Mirax-Trading: Betrugsmasche erkennen und Verluste zurückfordern

27.05.2026 88 Aufrufe
Mirax täuscht Gewinne vor, verweigert Auszahlungen und steht im Fokus der BaFin. Betroffene sollten jetzt Rückforderungsansprüche prüfen lassen.

Wer über die Webseiten miralim(.)com oder my.miralim(.)com Geld angelegt hat, ist sehr wahrscheinlich Opfer eines Anlagebetrugs geworden. Die Finanzaufsicht BaFin hat am 22.05.2026 ausdrücklich vor diesem Angebot gewarnt. Entscheidend ist jetzt, keine Zeit zu verlieren: Unter den richtigen Voraussetzungen lassen sich verlorene Beträge zurückholen. Dieser Beitrag erklärt, worauf es ankommt und welche Schritte sinnvoll sind.

 

Existiert Mirax als echte Handelsplattform?

Auf den ersten Blick vermittelt Mirax den Eindruck einer seriösen Trading-Umgebung: moderne Oberfläche, hohe Renditeversprechen und Hebel bis zu 1:800. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch, dass es sich um ein durchinszeniertes Konstrukt handelt. Die angegebene Geschäftsadresse in der 30 Fenchurch Street in London dient lediglich der Außendarstellung. Ebenso sind die behaupteten Zulassungen in Großbritannien, Australien und Zypern nicht belegt. Die gesamte Darstellung soll Vertrauen erzeugen, obwohl im Hintergrund kein realer Handel stattfindet – ein Umstand, der auch die Warnung der BaFin erklärt.

 

Erfahrungen mit Mirax: Simulation statt echter Investition

Berichte von Betroffenen zeichnen ein einheitliches Bild. Interessenten werden von vermeintlichen Brokern kontaktiert, die fachkundige Unterstützung vorspiegeln. Innerhalb der Plattform werden Gewinne angezeigt, die tatsächlich nie erwirtschaftet wurden. Das Dashboard bildet lediglich eine künstliche Realität ab. Tatsächliche Markttransaktionen finden nicht statt, vielmehr wird ein Erfolg suggeriert, der Anleger zu weiteren Einzahlungen bewegen soll.

 

Warum Auszahlungen scheitern

Sobald Anleger ihr Guthaben auszahlen lassen möchten, ändert sich die Dynamik. Plötzlich werden zusätzliche Zahlungen verlangt – etwa für angebliche Steuern, Gebühren oder Sicherheitsleistungen. Trotz dieser Forderungen bleibt die Auszahlung aus. Dieses Vorgehen ist charakteristisch für betrügerische Handelsmodelle, bei denen immer neue Einzahlungen provoziert werden sollen.

 

Die Rolle von Bankkonten im Betrugssystem

Damit Gelder fließen können, greifen die Täter auf reale Kontoverbindungen zurück. Häufig stehen dahinter sogenannte Finanzagenten oder Firmenkonstrukte, die Teil eines Geldwäschenetzwerks sind. Durch die Identifizierung dieser Kontoinhaber lassen sich rechtliche Schritte zur Rückforderung einleiten. Ohne diese Infrastruktur wäre die Durchführung des Betrugs nicht möglich.

 

Wer steckt hinter Mirax?

Die Organisation hinter solchen Plattformen ist in der Regel arbeitsteilig aufgebaut und international vernetzt. Verschiedene Gruppen übernehmen unterschiedliche Aufgaben. Die Nutzung fremder Konten erfüllt regelmäßig den Tatbestand der Geldwäsche (§ 261 StGB). Zusätzlich kommen Delikte wie Betrug (§ 263 StGB) und Kapitalanlagebetrug (§ 264a StGB) in Betracht.

 

Rechtliche Bewertung des Vorgehens

Das gezielte Vorspiegeln falscher Tatsachen, um Anlegergelder zu erlangen, erfüllt die Voraussetzungen eines Anlagebetrugs. Genau dieses Muster zeigt sich bei Mirax. Hinzu kommt, dass Finanzdienstleistungen ohne die erforderliche Erlaubnis nach § 32 KWG angeboten werden. Auch zivilrechtlich bestehen Ansprüche, etwa auf Herausgabe ungerechtfertigt erlangter Gelder (§ 812 BGB) oder Schadensersatz (§ 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 263 StGB).

 

Vorsicht bei vermeintlichen Rückzahlungen

In manchen Fällen werden kleinere Beträge ausgekehrt, um Glaubwürdigkeit zu erzeugen. Diese Strategie dient dazu, weiteres Vertrauen aufzubauen. Allerdings kann der Empfang solcher Gelder rechtliche Risiken bergen, etwa im Zusammenhang mit Geldwäsche. Eine rechtliche Prüfung ist daher dringend zu empfehlen.

 

Bewertung: Deutliche Warnzeichen

Mehrere Faktoren sprechen klar gegen die Seriosität von Mirax: fehlende Regulierung, falsche Angaben zu Aufsichtsbehörden, aggressives Vorgehen im Vertrieb und verweigerte Auszahlungen. Die offizielle Warnmeldung der BaFin bestätigt diese Einschätzung zusätzlich.

 

Was Betroffene jetzt tun sollten

- Keine weiteren Überweisungen vornehmen

- Sämtliche Kommunikation sowie Zahlungsnachweise sichern

- Strafanzeige bei den zuständigen Behörden stellen

- Zeitnah rechtliche Unterstützung einholen

 

Wege zur Rückforderung der Gelder

RESCH Rechtsanwälte ist auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisiert und verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit Anlagebetrug und Geldwäsche. Die Kanzlei verfolgt systematisch die Spur der Geldflüsse, um Verantwortliche zu identifizieren und Ansprüche durchzusetzen.

Wer bei Mirax investiert und Geld verloren hat, sollte nicht abwarten. Eine frühzeitige Prüfung erhöht die Chancen, Zahlungen zurückzuerhalten. Kontakt ist telefonisch unter +49 30 / 88 59 77 0 oder über das Online-Formular möglich. Die Kanzlei analysiert den Einzelfall und zeigt konkrete Handlungsoptionen auf.

 

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