Immer mehr Anleger berichten über erhebliche Probleme bei der Auszahlung ihrer Gelder über die Plattformen GFI Holdings Limited, TopMarketSolution, CFDCapita und IGG Investing. Häufig gleichen sich die Schilderungen der Betroffenen bis ins Detail: Zunächst werden hohe Renditen und professionelle Betreuung versprochen, später scheitern Auszahlungsversuche oder werden unter immer neuen Vorwänden verzögert.
Besondere Vorsicht ist geboten: Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat bereits vor Angeboten über die Website gfi-hold.com gewarnt und weist darauf hin, dass dort Finanz- und Wertpapierdienstleistungen ohne die erforderliche Erlaubnis angeboten worden sein sollen.
Typischer Ablauf der Betrugsmasche
Nach den Erfahrungen unserer Mandanten verläuft der Anlagebetrug häufig nach demselben Muster:
- Werbung über soziale Medien oder Messenger-Dienste.
- Registrierung auf einer professionell gestalteten Handelsplattform.
- Erste kleinere Gewinne werden angezeigt, um Vertrauen aufzubauen.
- Der Anleger wird zu immer höheren Einzahlungen bewegt.
- Bei Auszahlungswünschen werden angebliche Steuern, Provisionen, Freischaltungsgebühren oder Geldwäscheprüfungen verlangt.
- Trotz weiterer Zahlungen erfolgt keine Auszahlung.
In zahlreichen Fällen werden die Betroffenen anschließend von angeblichen “Recovery-Unternehmen” kontaktiert, die gegen weitere Gebühren eine Rückholung der Gelder versprechen. Auch hierbei handelt es sich häufig um eine weitere Betrugsmasche.
Warnsignale
Folgende Umstände sollten Anleger besonders misstrauisch machen:
- unrealistisch hohe Gewinnversprechen,
- erheblicher Zeitdruck zu weiteren Einzahlungen,
- ständige Wechsel des persönlichen Ansprechpartners,
- Forderung weiterer Zahlungen vor einer Auszahlung,
- fehlende oder zweifelhafte Regulierung,
- ausschließliche Kommunikation per Messenger oder Telefon.
Auszahlung verweigert – was jetzt?
Wer bereits investiert hat und keine Auszahlung erhält, sollte schnell handeln.
Wichtig ist insbesondere:
- keine weiteren Zahlungen leisten,
- sämtliche Kommunikation sichern,
- Kontoauszüge und Zahlungsbelege archivieren,
- Wallet-Adressen und Transaktionsdaten dokumentieren,
- möglichst frühzeitig rechtliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Je schneller gehandelt wird, desto größer sind häufig die Möglichkeiten, Zahlungsströme nachzuvollziehen und Vermögenswerte zu sichern.
Auch Banken können haften
In geeigneten Fällen kommen neben Ansprüchen gegen die Täter auch Schadensersatzansprüche gegen beteiligte Zahlungsdienstleister oder Banken in Betracht. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich Hinweise auf Geldwäsche oder sonstige Auffälligkeiten ergeben haben, denen nicht ausreichend nachgegangen wurde.
Ob entsprechende Ansprüche bestehen, hängt stets vom konkreten Einzelfall ab und sollte sorgfältig geprüft werden.
Unsere Erfahrung
Die Kanzlei Oelschig vertritt bundesweit zahlreiche Mandanten, die Opfer internationaler Anlagebetrüger geworden sind. Wir prüfen insbesondere:
- zivilrechtliche Schadensersatzansprüche,
- Ansprüche gegen Zahlungsdienstleister und Banken,
- Möglichkeiten der Vermögenssicherung,
- Strafanzeigen und internationale Ermittlungsansätze,
- blockchain-forensische Auswertung bei Kryptowährungen.
Gerade bei grenzüberschreitenden Betrugsfällen ist ein schnelles und strukturiertes Vorgehen entscheidend.
Kostenlose Ersteinschätzung
Wer über GFI Holdings Limited, TopMarketSolution, CFDCapita oder IGG Investing investiert hat und Schwierigkeiten bei der Auszahlung erlebt, sollte den Sachverhalt zeitnah rechtlich überprüfen lassen.
Unsere Kanzlei bietet betroffenen Anlegern eine erste rechtliche Einschätzung an und prüft die Erfolgsaussichten möglicher Rückforderungs- und Schadensersatzansprüche.
Die britische Finanzaufsicht unterhält zudem eine laufend aktualisierte Warnliste nicht autorisierter Anbieter. Anleger sollten vor jeder Investition prüfen, ob ein Anbieter dort oder bei anderen Aufsichtsbehörden aufgeführt wird.