Warnung: Qaerus-finance.com begeht Anlagebetrug inkl. Firmendatenraub!

Kapitalanlagerecht
02.04.2026 218 Mal gelesen
Obacht: Die Website qaerus-finance.com gehört nicht zur Schweizer Qaerus Finance SA! Anlagebetrüger bedienen sich seriöser Firmendaten und zocken Web-Trader ab!

Wer über qaerus-finance.com investiert hat, ist Teil eines gezielten Täuschungsmanövers geworden. Hinter der Plattform, die als „Qaerus Finance“ bzw. „Qaerus Finance Group Ltd” operiert, sowie den Login-Seiten user.clientbridgehub.org und wt.clientbridgehub.org steckt kein seriöser Online-Trading-Anbieter, sondern ein konstruiertes Umfeld, das darauf ausgelegt ist, Vertrauen aufzubauen und Einzahlungen zu erzeugen. Dieser Beitrag zeigt, wie die Masche funktioniert und welche Schritte Betroffene jetzt ergreifen können, um ihre Gelder zu retten.

Existiert qaerus-finance.com als seriöser Anbieter?

Ein genauer Blick auf die technischen und formalen Details offenbart schnell Widersprüche. Die Domain qaerus-finance.com wurde erst im Oktober 2025 registriert, ebenso die zugehörigen Login-Domains user.clientbridgehub.org und wt.clientbridgehub.org. Gleichzeitig behaupten die Betreiber, bereits seit mehreren Jahren am Markt tätig zu sein. Diese zeitliche Unstimmigkeit spricht klar gegen die Glaubwürdigkeit des Angebots.

Hinzu kommt ein besonders schwerwiegender Punkt: Es werden echte Firmendaten eines legitimen Schweizer Unternehmens genutzt (der Qaerus Finance SA), darunter Registrierungsnummer und LEI-Code. Diese reale Gesellschaft steht jedoch in keinerlei Verbindung zu der Website qaerus-finance.com und ist ergo von Identitätsdiebstahl betroffen. Auch die genannten Adressen in der Schweiz dienen lediglich als dekorative Fassade, denn die Website-Ersteller trifft man dort nicht an. Die gesamte Präsentation ist darauf ausgelegt, Seriosität vorzutäuschen.

Erfahrungsberichte: Wie Anleger getäuscht werden

Die Rückmeldungen Betroffener folgen einem wiederkehrenden Muster. Zu Beginn wirken Betreuung und Kommunikation äußerst professionell. Nutzer sehen vermeintliche Gewinne in ihrem Account und werden eng begleitet.

Diese angezeigten Erfolge existieren jedoch nur innerhalb der Plattform. Es handelt sich nicht um echte Handelsaktivitäten, sondern um manipulierte Darstellungen. Ziel ist es, Vertrauen aufzubauen und weitere Einzahlungen zu veranlassen.

Warum Auszahlungen indes scheitern

Sobald Anleger versuchen, ihr Guthaben auszahlen zu lassen, ändert sich das Verhalten der Betreiber. Auszahlungen werden blockiert oder an zusätzliche Zahlungen geknüpft, etwa angebliche Steuern oder Gebühren.

Diese Forderungen entbehren jeder Grundlage. Wer weiter einzahlt, erhöht lediglich den eigenen Verlust. In der Praxis zeigt sich: Eine Rücküberweisung erfolgt nicht.

Gesamtbewertung der Plattform qaerus-finance.com

Die Analyse führt zu einem eindeutigen Ergebnis: qaerus-finance.com ist kein legitimer Broker, sondern Teil eines betrügerischen Konstrukts ohne reale Handelsbasis.

Auch die behaupteten Regulierungen durch internationale Aufsichtsbehörden sind frei erfunden. Kontaktmöglichkeiten wie E-Mail-Adresse oder Telefonnummer (support@qaerus-finance.com, +442837180274) dienen lediglich der Aufrechterhaltung der Täuschung. Transparenz und überprüfbare Zulassungen, wie sie bei regulierten Anbietern üblich wären, fehlen vollständig.

Rechtliche Bewertung des Vorgehens

Das Vorgehen erfüllt mehrere strafrechtlich relevante Tatbestände. Wer Anleger gezielt täuscht, um Zahlungen zu erhalten, handelt betrügerisch. Darüber hinaus liegt ein Verstoß gegen Vorschriften des Kapitalmarktrechts vor, da Finanzdienstleistungen ohne Genehmigung angeboten werden.

Neben strafrechtlichen Aspekten bestehen auch zivilrechtliche Ansprüche. Geschädigte können unter bestimmten Voraussetzungen Schadensersatz verlangen und eingezahlte Gelder zurückfordern.

Die Rolle von Bankkonten im System

Damit Einzahlungen überhaupt möglich sind, greifen die Täter auf reale Konten zurück. Diese werden häufig über Dritte organisiert. Genau an diesem Punkt setzen juristische Maßnahmen an.

Durch die Nachverfolgung von Zahlungsströmen können Verantwortliche identifiziert und in Anspruch genommen werden. Ohne diese Infrastruktur wäre das gesamte System nicht funktionsfähig.

Zudem gilt: Wer Gelder aus solchen Quellen weiterleitet, kann sich selbst rechtlichen Risiken aussetzen.

Konkrete Schritte für Betroffene

  • Keine weiteren Überweisungen tätigen 
  • Alle Unterlagen und Zahlungsnachweise sichern 
  • Kommunikation vollständig dokumentieren 
  • Strafanzeige stellen 
  • Frühzeitig rechtlichen Beistand einholen 

Möglichkeiten zur Rückforderung

Wer betroffen ist, sollte zeitnah handeln. Spezialisierte Kanzleien im Bereich Bank- und Kapitalmarktrecht können prüfen, welche rechtlichen Schritte im Einzelfall sinnvoll sind und wie sich Geldflüsse nachvollziehen lassen.

Eine fundierte rechtliche Einschätzung bildet die Grundlage dafür, verlorene Beträge unter Umständen zurückzuholen und Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen.

 

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