Royal Asset Management: Zweifel an der Seriosität

02.06.2026 10 Mal gelesen
BaFin warnt vor royalasset(.)org: Zahlreiche Hinweise sprechen für Krypto-Anlagebetrug. Betroffene sollten Zahlungen stoppen und Ansprüche prüfen.

Wer über royalasset(.)org investiert hat und nun misstrauisch ist, sollte schnell reagieren. Am 28.05.2026 veröffentlichte die BaFin eine offizielle Warnmeldung. Zudem taucht im Umfeld die Subdomain cdn.mdtcrm(.)org auf, was auf ein strukturiertes Vorgehen schließen lässt. Bei Einzahlungen besteht der Verdacht auf Krypto-Betrug. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie vorgehen können, um Verluste möglichst zu begrenzen.

 

Existiert Royal Asset Management tatsächlich?

Die Plattform präsentiert sich wie ein professioneller Anbieter für Geldanlagen und erweckt gezielt den Eindruck, mit etablierten Finanzhäusern vergleichbar zu sein. Dabei wird offenbar der Name der real existierenden Royal London Asset Management Ltd. missbraucht. Auch die angegebene Adresse in der 80 Fenchurch Street in London wirkt glaubwürdig, dient jedoch lediglich als Kulisse. Nutzerberichte deuten darauf hin, dass angezeigte Gewinne und Kontostände nicht real sind, sondern nur simuliert werden.

 

BaFin-Warnung und rechtliche Einordnung

Die deutsche Finanzaufsicht hat ausdrücklich vor diesem Angebot gewarnt. Eine solche Mitteilung bedeutet, dass keine Erlaubnis nach § 32 KWG vorliegt. Das Anbieten von Finanz- oder Kryptodienstleistungen ist somit unzulässig. Wer hier investiert, bewegt sich außerhalb eines regulierten Rahmens. Entsprechend fällt die rechtliche Bewertung eindeutig aus: Es handelt sich um unerlaubte und täuschungsbasierte Geschäftsmodelle.

 

Warum Auszahlungen ausbleiben

Typisch für betrügerische Krypto-Plattformen ist das Hinauszögern von Auszahlungen. Auch hier werden Betroffene mit wechselnden Begründungen konfrontiert, etwa angeblichen Steuerforderungen, Gebühren oder Sicherheitsleistungen. Der eigentliche Zweck dieser Forderungen besteht darin, weitere Zahlungen zu provozieren. Erfahrungsberichte zeigen, dass eine endgültige Auszahlung in der Regel nicht erfolgt.

 

Bedeutung der Bankverbindungen im System

Damit Gelder transferiert werden können, greifen die Täter auf reale Konten zurück. Diese spielen eine zentrale Rolle im gesamten Ablauf. Die Identifizierung der Kontoinhaber und die Nachverfolgung der Zahlungswege sind entscheidend, um Ansprüche durchzusetzen. Häufig werden solche Konten von sogenannten Geldwäschern bereitgestellt, was strafrechtlich nach § 261 StGB relevant ist. Gleichzeitig können Rückforderungsansprüche aus § 812 BGB sowie § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB entstehen.

 

Strukturen hinter der Plattform

Die Organisation wirkt arbeitsteilig: Kommunikationszentren, technische Infrastruktur wie cdn.mdtcrm(.)org und Zahlungsabwicklung greifen ineinander. Es besteht der Verdacht, dass es sich um ein international agierendes Netzwerk handelt, das mit falschen Identitäten und missbrauchten Firmendaten Vertrauen erzeugt. Auch der Tatbestand einer kriminellen Vereinigung nach § 129 StGB kann im Raum stehen.

 

Rechtliche Bewertung des Vorgehens

Wenn gezielt falsche Tatsachen dargestellt werden, um Investitionen zu erlangen, erfüllt dies den Tatbestand des Anlagebetrugs. Genau dieses Muster zeigt sich hier: Eine scheinbar funktionierende Handelsumgebung wird vorgetäuscht, obwohl kein realer Handel stattfindet. Juristisch kommen insbesondere § 263 StGB sowie § 264a StGB in Betracht.

 

Vorsicht bei angeblichen Rückzahlungen

In manchen Fällen werden kleinere Beträge ausgezahlt, um Vertrauen aufzubauen. Solche Zahlungen können jedoch Risiken bergen. Unter Umständen besteht die Gefahr, unbeabsichtigt in Geldwäschetatbestände nach § 261 StGB verwickelt zu werden. Eine rechtliche Prüfung ist daher dringend anzuraten.

 

Was Betroffene jetzt tun sollten

Weitere Zahlungen sollten sofort gestoppt werden. Gleichzeitig ist es wichtig, sämtliche Kommunikation zu sichern sowie Überweisungs- und Wallet-Daten vollständig zu dokumentieren. Eine Strafanzeige kann sinnvoll sein. Darüber hinaus empfiehlt sich die Einschaltung eines auf Anlagebetrug spezialisierten Rechtsanwalts.

 

Fazit

Die Gesamtbewertung der Plattform fällt klar aus: Es sprechen zahlreiche Hinweise für ein systematisch aufgebautes Betrugsmodell im Bereich Kryptowährungen. Die Warnung der BaFin unterstreicht diese Einschätzung. Dennoch bestehen Möglichkeiten, verlorene Gelder zurückzufordern, insbesondere wenn Zahlungsströme konsequent nachvollzogen werden.

RESCH Rechtsanwälte zählt zu den erfahrenen Kanzleien im Bereich Anlagebetrug in Deutschland. Die Kanzlei verfolgt gezielt Geldflüsse, um Verantwortliche zu identifizieren und Rückforderungen durchzusetzen.

Wenn Sie Zahlungen an Royal Asset Management geleistet haben, sollten Sie zeitnah handeln. Eine rechtliche Prüfung kann klären, welche Schritte im konkreten Fall möglich sind.

 

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