20.04.2026 Fake-Celer Asset: Online-Trading-Betrug im Überblick

20.04.2026 91 Aufrufe
Warnung vor celer-asset.net & celer-asset.pro: Anlagebetrug! Kein Bezug zur echten Celer Asset Management AG. Identitätsmissbrauch zur Täuschung von Anlegern.

Fake-Celer Asset: Online-Trading-Betrug im Überblick

Wer über celer-asset.net investiert oder sich bei user.celer-asset.pro angemeldet hat, ist auf ein betrügerisches Konstrukt gestoßen. Die Verantwortlichen geben sich gezielt als Teil der realen Celer Asset Management AG aus der Schweiz aus, obwohl keinerlei Wechselbeziehung besteht. Dieses Vorgehen nutzt die Identität eines echten Unternehmens, um Vertrauen zu erschleichen und Anleger zu täuschen. Gehören Sie zu den Anlagebetrugsgeschädigten? Im Folgenden erfahren Sie, wie das System funktioniert und welche Schritte möglich sind, um Verluste etwaig zurückzufordern.

Existiert die hier eruierte Celer Asset tatsächlich?

Bei der Plattform handelt es sich nicht um einen legitimen Anbieter, sondern um eine bewusst aufgebaute Trading-Täuschung. Die Betreiber greifen auf den Namen der in Arbon (CH) ansässigen Celer Asset Management AG (CHE-320.085.917) zurück, ohne dass eine geschäftliche Beziehung besteht. Durch die Verwendung echter Firmendaten entsteht ein glaubwürdiger Eindruck, der gezielt zur Irreführung genutzt wird.

Auch die angegebene Adresse in der Weststrasse 21 in 9320 Arbon (CH) führt in die Irre, da sich dort ausschließlich das echte Unternehmen befindet. Die Täter sind dort nicht ansässig. Ebenso passt die verwendete Telefonnummer mit britischer Vorwahl, die +44 1975968117, nicht zur behaupteten Schweizer Firmenherkunft. Insgesamt ergibt sich ein sorgfältig konstruiertes Bild scheinbarer Seriosität.

Täuschung durch vorgetäuschte Regulierung

Auf der Internetseite werden Kennzeichen bekannter Finanzaufsichten wie britischen FCA oder zypriotischen CySEC gezeigt. Damit soll der Eindruck entstehen, es liege eine behördliche Zulassung vor. Tatsächlich existiert eine solche Genehmigung in beannnten Ländern nicht. Zusätzlich wird eine angebliche Organisation namens IFCSA erwähnt, die in dieser Form aber gar nicht existiert (möglicherweise hat sich hier ein Tippfehler seitens der Website-Initiatoren eingeschlichen).

Das Anbieten von Finanzdienstleistungen ohne entsprechende Erlaubnis stellt einen Verstoß gegen gesetzliche Vorgaben dar, insbesondere nach § 32 KWG. Für Anleger wirkt die Plattform dadurch reguliert, obwohl sie vollständig außerhalb legaler Strukturen operiert.

Erfundene Identitäten als Vertrauensmittel

Die auf der Website präsentierten Personenprofile, darunter Namen wie Sofia Meraz, Kenji Sato oder Jade Carter, lassen sich keiner realen Person zuordnen, und die verwendeten Bilder wirken so oder so wie KI-Bilder. Solche fiktiven Figuren sollen Fachkompetenz vermitteln und Vertrauen aufbauen.

Auch die angebliche Gesellschaft „CELER Asset Management AG Markets UK Ltd.“ ist nicht real. Sie dient lediglich dazu, den Eindruck eines internationalen Unternehmensgeflechts zu erzeugen, ein solches Unternehmen gibt es nicht im britischen Firmenregister.

Warum Auszahlungen ausbleiben

Betroffene berichten häufig, dass Auszahlungswünsche abgelehnt oder hinausgezögert werden. Stattdessen werden immer neue Forderungen erhoben, etwa angebliche Steuern oder Gebühren, die vor einer Auszahlung zu begleichen seien. Dieses Vorgehen ist typisch für betrügerische Anlageplattformen.

Im Kern liegt ein klassischer Anlagebetrug vor: Durch falsche Angaben werden Anleger zur Einzahlung bewegt, ohne dass eine echte Investition stattfindet.

Die Rolle von Bankkonten im Betrugssystem

Um Gelder entgegenzunehmen, greifen die Täter auf bestehende Bankverbindungen zurück. Diese Konten gehören oft Dritten, die als sogenannte Finanzagenten oder Geldwäscher fungieren. Ohne diese Infrastruktur wäre das System nicht funktionsfähig.

Gerade hier setzen rechtliche Maßnahmen an, indem die Verantwortlichen hinter den Konten identifiziert und zur Rückzahlung herangezogen werden.

Kernfrage: Wer haftet?

Die Organisation hinter der Plattform ist arbeitsteilig aufgebaut. Um größere Geldflüsse zu ermöglichen, werden stabile Netzwerke genutzt. Die Kontoinhaber sind häufig Unternehmen oder vorgeschobene Personen, die rechtlich belangt werden können.

Ansprüche können sich unter anderem aus § 812 BGB oder § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB ergeben. Zusätzlich steht der Verdacht der Geldwäsche gemäß § 261 StGB im Raum.

Was Betroffene jetzt tun sollten

  • Keine weiteren Zahlungen leisten, Sie haben es mit Betrügern zu tun
  • Sämtliche Unterlagen und Kommunikationsverläufe sichern 
  • Strafanzeige bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft erstatten 
  • Zeitnah rechtlichen Rat bei einem Anlagebetrug-Anwalt einholen 

Zu beachten ist: Wer bereits Gelder zurückerhalten hat, könnte unter Umständen selbst rechtliche Risiken tragen, etwa im Zusammenhang mit Geldwäsche. Eine juristische Prüfung ist daher dringend zu empfehlen.

Abschließende Einordnung des Betrugskontextes

Die hier eruierte Fake-Celer Asset ist kein seriöser Online-Broker, sondern ein gezielt aufgebautes Täuschungssystem. Identitätsmissbrauch, fingierte Zulassungen und erfundene Mitarbeiterprofile sind zentrale Elemente dieses Betrugskonstrukts.

Die Domain celer-asset.net wurde erst im Dezember 2025 registriert, ebenso der Loginbereich unter user.celer-asset.pro. Diese kurze Existenzdauer spricht zusätzlich für ein kurzfristig angelegtes Betrugsmodell.

Die Kanzlei RESCH Rechtsanwälte ist seit vier Jahrzehnten im Bereich Bank- und Kapitalmarktrecht tätig und auf Fälle von Anlagebetrug spezialisiert. Geschädigte haben die Möglichkeit, ihre Ansprüche erst einmal kostenlos prüfen zu lassen und – falls gewünscht – rechtliche Schritte einzuleiten, um investierte Gelder zurückzufordern.

 

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