Wer über everstonetradecapital(.)com investiert hat, sollte aufmerksam werden: Vieles deutet darauf hin, dass hinter der Plattform kein regulärer Broker, sondern ein professionell aufgebautes Täuschungssystem steht. Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) hat bereits eine offizielle Warnung vor der hier agierenden Everstone Trade Capital veröffentlicht – ein starkes Indiz für unerlaubte Geschäftstätigkeit. Entscheidend ist jetzt, zügig zu reagieren: Es bestehen reale Chancen, verlorene Gelder zurückzufordern. Wir zeigen auf, wie das geht.
Existiert Everstone Trade Capital als legitimer Anbieter?
Auf den ersten Blick wirkt das Angebot wie das eines seriösen Online-Brokers. Schaut man genauer hin, ergeben sich jedoch zahlreiche Ungereimtheiten. So wurde die Domain everstonetradecapital(.)com erst am 05.05.2025 registriert – ein typisches Merkmal kurzfristig angelegter Plattformen. Die angegebene Anschrift in Bristol (55 Roman Way Hanham) lässt sich nicht verifizieren. Zudem zeigen sich inhaltliche Brüche: In den AGB erscheint plötzlich der Name „xdustradehub“, während in der Datenschutzerklärung „theokxcrypto“ genannt wird. Solche Namenswidersprüche sprechen nicht für Nachlässigkeit, sondern für ein hastig konstruiertes System, das Vertrauen simulieren soll, wo real keine Vertrauensbasis vorzufinden ist.
FMA-Warnung: Klare Einordnung als unerlaubter Anbieter
Die FMA weist ausdrücklich darauf hin, dass Everstone Trade Capital keine Genehmigung besitzt, konzessionspflichtige Wertpapierdienstleistungen anzubieten. Nach § 3 Abs. 2 Z. 6 WAG 2018 ist die Durchführung von Kundenaufträgen ohne entsprechende Lizenz unzulässig. Diese Bewertung macht deutlich: Es handelt sich nicht um einen regulierten Marktteilnehmer. Anleger bewegen sich damit außerhalb eines geschützten Rahmens.
Typische Abläufe aus Sicht der Betroffenen
Berichte von Nutzern zeigen ein wiederkehrendes Muster. Zu Beginn werden hohe Gewinne in Aussicht gestellt, während das Benutzerkonto scheinbar wachsende Erträge und erfolgreiche Trades anzeigt. Diese Darstellung dient jedoch lediglich der Täuschung. Sobald eine Auszahlung verlangt wird, treten Probleme auf: Entweder wird die Auszahlung blockiert oder es werden zusätzliche Einzahlungen verlangt – etwa für angebliche Steuern, Gebühren oder Sicherheitsleistungen. Trotz weiterer Zahlungen bleibt die Auszahlung aus.
Warum Auszahlungen systematisch verhindert werden
Ein zentrales Element solcher Konstrukte ist die gezielte Verzögerung oder Verweigerung von Auszahlungen. Immer neue Forderungen sollen Anleger zu weiteren Überweisungen bewegen. Dieses Vorgehen erfüllt regelmäßig die Voraussetzungen von Betrug (§ 263 StGB) sowie Kapitalanlagebetrug (§ 264a StGB), da bewusst falsche Tatsachen vorgespiegelt werden, um Zahlungen zu erlangen.
Die Rolle von Bankkonten und Geldflüssen
Damit das System funktioniert, werden reale Konten genutzt, über die Gelder transferiert werden. Diese gehören entweder den Hintermännern selbst oder eingesetzten Mittelsmännern. Hier kommt der Tatbestand der Geldwäsche (§ 261 StGB) ins Spiel. Durch die Identifizierung dieser Konten lassen sich zivilrechtliche Ansprüche ableiten, insbesondere aus § 812 BGB sowie § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB. Ziel ist es, Zahlungsströme nachzuvollziehen und Rückforderungen durchzusetzen.
Wer steckt hinter der Plattform?
Die Struktur ist darauf ausgelegt, Verantwortlichkeiten zu verschleiern. Gefälschte Dokumente wie angebliche Gründungszertifikate sollen Seriosität suggerieren. Tatsächlich handelt es sich um Bestandteile der Täuschung. Häufig agieren die Beteiligten arbeitsteilig und international, etwa über Callcenter-Strukturen. Auch wechselnde E-Mail-Adressen wie legal@esportail(.)cc oder n.pohlmann@esportail(.)cc, die offenkundig nicht in den hier analysierten Website-Rahmen passen, sind typisch für diese Vorgehensweise.
Juristische Einordnung: Rechtsverstöße am laufenden Band?
Mehrere Rechtsverstöße liegen nahe: Neben der fehlenden Erlaubnis nach § 32 KWG besteht auch ein Verstoß gegen Informationspflichten gemäß § 5 DDG. Die geschilderten Täuschungshandlungen erfüllen zudem strafrechtliche Tatbestände nach § 263 und § 264a StGB. Für Geschädigte ergeben sich daraus konkrete Möglichkeiten, ihre eingezahlten Beträge zurückzufordern.
Gesamtbewertung: Besser, man bleibt Everstone Trade Capital fern
Die Gesamtschau – behördliche Warnung, fehlende Regulierung, widersprüchliche Inhalte und blockierte Auszahlungen – führt zu einer klaren Einschätzung: Everstone Trade Capital ist höchstwahrscheinlich kein seriöser Anbieter. Investitionen sind mit erheblichen Risiken verbunden.
Handlungsempfehlungen für Anlagebetrugsopfer
- Keine weiteren Zahlungen leisten
- Alle Transaktionen und Kommunikationsverläufe sichern
- Strafanzeige erstatten
- Schnell juristischen Rat einholen
Wege zur Rückforderung von abhandengekommenen Geldern
RESCH Rechtsanwälte verfügt über langjährige Erfahrung im Bank- und Kapitalmarktrecht, insbesondere bei Fällen von Anlagebetrug und Geldwäsche. Die Kanzlei verfolgt Zahlungsströme, identifiziert beteiligte Konten und setzt Ansprüche konsequent durch.
Wenn Sie betroffen sind und Ihr Geld zurückfordern möchten, können Sie Kontakt aufnehmen: telefonisch unter +49 30 / 88 59 77 0 oder über das Online-Formular. Eine rechtliche Prüfung zeigt auf, welche konkreten Schritte in Ihrem Fall möglich sind.
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