NordState: Verluste zurückfordern und Betrug erkennen

04.05.2026 29 Aufrufe
Nordstate(.)org: Verdacht auf Anlagebetrug. Plattform wirkt seriös, dient aber bloß Einzahlungen, Zusagen werden nicht eingehalten. Rückforderung prüfen.

Wer über NordState investiert hat und Geld verloren hat, sollte aufmerksam werden: Hinter dem scheinbar seriösen Angebot verbirgt sich nach vorliegenden Hinweisen kein echter Broker, sondern ein typisches Täuschungssystem. Die Plattform nordstate(.)org erzeugt gezielt Vertrauen, um Einzahlungen auszulösen, während die gemachten Zusagen in der Praxis nicht eingehalten werden. Im Folgenden wird erläutert, wie dieses Modell funktioniert und welche Möglichkeiten bestehen, verlorene Gelder zurückzufordern.

Existiert NordState als seriöse Handelsplattform?

Auf den ersten Blick vermittelt NordState Professionalität. Begriffe wie benutzerfreundliche Oberfläche, schnelle Ausführung von Aufträgen und ein angeblich geschütztes Umfeld sollen Seriosität suggerieren. Tatsächlich spricht vieles dafür, dass diese Darstellung lediglich inszeniert ist. Die angegebene Adresse in London (Kemp House, 160 City Road, EC1V 2NX) ist dafür bekannt, dass dort zahlreiche Firmen lediglich registriert sind, ohne real tätig zu sein. Auch die genannten Kontaktdaten wie die Telefonnummer +441582323907 oder die E-Mail-Adresse info@nordstate.net dienen offenbar vor allem der Aufrechterhaltung des äußeren Scheins.

Ein weiterer Hinweis ergibt sich aus der Domain: nordstate(.)org wurde erst am 19.02.2026 über Hostinger, UAB registriert. Solch kurze Bestehenszeiten sind bei betrügerischen Konstruktionen häufig zu beobachten. Insgesamt entsteht so ein künstlich aufgebautes Bild eines Trading-Angebots, das in Wirklichkeit nicht existiert.

Welche Erlebnisse berichten Betroffene?

Die Rückmeldungen von Anlegern folgen einem wiederkehrenden Muster. Zu Beginn werden sie durch freundliche Ansprechpartner zu Einzahlungen bewegt. Parallel dazu zeigt die Plattform angebliche Gewinne an, wodurch Vertrauen aufgebaut wird.

Sobald jedoch eine Auszahlung gefordert wird, ändern sich die Spielregeln: Es werden plötzlich zusätzliche Zahlungen verlangt, etwa für Gebühren oder vermeintliche Steuern. Eine tatsächliche Rücküberweisung findet jedoch nicht statt. Dieses Vorgehen entspricht einem klassischen Ablauf von Anlagebetrug.

Bewertung von NordState: Warum Auszahlungen ausbleiben

Die Analyse fällt eindeutig aus: Es handelt sich nicht um einen echten Handelsanbieter. Reale Transaktionen an Finanzmärkten finden nicht statt; die angezeigten Gewinne sind lediglich Teil einer manipulierten Darstellung.

Ein Betrug liegt insbesondere dann vor, wenn falsche Angaben gezielt eingesetzt werden, um Vermögenswerte zu erlangen. Genau dieses Prinzip scheint hier angewendet zu werden, indem Anleger durch Täuschung zu weiteren Einzahlungen veranlasst werden.

Die Rolle von Bankkonten im Betrugssystem

Damit ein solches Modell funktioniert, müssen reale Konten eingebunden sein, über die die eingezahlten Gelder weitergeleitet werden. In diesem Zusammenhang kann auch der Straftatbestand der Geldwäsche gemäß § 261 StGB relevant werden.

Durch die Identifikation dieser Kontoinhaber lassen sich Ansatzpunkte für Rückforderungen schaffen. Ohne diese Zahlungswege wäre die Durchführung eines solchen Systems nicht möglich. Beteiligte an diesen Strukturen können sich unter Umständen selbst rechtlichen Risiken aussetzen.

Wer steht hinter NordState?

Die organisatorische Struktur ist darauf ausgelegt, die Verantwortlichen zu verschleiern. Statt eines regulierten Unternehmens handelt es sich mutmaßlich um ein Netzwerk, das gezielt Investoren anspricht. Internationale Verflechtungen und häufig wechselnde Domains erschweren die Nachverfolgung zusätzlich.

Erfahrungen aus vergleichbaren Fällen zeigen, dass solche Systeme oft arbeitsteilig organisiert sind. In rechtlicher Hinsicht kann dies als Betrug gemäß § 263 StGB und in bestimmten Konstellationen auch im Rahmen organisierter Strukturen relevant sein.

Rechtliche Möglichkeiten für Geschädigte

Betroffene können sowohl strafrechtliche Schritte einleiten als auch zivilrechtliche Ansprüche geltend machen. Dazu zählen insbesondere Schadensersatzansprüche nach § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB sowie Rückforderungsansprüche aus § 812 BGB.

Ein zentraler Ansatzpunkt besteht darin, die Geldflüsse detailliert nachzuvollziehen. Spezialisierte Rechtsanwälte setzen genau hier an, um Verantwortliche und Kontoinhaber zu identifizieren und rechtlich in Anspruch zu nehmen.

Handlungsempfehlungen im Überblick

  • Keine weiteren Überweisungen tätigen 
  • Alle Unterlagen, Kommunikationsverläufe und Zahlungsnachweise sichern 
  • Schnellstmöglich rechtlichen Beistand einholen 
  • Auf eigene Rückholversuche verzichten 

NordState: Jetzt zügig reagieren

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass Zeit ein entscheidender Faktor ist. Je schneller gehandelt wird, desto größer ist die Chance, Zahlungswege nachzuvollziehen und Ansprüche zu sichern.

RESCH Rechtsanwälte ist eine auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei mit jahrzehntelanger Erfahrung im Bereich Anlagebetrug und Geldwäsche. Seit über 40 Jahren unterstützt die Kanzlei Mandanten dabei, verlorene Gelder zurückzufordern.

Wer Ansprüche im Zusammenhang mit NordState prüfen lassen möchte, sollte unverzüglich Kontakt aufnehmen. Telefonisch erreichbar unter +49 30 / 88 59 77 0 oder über das Kontaktformular auf der Website. Die nächsten Schritte werden individuell erläutert und geprüft.

 

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