elementcapitall.org: Wie Betroffene nach Krypto-Betrug ihr Geld retten

28.05.2026 34 Mal gelesen
Bei elementcapitall.org Geld investiert? Keine Auszahlung erhalten? Sie stehen sehr wahrscheinlich einem betrügerischen Konstrukt gegenüber. Jetzt Hilfe holen!

Wer bei elementcapitall.org investiert hat und keine Auszahlung erhält, steht sehr wahrscheinlich einem betrügerischen Konstrukt gegenüber. Hinter der Website und der Subdomain api.elementcapitall.org verbirgt sich ein typisches Schema: vermeintliche Gewinne, ausbleibende Auszahlungen und immer neue Forderungen nach Einzahlungen. Jetzt zählt schnelles und konsequentes Vorgehen.

 

Existiert elementcapitall.org tatsächlich?

Der Auftritt der Plattform wirkt professionell und vertrauenswürdig, doch dieser Eindruck täuscht. Als Firmensitz wird eine Adresse in Canary Wharf, London, angegeben. In Wahrheit wird hier die Identität der realen Gesellschaft Element Capital Partners LLP missbraucht. Indem die Täter den Namen eines legitimen Unternehmens nutzen, erzeugen sie gezielt Glaubwürdigkeit. Ergänzend kommen E-Mail-Adressen wie support@elemnt.email oder info@elemntcapitall.org zum Einsatz, die bewusst Verwechslungen provozieren. Auffällig ist zudem das Alter der Domain: Sie wurde erst am 31.03.2026 über Host Africa (Pty.) Ltd. registriert. Solch junge Domains sind häufig Teil betrügerischer Konstruktionen. Die angezeigten Handelsumgebungen dienen lediglich dazu, Gewinne vorzutäuschen.

 

Erfahrungen mit dem Trading auf elementcapitall.org

Berichte von Anlegern folgen einem wiederkehrenden Muster. Hohe Renditeversprechen und extrem hohe Hebel – teilweise bis zu 1:800 – sollen zum Einstieg bewegen. In regulierten Märkten wären solche Hebel nicht zulässig, was ein klares Warnsignal darstellt. Die im Nutzerkonto dargestellten Gewinne existieren nur virtuell. Sobald eine Auszahlung verlangt wird, zeigt sich das eigentliche Problem: Auszahlungen bleiben aus oder werden hinausgezögert. Stattdessen verlangen die Betreiber zusätzliche Zahlungen, etwa für angebliche Steuern, Gebühren oder Sicherheitsleistungen. Dieses Vorgehen ist charakteristisch für Krypto-Betrug.

 

Warum Auszahlungen verweigert werden

Fordert ein Anleger sein Guthaben an, beginnt eine neue Phase der Täuschung. Es werden immer neue Gründe genannt, weshalb eine Überweisung angeblich noch nicht erfolgen kann – von steuerlichen Hindernissen über technische Prüfungen bis hin zu Liquiditätsengpässen. Ziel ist es ausschließlich, weitere Zahlungen zu erzwingen. Wer durch Täuschung Vermögenswerte erlangt, erfüllt den Tatbestand des Betrugs gemäß § 263 StGB; im Kontext von Geldanlagen kommt zudem § 264a StGB in Betracht.

 

Die Rolle von Konten und Wallets im System

Auch ein digitales Betrugssystem benötigt reale Zahlungswege. Die eingezahlten Beträge werden über Bankkonten und Krypto-Wallets weitergeleitet, ohne dass tatsächlich investiert wird. Dabei entsteht regelmäßig ein Geflecht von Transaktionen, das den Tatbestand der Geldwäsche nach § 261 StGB erfüllt. Entscheidend ist: Diese Konten sind angreifbar. Durch ihre Identifikation lassen sich rechtliche Ansprüche durchsetzen, denn ohne sie könnte das System nicht funktionieren.

 

Wer hinter elementcapitall.org steht

Die Organisation solcher Plattformen ist arbeitsteilig aufgebaut. Callcenter übernehmen die Kommunikation, technische Teams betreiben die Infrastruktur, und Zahlungsdienstleister sorgen für die Abwicklung der Gelder. Besonders relevant sind die Kontoinhaber, über deren Konten die Zahlungen laufen. Gegen sie bestehen zivilrechtliche Ansprüche, etwa aus ungerechtfertigter Bereicherung (§ 812 BGB) oder unerlaubter Handlung in Verbindung mit Betrug (§ 823 Abs. 2 BGB i. V. m. § 263 StGB). In vielen Fällen lassen sich hier konkrete Anspruchsgegner identifizieren.

 

Rechtliche Bewertung des Vorgehens

Ein Anlagebetrug liegt vor, wenn bewusst falsche Angaben genutzt werden, um Investoren zu Zahlungen zu bewegen. Genau dieses Muster zeigt sich hier. Zusätzlich werden Finanzdienstleistungen ohne erforderliche Erlaubnis angeboten, was gegen § 32 KWG verstößt. Auch Informationspflichten, etwa nach § 5 DDG, werden regelmäßig missachtet. Wichtig ist jedoch: Strafverfahren führen selten direkt zur Rückzahlung der Gelder. Entscheidend ist vielmehr die zivilrechtliche Verfolgung der Geldflüsse.

 

Was Betroffene jetzt beachten sollten

- Keine weiteren Überweisungen tätigen

- Sämtliche Transaktionen und Kommunikationsdaten sichern

- Schnellstmöglich rechtlichen Rat einholen

- Angebote zur Rückholung von Geldern durch unbekannte Dritte ablehnen

 

In Einzelfällen erhalten Anleger kleine Auszahlungen. Diese dienen lediglich dazu, Vertrauen aufzubauen und weitere Einzahlungen zu provozieren. Zudem kann der Erhalt solcher Gelder unter Umständen rechtliche Risiken, etwa im Zusammenhang mit Geldwäsche, mit sich bringen.

 

Möglichkeiten, das investierte Geld zurückzuholen

RESCH Rechtsanwälte ist auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisiert und verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit Anlagebetrug und Geldwäsche. Der Ansatz besteht darin, die Geldströme systematisch nachzuverfolgen und die beteiligten Kontoinhaber zu identifizieren. Ziel ist es, auf diesem Weg Rückzahlungen durchzusetzen.

Der erste Schritt ist stets eine rechtliche Prüfung des Einzelfalls. Betroffene können sich telefonisch unter +49 30 / 88 59 77 0 oder über das Kontaktformular der Kanzlei melden, um konkrete Handlungsmöglichkeiten zu besprechen.

 

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