Consanflex Solutions: Rückforderung von Geldern nach Anlagebetrug

15.06.2026 1 Mal gelesen
Kennen Sie consanflex(.)com? Dann sollten Sie einen Anwalt für Kapitalanlagebetrug konsultieren! Hier Hilfe erhalten, wir vertreten Opfer im In- und Ausland.

Wer über consanflex(.)com investiert hat, ist sehr wahrscheinlich auf ein betrügerisches Konstrukt gestoßen. Die schwedische Aufsichtsbehörde Finansinspektionen warnt ausdrücklich vor der Seite. Auffällig ist zudem, dass die Domain erst am 08.11.2025 über Tucows Domains Inc. registriert wurde – ein typisches Indiz für kurzlebige Betrugsplattformen. Übertriebene, reißerische Versprechen und angebliche Gewinne dienen lediglich dazu, Einzahlungen zu provozieren. Im Folgenden wird erklärt, wie Betroffene vorgehen können, um ihr Geld zurückzufordern, insofern sie in die Anlagebetrugsfalle getappt sind.

Existiert Consanflex Solutions tatsächlich?
Der Auftritt von Consanflex Solutions wirkt auf den ersten Blick seriös und professionell. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch, dass es sich um eine künstlich aufgebaute Fassade handelt. Weder ein rechtsverbindliches Impressum noch eine überprüfbare Geschäftsadresse sind vorhanden. Auch behauptete Kooperationen mit bekannten Krypto-Plattformen wie Coinbase, Binance oder Kraken entbehren jeder Grundlage. Gleiches gilt für die Verwendung prominenter Namen – diese dienen ausschließlich dazu, Vertrauen zu erschleichen. Insgesamt ist die Darstellung darauf ausgerichtet, möglichst schnell Einzahlungen zu erzeugen.

Erfahrungen mit Consanflex Solutions: Auszahlungen bleiben aus
Berichte von Betroffenen folgen immer wieder demselben Ablauf. Nach einer ersten Einzahlung werden im Nutzerkonto scheinbare Gewinne angezeigt, die jedoch nur simuliert sind. Sobald Anleger eine Auszahlung verlangen, werden neue Hürden aufgebaut. Plötzlich sollen Gebühren, Steuern oder zusätzliche Einlagen gezahlt werden. Eine tatsächliche Auszahlung erfolgt nicht. Dieses Muster entspricht klassischen Betrugsschemata im Online-Trading.

Rechtliche Bewertung: Warum das Angebot unzulässig ist
Consanflex Solutions erbringt Finanzdienstleistungen ohne die erforderliche Genehmigung, was einen Verstoß gegen § 32 KWG darstellt. Die Warnung der schwedischen Aufsichtsbehörde bestätigt, dass keine Zulassung besteht. Zudem fehlen gesetzlich vorgeschriebene Anbieterkennzeichnungen gemäß § 5 DDG. In der Gesamtschau erfüllt das Modell sowohl den Straftatbestand des Kapitalanlagebetrugs (§ 264a StGB) als auch des Betrugs (§ 263 StGB).

So funktioniert die Betrugsstrategie
Die Betreiber setzen gezielt auf psychologischen Druck. Formulierungen, die Knappheit oder garantierte Gewinne suggerieren, sollen zu schnellen Entscheidungen verleiten. Angebliche Einnahmen werden frei erfunden und dienen lediglich der Täuschung. Auch die dargestellten Handelsstrategien halten keiner fachlichen Prüfung stand. Tatsächlich findet kein reales Trading statt – es handelt sich um eine inszenierte Oberfläche, die Einzahlungen generieren soll.

Die Rolle von Bankkonten im System
Damit Gelder fließen können, greifen die Täter auf reale Konten zurück. Diese stehen entweder in ihrem direkten Einflussbereich oder werden über Dritte genutzt. In diesem Zusammenhang kommt auch der Straftatbestand der Geldwäsche (§ 261 StGB) in Betracht. Durch die Identifizierung der Kontoinhaber lässt sich der Weg des Geldes nachverfolgen – ein zentraler Ansatzpunkt für rechtliche Schritte.

Wer hinter Consanflex Solutions steht
Die Struktur hinter der Plattform deutet auf organisierte, international agierende Gruppen hin. Die Arbeitsteilung innerhalb solcher Netzwerke kann sogar den Tatbestand der Bildung krimineller Vereinigungen (§ 129 StGB) erfüllen. Kontoinhaber und Beteiligte können zudem zivilrechtlich haften, etwa nach § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB.

Juristische Einordnung des Vorgehens
Wer vorsätzlich falsche Tatsachen vorgibt, um Vermögenswerte zu erlangen, begeht Anlagebetrug. Genau dieses Prinzip wird hier angewendet: Es werden nicht existente Handelsaktivitäten und Gewinne vorgetäuscht, um Einzahlungen zu erhalten. Betroffene können zivilrechtlich Rückforderungsansprüche (§ 812 BGB) sowie Schadensersatz geltend machen.

Gesamtbewertung von Consanflex Solutions
Aus juristischer Sicht ergibt sich ein klares Bild: Es handelt sich um ein nicht reguliertes und betrügerisches System ohne echte Handelsleistung. Die Berichte von Anlegern belegen eine systematische Täuschung. Die Kombination aus falschen Versprechen, fehlender Aufsicht und verweigerten Auszahlungen lässt keinen anderen Schluss zu.

Was Geschädigte jetzt tun sollten
• Keine weiteren Zahlungen leisten
• Sämtliche Unterlagen und Kommunikationsverläufe sichern
• Strafanzeige erstatten
• Umgehend rechtliche Beratung einholen

Hinweis zur Geldwäsche-Problematik
Bei der Rückführung von Geldern kann unter Umständen eine rechtliche Prüfung erforderlich sein, da auch geldwäscherechtliche Aspekte berührt sein können.

RESCH Rechtsanwälte verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Bank- und Kapitalmarktrecht und unterstützt Betroffene bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche.

Wer sein investiertes Geld zurückverlangen möchte, sollte zeitnah juristische Hilfe in Anspruch nehmen. Eine Kontaktaufnahme ist telefonisch unter +49 30 / 88 59 77 0 oder über das Online-Formular möglich. Jeder Fall wird individuell geprüft, um konkrete Handlungsschritte aufzuzeigen.

 

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