlicht.

 

Die unter der IP-Adresse 185.193.125.45 erreichbare Website tritt nach den Angaben der britischen Finanzaufsicht unter der Bezeichnung Tradixvest auf. Anstelle einer gewöhnlichen Domain wird hier eine IP-Adresse verwendet – ein Umstand, der bei Finanzdienstleistungen ungewöhnlich ist und Anlass zu einer besonders sorgfältigen Prüfung geben sollte.

Von besonderer Bedeutung ist, dass die Financial Conduct Authority (FCA) am 20. Juli 2026 eine offizielle Warnmeldung veröffentlicht hat. Nach Angaben der Behörde könnte 185.193.125.45 / Tradixvest Finanzdienstleistungen oder Finanzprodukte ohne die erforderliche Erlaubnis anbieten oder bewerben. Die FCA empfiehlt ausdrücklich, keine Geschäfte mit diesem Anbieter einzugehen und vor möglichen Betrugsversuchen wachsam zu sein.

Kanzlei Wilms – Rechtsanwalt für Anlagebetrug, Kryptobetrug & Online-Investmentbetrug
📞 +49 69 380 781 603
📩 info@anwalt-wilms.de
🌐 https://anwalt-wilms.de/kontakt/

FCA stuft Tradixvest als nicht autorisiert ein

Nach den veröffentlichten Informationen verfügt Tradixvest nicht über eine Zulassung der britischen Finanzaufsicht. Die FCA weist darauf hin, dass die Plattform möglicherweise gezielt Verbraucher im Vereinigten Königreich anspricht, obwohl hierfür keine behördliche Erlaubnis besteht. Als Internetadresse wird ausdrücklich https://185.193.125.45 genannt. Außerdem nennt die FCA eine E-Mail-Adresse, eine Telefonnummer sowie eine Anschrift in London und weist darauf hin, dass solche Kontaktdaten bei nicht autorisierten Anbietern unzutreffend sein oder zu unbeteiligten Unternehmen gehören können.

Welche Leistungen werden typischerweise beworben?

Nach dem Erscheinungsbild vergleichbarer Plattformen sollen Anleger häufig Zugang zu unterschiedlichen Finanzmärkten erhalten. Regelmäßig werden unter anderem folgende Produkte beworben:

  • Kryptowährungen,
  • Forex (Devisenhandel),
  • Aktien,
  • Indizes,
  • Rohstoffe,
  • CFDs,
  • weitere spekulative Finanzprodukte.

Darüber hinaus werben solche Plattformen häufig mit persönlicher Betreuung, modernen Handelsplattformen, angeblich erfahrenen Brokern sowie außergewöhnlich hohen Gewinnchancen.

Kein Schutz durch britische Entschädigungssysteme

Die FCA weist ausdrücklich darauf hin, dass Kunden eines nicht autorisierten Unternehmens regelmäßig keinen Zugang zum Financial Ombudsman Service haben. Ebenso besteht grundsätzlich kein Schutz durch das Financial Services Compensation Scheme (FSCS), falls Gelder verloren gehen oder der Anbieter seinen Verpflichtungen nicht nachkommt.

Auffällig: Nutzung einer IP-Adresse statt einer Domain

Seriöse Finanzdienstleister treten üblicherweise unter einer dauerhaft registrierten Unternehmensdomain auf. Wird eine Handelsplattform ausschließlich oder überwiegend über eine numerische IP-Adresse betrieben, sollten Anleger besonders aufmerksam sein.

Eine solche Gestaltung kann zwar unterschiedliche technische Gründe haben, sie erschwert jedoch häufig die eindeutige Zuordnung des Betreibers und sollte Anlass geben, sämtliche Unternehmensangaben sorgfältig zu überprüfen.

Typischer Ablauf vergleichbarer Plattformen

Aus zahlreichen bekannten Sachverhalten ergibt sich häufig ein ähnliches Vorgehen.

Nach der Registrierung erfolgt oftmals eine telefonische Kontaktaufnahme durch einen angeblichen Broker oder Account-Manager. Zunächst wird eine vergleichsweise geringe Einzahlung empfohlen.

Im weiteren Verlauf folgen häufig:

  • angeblich steigende Kontostände,
  • regelmäßige Telefonate,
  • Hinweise auf exklusive Handelsmöglichkeiten,
  • Aufforderungen zu weiteren Einzahlungen,
  • Darstellung hoher Gewinne im Kundenkonto.

Gerade die angezeigten Gewinne können Vertrauen schaffen und Anleger zu weiteren Investitionen bewegen.

Schwierigkeiten treten häufig bei Auszahlungen auf

Aus zahlreichen vergleichbaren Sachverhalten berichten Betroffene, dass Probleme oftmals erst dann entstehen, wenn eine Auszahlung beantragt wird.

Geschildert werden beispielsweise:

  • verzögerte oder verweigerte Auszahlungen,
  • zusätzliche Identitätsprüfungen,
  • neue Dokumentationsanforderungen,
  • Kontosperrungen,
  • Forderungen nach weiteren Zahlungen.

Als Begründung werden häufig genannt:

  • angebliche Steuerforderungen,
  • Bearbeitungsgebühren,
  • Geldwäscheprüfungen,
  • Sicherheitsleistungen,
  • Wallet-Verifizierungen,
  • Freischaltungskosten,
  • Liquiditätsnachweise.

Zusätzliche Zahlungen sollten ohne sorgfältige Prüfung grundsätzlich nicht geleistet werden.

Kryptowährungen erschweren häufig die Nachverfolgung

Viele Plattformen verlangen Einzahlungen in Bitcoin, Ethereum, USDT oder anderen Kryptowährungen.

Blockchain-Transaktionen bleiben zwar dauerhaft nachvollziehbar, die Vermögenswerte werden jedoch häufig über zahlreiche Wallet-Adressen und internationale Kryptobörsen weitergeleitet. Dadurch kann die Nachverfolgung erheblich erschwert werden.

Deshalb sollten Wallet-Adressen, Blockchain-Transaktionen und sämtliche Zahlungsunterlagen sorgfältig gesichert werden.

Vorsicht vor Recovery-Scams

Nicht selten werden Geschädigte nach einem finanziellen Verlust erneut kontaktiert. Die Anrufer geben sich beispielsweise als Ermittler, Blockchain-Spezialisten oder Unternehmen zur Rückholung verlorener Gelder aus.

Vor einer angeblichen Auszahlung werden häufig weitere Gebühren verlangt. Auch solche Angebote sollten kritisch hinterfragt werden.

Was sollten betroffene Anleger jetzt tun?

Wer bereits Geld an 185.193.125.45 (Tradixvest) überwiesen oder Kryptowährungen transferiert hat, sollte sämtliche Unterlagen vollständig sichern.

Hierzu gehören insbesondere:

  • Kontoauszüge,
  • Überweisungsbelege,
  • Wallet-Adressen,
  • Blockchain-Transaktionen,
  • E-Mails,
  • Chatverläufe,
  • Telefonnummern,
  • Screenshots des Kundenkontos.

Außerdem empfiehlt es sich, keine weiteren Zahlungen vorzunehmen, solange zusätzliche Gebühren oder Freischaltungskosten verlangt werden. Eine frühzeitige rechtliche Prüfung kann helfen, mögliche Ansprüche und Handlungsoptionen zu bewerten.

FAQ zu 185.193.125.45 (Tradixvest)

Gibt es eine behördliche Warnung?
Ja. Die britische Finanzaufsicht FCA veröffentlichte am 20. Juli 2026 eine Warnung zu 185.193.125.45 / Tradixvest und weist darauf hin, dass der Anbieter nicht autorisiert ist.

Warum ist die Nutzung einer IP-Adresse ungewöhnlich?
Seriöse Finanzdienstleister verwenden in der Regel eine Unternehmensdomain. Eine ausschließlich über eine IP-Adresse erreichbare Handelsplattform sollte besonders sorgfältig geprüft werden.

Was tun bei verweigerter Auszahlung?
Betroffene sollten sämtliche Unterlagen sichern, keine weiteren Zahlungen leisten und ihre rechtliche Situation prüfen lassen.

Können Kryptozahlungen nachvollzogen werden?
Je nach Einzelfall können Blockchain-Analysen und Wallet-Auswertungen wichtige Hinweise auf den Verlauf der Zahlungsströme liefern.

Kanzlei Wilms

Rechtsanwalt für Anlagebetrug, Kryptobetrug & Online-Investmentbetrug

📞 +49 69 380 781 603
📩 info@anwalt-wilms.de
🌐 https://anwalt-wilms.de/kontakt/