Wer mit „Cyber Law“ auf cyberlawsolutions(.)com in Kontakt stand, ist sehr wahrscheinlich auf einen sogenannten Recovery-Betrug gestoßen. Die Seite gibt vor, verlorenes Geld aus Trading-Fallen zurückzuholen, dient jedoch selbst der Täuschung – fallen Sie nicht drauf herein, Ihre Verluste, die Sie im Zuge vorangegangener Online-Anlagebetrügereien eingefahren haben, werden sich bei einem „Cyber Law“-Engagement nur noch weiter vergrößern! Bereits auf den Follow-Up-Scam hereingefallen? Wir helfen Ihnen, Ihr Geld zurückzuerlangen.
Zweifel an der Seriosität der Plattform
Wer auf cyberlawsolutions(.)com stößt und dort Unterstützung bei der Rückgewinnung verlorener Anlagegelder sucht, trifft nicht auf eine echte Kanzlei, sondern auf ein Konstrukt, das gezielt Vertrauen simuliert. Auffällig ist bereits die Diskrepanz zwischen der behaupteten langjährigen Erfahrung und den technischen Fakten: Die Domain wurde erst am 20.02.2026 bei GoDaddy, LLC registriert. Das passt nicht zu den angepriesenen „12 Jahren Expertise“.
Typisches Muster eines Recovery-Scams
Hinter der Bezeichnung „Cyber Law“ verbirgt sich kein seriöser Rechtsdienstleister, sondern ein typischer Folge-Betrug. Personen, die zuvor durch dubiose Online-Broker Geld verloren haben, werden erneut angesprochen. Die Ansprache wirkt professionell, die Versprechen klingen überzeugend – etwa durch Angaben wie „über 1500 gelöste Fälle“ oder eine „Analyse innerhalb von 24 Stunden“. Solche Aussagen dienen jedoch in erster Linie der Inszenierung.
Die Vorgehensweise folgt einem klaren Muster: Zunächst wird Vertrauen aufgebaut, häufig mit dem Hinweis auf Spezialisierung und schnelle Hilfe. Danach werden Gebühren verlangt, bevor angebliche Maßnahmen eingeleitet werden. Gerade Betroffene früherer Verluste sind anfällig für diese Strategie, weil sie auf eine zweite Chance hoffen. Genau diese Situation wird gezielt ausgenutzt.
Keine echte Kanzlei erkennbar
Eine Überprüfung zeigt: Es existiert keine nachvollziehbare Kanzleistruktur, keine belegbaren Referenzen und keine echte juristische Tätigkeit. Die gesamte Darstellung ähnelt eher einer gut inszenierten Bühne – optisch überzeugend, inhaltlich jedoch ohne Substanz. Die angebotenen Leistungen erfüllen keinen realen Zweck außer der Täuschung.
Rechtliche Einordnung des Vorgehens
Rechtlich lässt sich dieses Vorgehen einordnen: Wer vorsätzlich falsche Tatsachen vorspiegelt, um Zahlungen zu erlangen, erfüllt den Tatbestand des Betrugs nach § 263 StGB. Darüber hinaus können Kapitalanlagebetrug (§ 264a StGB), Geldwäsche (§ 261 StGB) sowie unerlaubte Finanzdienstleistungen (§ 32 KWG) relevant sein. Auf zivilrechtlicher Ebene kommen insbesondere Ansprüche aus ungerechtfertigter Bereicherung (§ 812 BGB) und deliktischer Haftung (§ 823 Abs. 2 BGB) in Betracht.
Bedeutung der Zahlungswege
Damit solche Modelle funktionieren, benötigen die Täter funktionierende Zahlungswege. Konkret heißt das: Es werden reale Bankkonten genutzt, die entweder den Hinterleuten selbst oder eingesetzten Dritten zuzuordnen sind. Über diese Konten lassen sich Zahlungsströme nachverfolgen – ein zentraler Ansatzpunkt, um Rückforderungsansprüche geltend zu machen.
Vorsicht bei scheinbaren Rückzahlungen
Ein weiteres typisches Element ist die gezielte Rücküberweisung kleiner Beträge. Diese dient dazu, Glaubwürdigkeit zu erzeugen und weitere Zahlungen zu provozieren. Wer solche Gelder erhält, sollte vorsichtig sein, denn unter Umständen entsteht ein Risiko im Zusammenhang mit Geldwäsche. Eine rechtliche Einordnung ist hier sinnvoll.
Erfahrungen Betroffener: Ein wiederkehrendes Muster
Die geschilderten Erfahrungen vieler Betroffener ähneln sich stark: Nach der ersten Kontaktaufnahme folgen Analyseversprechen, anschließend Gebührenforderungen. Danach kommt es entweder zum Abbruch der Kommunikation oder zu immer neuen Zahlungsaufforderungen. Dieses wiederkehrende Muster spricht klar für ein betrügerisches System.
Was Betroffene jetzt tun sollten
Wer betroffen ist, sollte strukturiert vorgehen: Keine weiteren Überweisungen tätigen, sämtliche Kommunikation sichern, Zahlungsbelege sammeln, Anzeige erstatten und juristischen Beistand einholen.
Möglichkeiten zur Rückforderung
Für die Durchsetzung von Ansprüchen kann spezialisierte Unterstützung entscheidend sein. RESCH Rechtsanwälte, eine auf Bank- und Kapitalmarktrecht ausgerichtete Kanzlei mit jahrzehntelanger Erfahrung, verfolgt systematisch die Spur der Geldflüsse und identifiziert beteiligte Kontoinhaber. Ziel ist es, unrechtmäßig gezahlte Beträge zurückzuführen.
Wenn Sie Verluste im Zusammenhang mit Cyber Law geltend machen möchten, empfiehlt sich ein zeitnahes Vorgehen. Eine rechtliche Prüfung schafft Klarheit über die nächsten Schritte und mögliche Rückholungswege.
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