Die BaFin warnt aktuell vor Angeboten der Website eurowak(.)com. Nach Angaben der Finanzaufsicht bietet EUROWAK mit angeblichem Sitz in Herne auf der Website gegen Gebühren die Vergabe von Krediten an, ohne über die erforderliche Erlaubnis der BaFin zu verfügen.
Der Verdacht: Gebühren zahlen – aber der Kredit kommt nicht
Besonders problematisch ist bei solchen Fällen: Verbraucher suchen dringend Liquidität, beantragen online einen Kredit und erhalten scheinbar schnell eine Zusage. Danach werden häufig Vorkosten, Bearbeitungsgebühren, Versicherungsbeiträge, Aktivierungsgebühren oder angebliche Steuern verlangt. Die Auszahlung des Kredits bleibt aber aus.
Genau hier liegt das typische Risiko: Wer bereits finanziell unter Druck steht, wird durch die Aussicht auf einen schnellen Kredit zu weiteren Zahlungen bewegt. Am Ende gibt es keinen Kredit – aber das gezahlte Geld ist weg.
Typischer Ablauf einer solchen Kreditmasche
Viele Betroffene berichten von einem ähnlichen Muster:
- Online-Kreditantrag über die Website
- schnelle Zusage trotz schlechter Bonität oder Schufa-Problemen
- Übersendung angeblicher Kreditunterlagen
- Forderung einer Vorabzahlung
- weitere Zahlungsaufforderungen wegen angeblicher Freischaltung
- keine Auszahlung des Kredits
- Ansprechpartner reagieren nicht mehr oder vertrösten weiter
Gerade Kredite ohne echte Bonitätsprüfung, „sofortige Auszahlung“ oder „garantierte Zusage“ sollten Verbraucher äußerst misstrauisch machen.
Warum die BaFin-Warnung ernst genommen werden muss
Die BaFin weist darauf hin, dass für Bankgeschäfte in Deutschland grundsätzlich eine Erlaubnis erforderlich ist. Wer ohne Erlaubnis Kredite anbietet, wird nicht von der BaFin beaufsichtigt. Für Verbraucher bedeutet das: Es gibt keine verlässliche Kontrolle, keine seriöse Institutssicherung und häufig keine echte Aussicht auf Auszahlung.
Was Betroffene jetzt tun sollten
Wer bei EUROWAK / eurowak(.)com bereits Gebühren gezahlt oder persönliche Unterlagen übermittelt hat, sollte schnell handeln:
- keine weiteren Zahlungen leisten
- Zahlungsbelege, E-Mails, WhatsApp-Nachrichten und Verträge sichern
- Ausweisdokumente und Kontodaten auf möglichen Missbrauch prüfen
- Bank unverzüglich informieren
- rechtliche Schritte und Rückforderungsansprüche prüfen lassen
Rechtsanwalt Oelschig unterstützt Betroffene
Rechtsanwalt Oelschig vertritt regelmäßig Geschädigte bei Online-Anlagebetrug, Kreditbetrug und unerlaubten Finanzangeboten. In Fällen wie EUROWAK kommt es darauf an, schnell Zahlungswege zu prüfen, Empfängerkonten zu identifizieren und mögliche Ansprüche gegen Beteiligte konsequent geltend zu machen.
Fazit: Wer bei eurowak(.)com Geld für einen angeblichen Kredit gezahlt hat, sollte nicht weiter abwarten. Die BaFin-Warnung ist ein deutliches Signal: Betroffene sollten ihre Unterlagen sichern und umgehend prüfen lassen, ob Rückforderungs- und Schadensersatzansprüche bestehen.