Credon AI: Betrug erkennen und Geld zurückfordern – jetzt!

15.06.2026 5 Mal gelesen
Credon AI: Nach außen wirkt alles wie Krypto- oder Online-Trading – real zielt das System darauf ab, Einzahlungen zu provozieren und anschließend abzuschöpfen.

Wenn Sie über credon-ai.com oder die Login-Seite account.credon-ai.com Geld investiert haben, stehen die Chancen hoch, dass Sie auf ein betrügerisches Konstrukt hereingefallen sind. Nach außen wirkt alles wie professionelles Krypto- oder Online-Trading – tatsächlich zielt das System darauf ab, Einzahlungen zu provozieren und anschließend abzuschöpfen. Im Folgenden wird nachvollziehbar erklärt, wie dieses Vorgehen funktioniert und welche Schritte Betroffene einleiten können.

Existiert Credon AI als echter Anbieter?
Die Plattform stellt eine künstlich geschaffene Umgebung dar. Sowohl die Hauptseite als auch der Zugang für Nutzer vermitteln den Eindruck eines regulierten Brokers. In Wirklichkeit handelt es sich um eine fingierte Handelsoberfläche ohne reale Märkte. Die Domain wurde erst am 11.06.2025 registriert – ein typisches Merkmal kurzlebiger Betrugsseiten. Angezeigte Gewinne sind reine Simulation. Es gibt weder echte Transaktionen noch tatsächliche Konten. Alles dient dazu, Vertrauen aufzubauen und weitere Überweisungen zu erreichen.

Welche Erfahrungen berichten Betroffene?
Rückmeldungen von Anlegern zeichnen ein einheitliches Bild: Guthaben wächst scheinbar, doch Auszahlungen bleiben aus. Sobald Geld zurückgefordert wird, tauchen neue angebliche Voraussetzungen auf. Häufig werden zusätzliche Gebühren oder angebliche Steuerzahlungen verlangt, die vorab zu leisten seien. Dieses Vorgehen folgt einem klar erkennbaren Muster. Ein seriöser Anbieter würde weder Auszahlungen blockieren noch ständig neue Forderungen stellen.

Wer steckt hinter den angeblichen Ansprechpartnern?
Im Verlauf der Kommunikation trat unter anderem eine Person namens Dr. Klaus Zimmermann auf. Mit der E-Mail-Adresse dr.klaus.zimmermann@credon-ai.com und der Nummer +4915212187083 gab er sich als Verantwortlicher im Finanzbereich aus und drängte zu weiteren Einzahlungen. Diese Identität ist frei erfunden.

Auch Namen wie Balke oder Eva Müller wurden genutzt. Letztere verwendete unter anderem die E-Mail eva.muller.personal@gmail.com sowie die Telefonnummern +4368110125157 und +447881999092 und nannte eine Adresse in London. Ihre angebliche Aufgabe bestand darin, Auszahlungen zu organisieren. Tatsächlich handelt es sich um erfundene Rollen innerhalb eines Täuschungssystems.

Über welche Wege fließt das Geld?
Einzahlungen sollten unter anderem auf ein Konto bei der ING-DiBa erfolgen. Ob die Kontoinhaber bewusst beteiligt sind oder ihre Daten missbraucht wurden, ist Gegenstand weiterer Untersuchungen. Sicher ist jedoch: Solche Konten sind ein zentraler Bestandteil der Struktur.

Zusätzlich kam die Website swap-bridge.com zum Einsatz. Diese wurde am 10.02.2024 registriert. Auch hier bestehen erhebliche Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit. Solche Plattformen werden häufig genutzt, um Zahlungsströme schwer nachvollziehbar zu machen.

Warum werden Auszahlungen verweigert?
Das System ist darauf ausgelegt, Geld einzusammeln – nicht, es zurückzugeben. Betroffene werden mit wechselnden Begründungen hingehalten. Neue Forderungen sollen weitere Zahlungen auslösen, angeblich als Voraussetzung für eine Auszahlung. Diese Forderungen entbehren jeder Grundlage und verfolgen nur ein Ziel: zusätzliche Einnahmen.

Rechtliche Bewertung des hier eruierten Sachverhalts
Wer gezielt falsche Tatsachen vorspiegelt, um Vermögenswerte zu erlangen, erfüllt den Tatbestand des Betrugs nach § 263 StGB. Darüber hinaus liegt ein Verstoß gegen § 32 KWG vor, da Finanzdienstleistungen ohne Genehmigung angeboten werden.

Auch geldwäscherechtliche Aspekte spielen eine Rolle (§ 261 StGB), da Konten eingesetzt werden, um die Herkunft der Gelder zu verschleiern. Zivilrechtlich können Ansprüche unter anderem aus § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB sowie aus § 812 BGB geltend gemacht werden.

Warum Bankkonten eine Schlüsselrolle spielen
Ohne funktionierende Zahlungswege wäre ein solches System nicht umsetzbar. Die verwendeten Konten gehören entweder den Hinterleuten selbst oder Personen aus deren Umfeld. Die Identifizierung dieser Kontoinhaber ist ein zentraler Ansatzpunkt für rechtliche Schritte.

Gleichzeitig gilt: Wer Gelder aus solchen Strukturen erhält, kann sich unter Umständen selbst strafbar machen. Der Vorwurf der Geldwäsche kann im Raum stehen und muss individuell geprüft werden.

Was Anlagebetrugsbetroffene jetzt tun sollten
Keine weiteren Überweisungen vornehmen. Sämtliche Zahlungsnachweise sichern. Kommunikation vollständig dokumentieren. Anzeige bei den Strafverfolgungsbehörden erstatten. Zusätzlich sollte ein auf Anlagebetrug spezialisierter Rechtsanwalt eingeschaltet werden.

Zusammenfassung: Finger weg, es ist Scam, jetzt Anlagebetrug-Anwalt hinzuziehen
Die vorliegenden Erkenntnisse lassen keinen Zweifel daran, dass es sich bei Credon AI um ein organisiertes Betrugssystem handelt. Die gesamte Konstruktion basiert auf Täuschung, erfundenen Personen und manipulierten Darstellungen. Anleger sollten schnell handeln, um ihre rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen.

 

Resch Rechtsanwälte - Erfahrung im Anlegerschutz seit 1986

Resch Rechtsanwälte GmbH

Kurfürstendamm 129 e

10711 Berlin

Telefon: +49 30 8859770

mail@resch-rechtsanwaelte.de

zum Kontaktformular